Internationale Tagung
08. – 10. November 2018
Ruhr-Universität Bochum

Das DFG-Graduiertenkolleg „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ organisiert von 08. – 10. November 2018 eine internationale Tagung mit dem Titel GEGEN\DOKUMENTATION. Das Gegendokumentarische ist eine Antwort auf die Provokation des Dokumentarischen. Diese Provokation liegt im Anspruch oder Begehren, „Wirklichkeit“ zu erfassen, darzustellen und zu kontrollieren. Interventionen dagegen gibt es, seit es das Dokumentarische gibt. Für uns markiert der Begriff des Gegendokumentarischen einen strategischen Einsatz, mit dem antithetisch das Verständnis dokumentarischer Medien, Operationen, Institutionen, Poetiken, Ästhetiken, Schreib- und Darstellungsweisen geschärft und politisiert werden soll. Was das Gegendokumentarische in diesen Kontexten jeweils sein kann oder sein soll, muss ausgehend von wissenschaftlichen und künstlerischen Positionen diskutiert werden.
Die Autorität des Dokumentarischen greift wirklichkeitskonstituierend in die Konfliktfelder von Identität, Politik und Geschichte ein und betrifft damit Fragen von Geschlecht und Nationalität wie auch Rassismus und Propaganda. Jede Dokumentation erzeugt dabei ein Außen oder ein Anderes. Mit Hilfe des Gegendokumentarischen werden verschiedene Aspekte dieses antagonistischen Moments beschreibbar.
Für die gemeinsame Diskussion dieser Ansätze freuen wir uns insbesondere über Beiträge aus den Medien-, Literatur-, Film-, Kunst-, Bild-, Theater-, Kultur-, Sozial- und Politikwissenschaften sowie über praxeologische Untersuchungen und Formen des artistic research. Neben wissenschaftlichen Vorträgen ist die Tagung offen für alternative Präsentationsformate. Für Beiträge ist eine Länge von 20 Minuten vorgesehen. Wir bitten um Abstracts im Umfang von max. 3000 Zeichen und eine Kurzbiographie per E-Mail an gegendokumentation@rub.de. Deadline ist der 15. April 2018.
Hier geht es zur ausführlichen Ausschreibung.