Videokunst & Szenische Forschung

Technische Kompetenzen

Während im Kino – und oft auch im heimischen Wohnzimmer – das Bewegtebild im Mittelpunkt steht, ist es bei Theaterstücken oder Installationen eher der Fall, dass das Video auf die Inszenierung, den Raum und den Ort Bezug nehmen muss. Doch welche Autonomien kann – und welche Verbindungen muss Video in einem solchen Rahmen haben?

Im Wintersemester 2012/2013 wurden die Szenischen Forscher dank Nils Vogues von Sputnick an das Medium Video herangeführt. Anhand eigener Videoproduktionen – vom Konzept bis zur Installation – wurden Fragen untersucht werden wie: Was kann Video? Was für Möglichkeiten ergibt der jeweilige Kontext? Was für Interaktionen können entstehen? Wie verändert der Raum die Wahrnehmung des Films? Was für technische Möglichkeiten gibt es?

Aus dieser Beschäftigung mit dem Medium Film sind fünf Kurzfilme Entstanden:

x mal ich von Jascha Sommer;
Redebedarf von Ulrike Weidlich;
Popping instructions von Anna-Lena Klapdor,
Pourtraire von Kama Frankel und Martina Gimplinger,
Lüge von Emese Bodolay, Josephine Rose Habermehl und Almut Pape.

Dozent: Nils Voges

stattmenschen

Szenisches Projekt II ::: Almut Pape

stattmenschen versucht einen Austausch zwischen den unbewegten Bewohnern des urbanen Raumes und ihrer menschlichen Mitbewohner. Dem Verdacht nachgehend, dass die menschliche Selbstreferenzialität nicht mehr als Maß aller Dinge gelten kann, nähert sich dieser auditive Spaziergang der urbanen Umgebung auf animistische Weise. Er gibt den Dingen und Orten ein hörbares Potential, um daraus etwas zu konstruieren, das “Subjektivität” oder “Persönlichkeit” genannt werden könnte. Das Smartphone, selbst Ding und Ware, wird zum Übersetzer oder Schamane und verschafft dem Zuhörer Zugang zu anderen Schichten von Wirklichem, die das Menschliche umhüllen und beinhalten: eine auditive Entdeckung der Schichtung von Selbst-Konstruktionen.

stattmenschen bedient sich der Möglichkeiten von radio aporee und ist zu finden auf:
http://aporee.org/mfm/

Von: Almut Pape, Raphaela Willwerth (M.A. Medienwissenschaft RUB), Julia Zöllner (M.A. Medienwissenschaft RUB)

Mentor: Erich Hörl

Dank an Udo Noll. Begründer der radio aporee

:::Bericht der Ruhr-Nachrichten:::

:::Bericht Lokalkompass:::

Schauplatz Ruhr 2013 - Geschichte im Spiel

Die neuste Ausgabe von Schauplatz Ruhr, dem Jahrbuch des Bochumer Instituts für Theaterwissenschaft, ist beim Verlag Theater der Zeit erschienen und im Buch- und Zeitschriftenhandel, dem Institut sowie beim Verlag erhältlich.

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Jahrbuch zum Theater im Ruhrgebiet

Nirgends in Europa gibt es eine ähnlich dichte Theaterlandschaft wie im Ruhrgebiet. Das Jahrbuch Schauplatz Ruhr begleitet in Analysen, Essays, Porträts und Gesprächen die Theater der Region, stellt die Macher vor und zeigt Entwicklungen und Leitlinien.

Der thematische Schwerpunkt von Schauplatz Ruhr 2013 widmet sich der Inszenierung von Geschichte. Als Medium des kulturellen Gedächtnisses ist Theater dabei besonders angesprochen, nicht nur auf der Ebene von Klassikerinszenierungen. Im Zusammenhang eines erweiterten Begriffs von Geschichte werden auch kulturelle Aktivitäten, die das Gedächtnis der Region in anderen Medien vermitteln, vorgestellt. Dabei ist die kulturpolitische Frage leitend, welches Bild das Ruhrgebiet von sich vermitteln möchte, insbesondere in seinen kulturellen Großprojekten und historischen Museen.

Maßgeblicher Teil der regionalen Inszenierung von Geschichte ist die Ruhrtriennale, die 2012 ihr zehnjähriges Jubiläum feierte. In einem zweiten Schwerpunkt wird Schauplatz Ruhr über das erste Jahr der Intendanz von Heiner Goebbels berichten und sich in Gesprächen, Kritiken und Analysen mit dem Programm und Konzept seiner Intendanz auseinandersetzen.

Ein dritter Teil, das Tableau, versammelt Berichte über den Schauplatz Ruhr, vom Stadttheater bis zum Festival, von der Performance bis zum kulturellen ‘Event’, von der Oper bis zum Figurentheater.

Schauplatz Ruhr 2013
Jahrbuch zum Theater im RuhrgebietHerausgegeben von Meike Hinnenberg, Guido Hiß, Robin JunickeVerlag Theater der Zeit
Broschur mit 112 Seiten
Format: 210 x 280 mm
ISBN 978-3-943881-27-1€ 10,00 ::: jetzt vorbestellen!
2013 | Geschichte im Spiel

  • Jörn Rüsen: Geschichtsbewusstsein und Erinnerung
  • Interviews mit Annette Dabs, Hans-Peter Litscher und Wolfram Lotz
  • Ruhrtriennale IV
  • Herausragende Inszenierungen der Region

Vorlesungsverzeichnis WiSe 2013/14

Studienführer

Der aktualisierte Studienführer samt Vorlesungsverzeichnis sowie wichtigen Informationen zu den Studiengängen Theaterwissenschaft und Szenische Forschung steht ab sofort digital als PDF zur Verfügung.

 

 

Wochenübersicht

(Zum Vergrößern Abbildung anwählen)
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Weitere Infos

  • Ab diesem Semester ist die Printversion des Studienführers nur noch im Zentralen Druckzentrum erhältlich. Weitere Infos hier.
  • Eine VSPL-Anmeldung für die Lehrveranstaltungen ist seit Anfang September und noch bis Ende diesen Jahres möglich.


 

We did not fully understand the complexity of the situation we where dealing with

Szenisches Projekt I des 1. Jahrgangs der Szenischen Forschung

 

Bilder: Robin Junicke

5. Juli, FFT Juta Düsseldorf

Hans-Werner Krösinger hat sich in den letzten Jahren in mehreren Theaterarbeiten mit ethnischen Konflikten und Völkermorden sowie der Frage ihrer Darstellung auseinandergesetzt: Mit dem Völkermord an den Armeniern, den Bürgerkrieg im Libanon und den Völkermord in Ruanda. Im Sommersemester 2012 haben sich nun neun Studierende unter der Leitung Krösingers mit dem Genozid in Ruanda 1994 beschäftigt und durch einen Papierberg gegraben. Unter Benutzung von Biographien, Wissenschaftliche Abhandlungen, Interviews, Romanen, Reiseführern und UN-Berichten gestalteten sie eine szenische Kollage in den Räumlichkeiten des FFT Düsseldorf. Der titelgebenden Aussage Kofi Annans We did not fully understand the complexity of the situation we where dealing with folgend, wurde einerseits die Unmöglichkeit des genauen Nachvollzugs der Ereignisse thematisiert, andererseits der Versuch unternommen, Ursachenforschung zu betreiben ohne die vielen Widersprüche zu ignorieren. Als Schauplatz diente das FFT Juta: Die Eingangshalle, das Treppenhaus, das Foyer und die Bühnen. Das hinzugezogene Material wurde an jedem Ort anders zum Sprechen gebracht – Vermittels Reden, Chören, Fragebögen, Bild- und Filmmaterial. Die Zuschauer wurden vermessen, aufgeteilt, durch Bohnen geleitet, zusammengepfercht und schließlich aufgefordert sich selbst einen Weg durch das Material zu suchen.

Mit: Emese Bodolay, Kama Frankl, Martina Gimplinger, Josefine Rose Habermehl, Anna-Lena Klapdor, Almut Pape, Andrea Richarz, Jascha Sommer, Ulrike Weidlich

Gastprofessor: Hans-Werner Krösinger

Fremde Wesen

Szenisches Projekt I des 2. Jahrgangs der Szenischen Forschung

Weiterlesen Fremde Wesen

Fleetstreet Residency Program

fleetstreet
Das Fleetstreet Theater Hamburg legt gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Rudolf Augstein Stiftung seit dem 01.01.2011 ein Residenzprogramm für Künstlergruppen auf, die möglichst spartenübergreifend mit Mitteln der performativen Künste, der Bildenden Kunst, des Films und/oder der Musik arbeiten.

Durch das Fleetstreet Residency Program sollten junge Gruppen gefördert werden, die mit überschaubaren Mitteln Produktionen erarbeiten, die sich für kleinere Theaterräume eignen.

Den Künstlergruppen werden für die Dauer von einem  Monat bis sechs Monaten das Fleetstreet Theater in Hamburg zur Verfügung gestellt. Soweit die Künstlergruppe nicht in Hamburg ansässig ist wird außerdemein Wohnatelier (3 Zimmer, Küche, Bad) bereitgestellt und eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 1.000 €pro Monat gezahlt. Für alle  Gruppen besteht zusätzlichdie Möglichkeit, bei der HamburgischenKulturstiftung und der Rudolf Augstein Stiftung Zuschüssebis zu jeweils 3.000 € für die Kosten der Durchführung und Präsentation der Projekte zu beantragen. Dies sollte bereits in der Bewerbung um die Residenz erfolgen und entsprechend im Finanzierungsplan kenntlich gemacht werden.

Einzelheiten über die zur Verfügung gestellten Räume und deren Ausstattung sind im Internet dargestellt unter www.fleetstreet-hamburg.de.

Ziel des Fleetstreet Residency Program ist es, Künstlergruppen in den Räumen des Fleetstreet Theaters Gelegenheit zu geben, eigenständig ein bzw. mehrere Projekt/e zu erarbeiten und das/die Projekt/e bzw den Arbeitsprozess im Fleetstreet Theater der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Über die Vergabe der Residenzenentscheidet eine Jury, die derzeit aus folgenden Personen besteht:

  1. 1. Anna Augstein, Vorstandsvorsitzende der Rudolf Augstein Stiftung
  2. 2. Elise von Bernstorff, Theaterwissenschaftlerin, freie Dramaturgin
  3. 3. Johanna Hülbusch, stellvertr. Geschäftsführungder Hamburgischen Kulturstif-tung
  4. 4. Marie-Luise Tolle, Senatsdirektorin Kulturbehörde Hamburg
  5. 5. Andràs Siebold, Chefdramaturg Kampnagel
  6. 6. Hans Jochen Waitz, Vorstand Fleetstreet e.V.

Interessierte Künstlergruppen und Einzelkünstler_innen können Bewerbungen einreichen, die Folgendes beinhalten sollen:

  • Fact sheet (Name/Namen der Beteiligten; Kontaktdaten des/der Ansprechpartner_in:  Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Website; Projekttitel; gewünschter Residenz-Zeitraum, d.h. Länge und Zeitpunkt; Gesamtkosten des Vorhabens und Finanzierungslücke zum Zeitpunkt der Bewerbung)
  • Einseitige Zusammenfassung des oder der Projekt-Vorhaben
  • Beschreibung der Projektvorschläge mit möglichst aussagefähiger Visualisierung in Form von Skizzen, Fotos, Plänen einschließlich Vorstellungen zur Vermittlung etc.
  • Finanzplan für die Projekte (auf der Homepage gibt es eine Vorlage zum Download)
  • Selbstdarstellung der Mitglieder der Künstlergruppe
  • Dokumentationen realisierter Projekte (z.B. DVD)
  • Bewerbungsunterlagen in deutscher oder englischer Sprache

Das Gesamtbudget des Projektes sollte in der Regel 15.000 € nicht überschreiten.

Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden. Die Jury tagt in der Regel 3x jährlich.

Bewerbungen und Rückfragen sind zu richten an:

Fleetstreet Theater
Admiralitätstraße 76
20459 Hamburg
info (at) fleetstreet-hamburg de

Sebastian Bös

B.A. Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/53
Telefon: 0234/32-25046
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: sebastian.boes (at) rub de

Betreuung der Videothek & IT – Verantwortlicher.

Anna-Lena Klapdor

(B.A.) Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/132
Telefon: 0234/32-26701
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: anna-lena.klapdor (at) rub de

Hilfskraft von Prof.Dr. Ulrike Haß

Jasmin Maghames

B.A. Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 5/158

Telefon: 0234/32-25183
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: jasmin.maghames (at) rub de

Hilfskraft von Prof. Dr.  Guido Hiß, HK Bibliothek (Theaterwissenschaft).

Philipp Hohmann

Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/139
Telefon: 0234/32-27822
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: sekretariat-theaterwissenschaft (at) rub de

Hilfskraft im Geschäftszimmer (Allg. Studienberatung, VSPL-Verarbeitung, Verarbeitung von Scheinen und Modulnachweisen).

Julia Nitschke

(B.A.) Wissenschaftliche Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/33
Telefon: 0234/32-23025
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: julia.nitschke (at) gmx net

Betreuung des Masterstudiengangs Szenische Forschung.

Sprechstunde nach Vereinbarung per EMail.

Sina-Marie Schneller

Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/139
Telefon: 0234/32-28164
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: sekretariat-theaterwissenschaft (at) rub de

Hilfskraft im Geschäftszimmer (Studienberatung, VSPL-Verarbeitung, Verarbeitung von Scheinen und Modulnachweisen)

Mattias Engling

Studentische Hilfskraft 

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/140
Telefon: 0234/32-28164
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: mattias.engling (at) rub de

Betreuung der Homepage und des Newsletters. 

 

Vorlesungsverzeichnis SoSe 2013

Studienführer

Der Studienführer samt Vorlesungsverzeichnis sowie wichtigen Informationen zu den Studiengängen Theaterwissenschaft und Szenische Forschung ist im Geschäftszimmer erhältlich und steht hier digital als PDF zur Verfügung.

Wochenübersicht

wochenplan

Blockseminare

BlockseminareSoSe13

Dr. habil. Monika Woitas

Kontakt

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

GB 3/134

Tel: 0234-32-25106
Fax: 0234-32-14714
Monika.Woitas (at) t-online de

Sprechstunde

Nach Vereinbarung per E-Mail.

Erasmus-Beauftragte des Instituts

Links

Veröffentlichungen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Monika Woitas, Jahrgang 1961, betreut seit 2005 den Studienschwerpunkt Musik- und Tanztheater am Institut für Theaterwissenschaft. Ihr Studium der Musikwissenschaft, Kommunikationswissenschaften/Publizistik und Philosophie schloss sie in Salzburg 1988 mit einer Promotion über Leonide Massine ab (Leonide Massine – Choreograph zwischen Tradition und Avantgarde, Niemeyer: Tübingen 1996/Reprint de Gruyter: Berlin 2012). In der Folge war sie an den musik- und theaterwissenschaftlichen Instituten der Universitäten Salzburg, München und Bochum sowie als Gastdozentin in Leipzig und Köln tätig; ihre Habilitation erfolgte an der LMU München 1995 (Im Zeichen des Tanzes. Zum ästhetischen Diskurs der darstellenden Künste zwischen 1760 und 1830, Centaurus: Herbolzheim 2004).

Von 2005 bis 2008 arbeitete sie an einem vom Rektorat der RUB geförderten Forschungsprojekt „Innere und äußere Motorik – Zu Igor Strawinskys Bühnenwerken“, in dem neurowissenschaftliche Ansätze und Theorien des Urbanen für die musikalisch-choreographische Analyse fruchtbar gemacht wurden (Strawinskys „Motor Drive“, hrsg. mit Annette Hartmann, epodium: München 2010). 2011 bis 2014 folgten Konzeption und Herausgabe (erneut mit A. Hartmann) eines Tanzlexikons, an dem 87 internationale Autorinnen und Autoren unterschiedlichster Fachdisziplinen mitgewirkt haben, darunter auch fortgeschrittene Studierende der RUB, die durch ein begleitendes Seminar in dieses Großprojekt eingebunden wurden (Das große Tanzlexikon, Laaber: Laaber 2015). Bereits in den Jahren zuvor wurden zahlreiche kleinere Projektseminare in Kooperation mit externen Partnern durchgeführt, darunter tanzplan essen 2010, Bochumer Symphoniker, Ruhrtriennale, Gesellschaft für Tanzforschung GTF.
Monika Woitas war zudem Mitarbeiterin der Gluck-Gesamtausgabe und Fachbeirätin der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG). Für das Ensemble Musica et Saltatoria Salzburg rekonstruierte sie zahlreiche Tänze des 16. bis 18. Jahrhunderts und wirkte als Sängerin und Tänzerin über zehn Jahre im Ensemble mit.

Zusatzqualifikationen in Bewegungsanalytischer Tanzpädagogik am Ausbildungszentrum für Tanztherapie München, Stimmbildung und Gesang (Salzburg und München) sowie Querflöte (Köln, Salzburg); langjährige Konzerttätigkeit als Flötistin und Sängerin.

Forschungsschwerpunkte

  • Darstellungskonzepte des Musik- und Tanztheater
  • Musik und Tanz
  • Ballets Russesk
  • Igor Strawinsky

Podest No. 8 am 23. Juli

8. Ausgabe des TW-Rundgangs im FKT & Theater der Gezeiten

::: Dienstag, 23. Juli 2013 ab 13.00 Uhr :::


PODEST
erkundet neue Spielorte: Die Plattform für praktische Arbeiten der  Studierenden des Instituts für Theaterwissenschaft erprobt ihr Konzept von Präsentation und Diskussion in neuen Kontexten.

Wir laden Euch ein, die aktuellen szenischen, performativen, choreographischen, filmischen, installativen und akustischen Arbeiten sowie Ideen und Arbeitsstände zu erkunden, zu besprechen und Impulse zu geben. Die Projekte bewegen sich auf der Schwelle zwischen Theorie und Praxis, Verfertigung und Ausprobieren, Installation und Szene.

Podest #8 wird um 13 Uhr mit einem Sektempfang im Theater der Gezeiten beginnen. Dort werden zunächst die szenischen Arbeiten und Arbeitsstände vorgestellt und diskutiert. Anschließend laden die Räume des FKT dazu ein, die Installationen zu entdecken, sich auszutauschen und den Abend mit einem Glas Wein gemeinsam ausklingen zu lassen.

Buffetbeiträge erwünscht!

An gute alte Traditionen anknüpfend möchten wir alle Gäste herzlich dazu einladen, ein Beitrag zum Buffet zu leisten: Bringt ein Baguette, ein Dip, ein Nudelsalat, ein Weich- (oder Hart)käse, (grünkernige) Bulletten oder was Euch sonst noch in den Sinn kommt!

Helfer gesucht!

Menschen, die Lust haben, am 22.07. und/oder 23.07. bei Technik, Auf- und Umbau oder Sektausschank etc. zu helfen, werden freudig dazu aufgerufen, eine Mail an podest.tw (at) googlemail com zu richten. Besonders dringend werden motorisierte Menschen für Transportfahrten gesucht.

Theater der Gezeiten
Antoniusstraße 8
44793 Bochum

Lokalisieren bei GoogleMaps

FKT
Bessemer Straße 30
44793 Bochum
(Zugang über Baarestr. 33)

 

www.facebook.com/podest.bochum

Trauermeldung

Die MitarbeiterInnen und Studierenden
des Instituts für Theaterwissenschaft

trauern um

Mechthild Heede-Hollender

Am 12.1.2013 verstarb nach schwerer Krankheit unsere langjährige Mitarbeiterin Mechthild Heede-Hollender.

Mechthild Heede-Hollender hat das Institut für Theaterwissenschaft mit aufgebaut und über sechzehn Jahre als Geschäftsführende Sekretärin geprägt.

Sie hat mit ihrer Intelligenz, ihrer Empathie, ihrer Eleganz und ihrem Charisma das Institut für alle KollegInnen und auch für die Studierenden zu einer Heimat werden lassen. Sie hat die Angelegenheiten des Instituts zu ihren eigenen gemacht, weit über ihre dienstlichen Verpflichtungen hinaus.

Mit Mechthild Heede-Hollender verlieren wir einen außergewöhnlichen Menschen und eine gute Freundin, die wir nicht vergessen werden.

Sie wird uns fehlen.

Den Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl.

Die Trauerfeier findet am 1. Februar um 13 Uhr in der Trauerhalle des Kommunalfriedhofs Bochum Weitmar-Mark,
Heinrich-Königstraße 125, statt.

Disziplinierte/ Undisziplinierte Körper

Kuratorisches Projekt

Bilder: Emese Bodolay
Weiterlesen Disziplinierte/ Un- disziplinierte Körper

Szenische Forschung ::: Profil

Bis zum 15. Januar bewerben!

Jeweils zum Sommersemester nehmen seit 2012 10 Masterstudierende das Studium der Szenischen Forschung am Bochumer Institut für Theaterwissenschaft auf. Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

Profil des Studiengangs

Die Szenischen Künste wandeln sich in ihrer Ästhetik, ihren Produktionsweisen, ihrem Verhältnis zum Sozialen, Politischen und Urbanen. Gegenwärtig verändern sie sich schneller denn je. Damit entstehen nicht nur neue wissenschaftliche Fragestellungen und neue Berufsbilder im Umfeld des Theaters, sondern auch das Bedürfnis, sich mit diesen Wandlungen in einer anderen, selbst szenisch forschenden Weise auseinanderzusetzen.

Das Bochumer Institut für Theaterwissenschaft begegnet diesen neuen Entwicklungen mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung. Anders als bei den meisten kulturwissenschaftlichen Studiengängen steht hier nicht nur die Theorie im Vordergrund. Die Praxis des Theatermachens – des Inszenierens, des Produzierens, des Kuratierens und des Organisierens – wird zum Gegenstand und Medium szenischer Erforschung. Angeleitet durch Künstlerinnen und Künstler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus den Bereichen Dramaturgie, Produktion, Technik und Kunstvermittlung werden aktuelle Inszenierungsverfahren, ästhetische Strategien und Organisationsformen experimentell erprobt und in Seminaren reflektiert.

Das Studium der Szenischen Forschung nimmt an der Wandlung der Szenischen Künste beobachtend, begleitend, produzierend teil und bereitet auf Berufsfelder eines Theaters von morgen vor.

Szenische Forschung ist ein konsekutiver Ein-Fach-Studiengang mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern. Er baut primär auf den Inhalten des B.A.-Studiengangs Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität auf, ist aber prinzipiell auch für Absolventinnen und Absolventen anderer Studiengänge offen. Neben dem Hochschulabschluss (B.A. oder vergleichbarem Abschluss) und einschlägigen Theatererfahrungen setzt das Studium der Szenischen Forschung eine künstlerisch-praktische Eignung voraus. Diese wird in einer entsprechenden Auswahlprüfung festgestellt. Um den Austausch mit den Lehrenden und die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Inhalten zu intensivieren, aber auch um Anbindungen an berufsrelevante Institutionen zu ermöglichen, werden im Jahr zehn Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen. Das Studium wird wahlweise mit einer schriftlichen Arbeit oder mit einem praktischen Projekt abgeschlossen.

Kooperationen

Der Studiengang wird von freien Produktionshäusern und städtischen Theatern in der ganzen Region unterstützt. Kooperationspartner des Instituts sind unter anderem:

  • Schauspielhaus Bochum
  • Forum Freies Theater, Düsseldorf
  • PACT Zollverein, Essen
  • Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr
  • Schauspiel Dortmund
  • Pumpenhaus Münster

Weitergehende Informationen

Bei Interesse am Studiengang empfehlen wir eine Beschäftigung mit der Modulübericht sowie der Studienordnung. Letztere enthält detaillierte Informationen zu Bewerbung, Zulassung, Modulstruktur, Studienleistungen, Prüfungen und zum Studienverlauf des Studiengangs.

Kontakt

Für weitere Fragen zum Studiengang sowie zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. Sven Lindholm
sven.lindholm (at) rub de
Gebäude GB 3/33
Tel. (0)234 32-23025

Julia Nitschke B.A.
Wissenschaftliche Hilfskraft
julia.nitschke@gmx. net

Maxim Gorkij und Schriftsteller seines Kreises

Seminar: 051 628 Tsurkan
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie, Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Mi 14–16 GB 03/49

Nach dem Tod von Tolstoj galt Gorkij als bekanntester und überall in der Welt anerkanntester russischer Schriftsteller. In seinem OEuvre sind die Dramen von besonderer Bedeutung. Originell und neu gestaltet, thematisieren seine Stücke typische Probleme der Gegenwart, wie z.B. Kritik am Philistertum, Kampf gegen Terrorismus, die Bewältigung einer Kluft zwischen Intellektuellen und dem Volk. Neben den Dramen von A. Tschechow war es vor allem Gorkij, der moderne russische Stücke schuf, in denen das Unausgesprochene wichtiger und reicher ist als der direkte Text. Mit dieser neuen Art des Dramas sprach er vor allem auch einen neuen Typ von Zuschauer an, der mitdenkt und mitleidet. Gorkij modernisiert auch den Konflikt des Dramas: Die Stücke sind auf keinen dauerhaften Konflikt aufgebaut, sondern beinhalten eine ganze Reihe von lokalen Begegnungskonflikten“. Mit dieser Methode gelang es ihm, Entfernung und Entfremdung in der Gesellschaft zu thematisieren.

Dem Schriftsteller war es auch sehr wichtig, um sich einen Kreis von Gesinnungsgenossen zu vereinigen. Ungeachtet der weltanschaulichen Gegensätze standen die großen Vertreter der realistischen Stilrichtung wie L. Andrejew, I. Bunin, W. Kolorenko, W. Weressajew dem Modernismus und Symbolismus positiv gegenüber. Sie waren sich einig, dass die russische Literatur das humanistische Anliegen und den Realismus Tolstojs weiterentwickeln musste.

Den Schwerpunkt des Seminars bilden sowohl die Analyse der Dramen von Gorkij als auch das Werk der Schriftsteller aus dem Kreis Gorkijs.

Beginn: 17. Oktober 2012

Die europäische Décadence

Seminar: 050 314 Backe
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Di 16 – 18 GABF 04/411

Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ist reich an literarischen Strömungen, deren Gemeinsamkeit in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem dominanten Diskurs des Naturalismus besteht. Während sich Impressionismus und Symbolismus entschieden gegen naturalistische Ideale wenden, ist die Position der häufig unter dem Begriff Décadence zusammengefassten ästhetizistischen Erzählliteratur des Fin de Siècle sehr viel ambivalenter. Frühe Vertreter wie Huysmans sind zunächst selbst noch naturalistisch geprägt, und spätere Autoren wie Mann entwickeln aus dem Gedanken der l‘Art pour l‘Art die Ästhetik der literarischen Hochmoderne. Als kurze, sich in ganz Europa etwa zeitgleich vollziehende Epoche bietet sich die Décadence dazu an, Mechanismen sowohl der Entwicklung ästhetischer Konzepte als auch der Zuschreibung von Epochenmerkmalen zu reflektieren.

Zu Semesterbeginn sollten Sie folgende Texte bereits gelesen haben:
Huysmans, Joris Karl: A rebours (dt.: Gegen den Strich); Wilde, Oscar: The Picture of Dorian Gray (dt.: Das Bildnis des Dorian Gray)

Weitere kürzere Texte werden im Blackboard zur Verfügung gestellt.

Beginn: 16. Oktober 2012

Urbane Transformationsprozesse und künstlerische Interventionen im Stadtraum

Seminar: 051 610 Bergmann
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
B.A.-Modul: Theaterpraktisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul Szenische Forschung
B.A.-Modul: Grundmodul Szenische Forschung
M.A.-Modul: Szenische Forschung (Kuratorisches Wissen / Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Blockveranstaltung Ringlokschuppen

Die Anschauung, was als Kunst zu verstehen ist, war und ist einem stetigen Wandel unterzogen. In den letzten Jahren sind nunmehr die urbanen Künste stärker in den Fokus des Diskurses gerückt. Diese Entwicklung ist sicherlich mit einem inhaltlichen Perspektivwechsel bei den agierenden Künstlern verbunden, darüber hinaus aber auch dem demografischen Wandel unserer städtischen Gesellschaft und den damit verbundenen politischen Herausforderungen geschuldet.

Der Ringlokschuppen initiiert schon seit geraumer Zeit Stadtraumprojekte, wie die Eichbaumoper mit raumlaborberlin in 2008, Super Night Shot mit Gob Squad in 2009 oder Wessen Stadt ist die Stadt? Ein Aufstand mit der Performancegruppe LIGNA im Jahr 2011. Im Herbst des vergangenen Jahres initiierte der Ringlokschuppen ein ebenfalls auf Teilhabe und Beteiligung ausgerichtetes Stadtspiel in Realversion: SchlimmCity. All diese Projekte verstehen sich als performative Stadtraumprojekte. Die jeweiligen Positionen, Ziele und Wirkungen sind vielschichtig und sollen im Seminar partikulär differenziert werden.

Das Langzeitprojekt Eichbaum und dessen Möglichkeiten zur urbanen Transformation wird mit dem Interventionsprojekt SchlimmCity abgeglichen. Hierbei wird den jeweiligen Veränderungspotenzialen nachgegangen. Holger Bergmann, künstlerischer Leiter des Mülheimer Ringlokschuppens wird aber nicht nur vergangene Arbeiten mit den Studierenden reflektieren, sondern auch aktuelle künstlerische Positionen vorstellen und Künstlergruppen ins Seminar einladen. Geplant sind Einführungen in gegenwärtige Stadtraumarbeiten von Invisible Playground und vom raumlaborberlin. Die Performancegruppe LIGNA wird Einblick in die aktuelle Arbeit an dem europaweiten Projekt Walking in the City geben, und copy & waste, deren stadtraumspezifische Untersuchungen im Oktober 2012 in Mülheim beginnen, diskutieren die Verbindung von Stadtraum und Bühne.

Vorbesprechung:
Mittwoch, 17. Oktober 2012, 14.00 Uhr, Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr

Seminartermine:

  • 10. Nov. (14.00 Uhr)
  • 24. Nov. (14.00 Uhr)
  • 01. Dez. (14.00 Uhr)
  • 08. Dez. (Symposium ab 09.30 Uhr)
    Neue Öffentlichkeit für die schrumpfende Stadt?
    Ein Symposium zum Thema Darstellende Künste im urbanen Raum
    Eine Neuorientierung der bislang auf Handel ausgerichteten Stadtzentren, insbesondere in kleineren und mittleren Städten, wird derzeit besonders im Ruhrgebiet thematisiert. Nicht wenige Stadtkerne zerfallen zu Geisterstädten. Neben der sinkenden Kaufkraft fehlen aber vor allem Überlegungen, welchen Sinn nach der Abblösung des Handels der öffentliche Raum spielen kann. Welche Funktion hat Stadt heute? Welche neuen Perspektiven können die Darstellenden Künste in den Stadtraum einbringen?
    Eine Kooperation zwischen Urbane Künste Ruhr und dem Ringlokschuppen
  • 15. Dez. (14.00 Uhr)
  • 26. Jan. 2013 (14.00 Uhr)

Geldgeschäfte

Seminar: 050 318 Dahms
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Do 16 – 18 GABF 04/411

Spätestens seit dem beginnenden 20. Jahrhundert ist der ökonomische Diskurs fester Bestandteil der Erzählliteratur: Inflation und Weltwirtschaftkrise, die Armut der Kriegsjahre und der blühende Handel während der Wirtschaftswunderjahre, Börsenspekulationen und Finanzkrisen sind nicht nur historische Kulisse in literarischen Texten, sondern nehmen auch Einfluss auf zwischenmenschliche Beziehungen. Zentral erscheint dabei die Figur des Tausches, mit der Gewinn- oder Verlustgeschäfte getätigt werden können, auch in Liebes- und Freundschaftsangelegenheiten. Investieren, Betrügen, Pokern um Geld und/ oder Liebe, ist also die Frage, der das Seminar exemplarisch an der Literatur vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts nachgeht. ‘Lohnenswert’ erscheinen Texte z.B. von Elias Canetti, Emile Zola, Honoré Balzac, Theodor Fontane, Gottfried Keller, Fjodor Dostojewskij, Uwe Timm und Urs Widmer.

Beginn: 18. Oktober 2012

Das Politische und die Politik: Neue Politiken des Ästhetischen

Seminar: 051 611 Esch-van-Kan
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik
Szenischer Künste)
Ergänzungsbereich
2 st. Blockveranstaltung GABF 05/608

Politisches Theater ist tot. Theater ist politisch und gesellschaftlich wirkungslos. Die großen Utopien der Linken sind gescheitert. Die Komplexität unserer Zeit lässt sich nicht auf dramatische Strukturen reduzieren. Der Aufführungscharakter von Politik kompromittiert dessen Verdopplung auf der Bühne. Wie kann Theater von dieser Situation ausgehend dennoch politisch sein? Im Seminar sollen neuere Ansätze zum Politischen im Theater (Auslander, Eiermann, Lehmann, Müller-Schöll, Primavesi) vorgestellt und diskutiert werden. Die Konfrontation dieser Positionen mit der radikal-demokratischen Unterscheidung von Politik und dem Politischen soll einerseits den theaterwissenschaftlichen Ansätzen Tiefe verleihen und andererseits den Blick für die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Reflexionen schärfen. Besonders die Philosophie Jacques Rancières wird eine zentrale Rolle spielen. Parallel zur theoretischen Reflexion des Themas fließen Skripte und Videoaufzeichnungen zeitgenössischer Formen politischen Theaters in den USA und Deutschland ein. Diese werden in Bezug auf die Fragestellungen des Seminars analysiert: sie dienen als Konkretisierungen, aber auch als Korrektiv für die theoretischen Reflexionen. Das Verhältnis von Theorie und Praxis ist ein entscheidender Aspekt in Konzeptionen des Politischen im Theater. Im Seminar wird in diesem Sinne bewusst eine produktive Reibung von Theorie und Praxis angestrebt. Studierende sind auch herzlich dazu eingeladen, eigene künstlerische Projekte und Entwürfe zur Diskussion zu stellen, um in der Verbindung von Theorie und Praxis die Möglichkeiten von Widerständigkeit und Kritik zu
erforschen und weiterzudenken.

In der Vorbesprechung zum Blockseminar wird ein Termin für einen gemeinsamen Theaterbesuch bestimmt, und es wird TeilnehmerInnen die Möglichkeit gegeben, die Wahl der zu diskutierenden Stücke und Aufführungen mitzubestimmen.

Termine

  • Sonntag, 18. November 2012, 10.00 –16.00 Uhr
  • Samstag, 5. Januar 2013, 10.00 – 16.00 Uhr
  • Sonntag, 6. Januar 2013, 10.00 –16.00 Uhr
  • Sonntag, 20. Januar 2013, 10.00 –16.00 Uhr

Sprechstunden werde ich je im Anschluss an die einzelnen Sitzungen anbieten. Zudem werde ich nach Vereinbarung an weiteren Terminen nach Bochum reisen oder telefonische Beratung anbieten.

Email: Anneka.v.Kan (at) gcsc.uni-giessen de

Göttliche Untreue. Das Theater Friedrich Hölderlins

Seminar: 051 612 Etzold
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik
Szenischer Künste)
Ergänzungsbereich
2 st. Blockveranstaltung

Friedrich Hölderlin schrieb von 1799–1800 drei Fassungen seines Trauerspiels Der Tod des Empedokles. Dann brach er die Arbeit ab und übertrug Sophokles‘ Tragödien Oedipus des Tyrann und Antigonä auf eine bis dato im Wortsinne unerhörte Weise ins Deutsche. Hölderlin fand eine gestische Sprache, pointiert und knapp, synkopisch rhythmisiert; eine Sprache, deren Sprachbilder sich nicht im Verstehen auflösen lassen, sondern widerständig bleiben: “Was ist‘s, du scheinst ein rotes Wort zu färben?”

Die Übersetzungen und die dazugehörigen Anmerkungen zum Oedipus und Anmerkungen zur Antigonä waren 1804 seine letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten. Von den Zeitgenossen wurden sie als Zeichen des nun irreversiblen Wahnsinns Hölderlins abgetan. Erst seit dem 20. Jahrhundert wurden sie nicht mehr im Sinne einer Fehlerphilologie gelesen, sondern als eigenständige Arbeiten am Text und am Theater ernst genommen.

Das Seminar möchte die Aktualität von Hölderlins Auseinandersetzung mit der Tragödie freilegen: Welches Verhältnis von Sprache und Körpern stellt Hölderlin für die griechische und welches für die moderne Tragödie fest? Welche Rolle spielt der Chor? Wie bestimmt Hölderlin die Zeitlichkeit der Tragödie, wie bestimmt er den Austritt des Theaters aus dem Kultus und aus der Religion? Und wie das Verhältnis von Recht und Singularität? Es wird sich zeigen, dass Hölderlins Theorie der Tragödie in ihrem Kern eine Theorie der Moderne ist, die in ihrer Radikalität neu zu entdecken ist. Im Rahmen dieser Diskussion sollen szenische Auseinandersetzungen mit Hölderlin, vor allem von Jean-Marie Straub und Danielle Huillet, Klaus-Michael Grüber und Dimiter Gotscheff, analysiert werden.

Das Seminar wird in zwei Blöcken zwischen Ende Februar und Mitte März 2013 stattfinden. Weil das Seminar bereits im Sommersemester stattfinden sollte, jedoch mangels Beteiligung ausfiel, werden die Interessierten diesmal um eine persönliche Anmeldung unter: Joern.Etzold (at) rub de gebeten.

22. und 23. 2.; 8. und 9.3.
Zwei Wochenenden: jeweils Fr., 12- 20 h, Sa., 10 – ca. 18 h (mit Pausen…!)

Virtueller Handapparat

  • Für die Texte des Seminars wurde ein Moodle-Kurs eingerichtet, folgen Sie einfach diesem Link um Einsicht in den virtuellen Handapparat zu erhalten.

[!] Die Texte sind einzeln Passwortgeschützt; Passwort zu erfragen beim Dozenten, dem Geschäftszimmer oder dem Webadministrator.

Samuel Beckett

Seminar: 050 322 Goßens
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie, Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
2 st. Mo 16-18 GB 03/49

Das Werk Samuel Becketts (1906-1989) ist aus der modernen Weltliteratur nicht mehr wegzudenken. Bekannt wurde Beckett durch seine Theaterstücke, doch er selbst sah seine Romane als wichtigsten Werkteil. Seit den 1960er Jahren versuchte er sich zudem immer wieder als Hörspielautor und Filmregisseur. Das Seminar möchte einen Einblick in Becketts Arbeiten geben. Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen die zunehmende Radikalisierung seiner ästhetischen Ausdruckformen, zum anderen thematische Strukturen, die auf u.a. Becketts Beschäftigung mit Dante und Proust zurückgehen und in vielen seiner Werke wiederzufinden sind. Außerdem werden einige wichtige Interpretationsansätze, u.a. von Theodor W. Adorno und Gilles Deleuze, besprochen.

Materialien werden im Blackboard bereit gestellt. Außerdem werden die beiden (kurzen) Romane L‘Innommable (Der Namenlose, z.B. Suhrkamp Taschenbuch 2408, 6,50 €) und Comment c‘est (Wie es ist, Suhrkamp Taschenbuch 2409, 6,50 €) gelesen. Als biographischer Überblick empfiehlt sich: Friedhelm Rathjen: Samuel Beckett. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006 (rowohlt monographie 50678, 8,50 €); als Einführung in das Werk ist hilfreich: Peter Brockmeier: Samuel Beckett. Stuttgart u.a.: Metzler, 2001 (Sammlung Metzler 332, 12,50 €).

Beginn: 15. Oktober 2012

Absurdes Theater im anglo-amerikanischen Kontext (Pinter, Albee, Kopit): Absurd?

Seminar: 051 613 Groß
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
2 st. Do 14 – 16 GB 03/49

Reduktionsdramaturgie – das lässt nicht nur das Postdramatische Theater der Gegenwart assoziativ aufscheinen, sondern auch ein (Nachkriegs-)Theater, das, folgt man der klassischen Studie Martin Esslins, der ein damals fremdes, irritatives Theater als Absurdes Theater im Horizont einer existenzialistischen Deutung (Sinnlosigkeit des Menschen als ontische Bestimmung) terminologisch fixierte, ebenso tradierte Bauelemente des mainstream-Theaters destruierte.

Von dem einschlägigen Referenztext, Becketts Warten auf Godot, ausgehend, wird zu fragen sein, wie dieses zumindest aus marxistischer Sicht nihilistische Theater Wurzeln schlagen konnte im anglo-amerikanischen Theater.
Gibt es, über die Aneignung absurder Techniken hinausgehend, affine Denkmuster zwischen Beckett und Pinter/Albee?

TN: mündliches oder schriftliches Referat: B.A.: 2 bzw. 3 CP
LN: Hausarbeit oder mündliche Prüfung: B.A.: 4 CP
Beginn: 18. Oktober 2012

Die Aufführungsanalyse in Theorie und Praxis

Seminar: 051 615 Groß
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Analyse)
2 st. Mi 10–12 GB 03/49

Ausgehend von einem sehr umfangreichen theoretischen Teil – im Fokus steht das hoch komplexe ‘Genre’ der Aufführungsanalyse mit seinen erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen sowie methodologischen Problemen –, sollen im Seminar exemplarische Bochumer Inszenierungen analytisch erarbeitet werden (mündliche Referate).

Ein Reader mit wichtigen Texten wird Anfang Oktober zur Verfügung stehen.

TN: mündliches (ggf. schriftliches) Referat: B.A.: 2 bzw. 3 CP
LN: schriftliche Hausarbeit: Aufführungsanalyse: B.A.: 4 CP
Beginn: 17. Oktober 2012

Zwischen Semiose und Phänomenologie: Einführung in die Schauspielertheorie

Seminar: 051 614 Groß
B.A.-Modul:Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
Optionalbereich
2 st. Di 14–16 GB 03/49

Semiotizität und Performativität, Leib und Körper, Emotio und Ratio – diese dürren Formeln sollen – in ihrer je spezifischen historischen Ausprägung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart – durch die Lektüre schon kanonisierter Texte substantiiert werden. Zu zeigen sein wird auch, dass frühe Theorieentwürfe durchaus mit neueren korreliert werden können, ohne historische Signaturen einebnen zu wollen (etwa: Diderot, Brecht).

Der Reader kann zu Semesterbeginn erworben werden.

TN: mündliches oder schriftliches Referat: B.A.: 2 bzw. 3 CP
Beginn: 18. Oktober 2012

Theater in der Kritik

Seminar: 051 616 Heppekausen
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Mi 12–14 GABF 05/608

Wortakrobatik oder Premierenfeedback? Unterhaltung oder Information? Literarisches Werk oder Beschreibung und Bewertung? Oder am besten alles zusammen? – Was ist eine Theaterkritik? Was kann und was muss sie leisten?

Wir beschäftigen uns mit der historischen Entwicklung der Theaterkritik von Lessing bis heute und setzen uns mit aktuellen Stimmen der Feuilletonlandschaft auseinander. Außerdem werfen wir einen Blick auf die gegenwärtige Theater- und Performanceszene im Ruhrgebiet, die es kritisch zu beurteilen gilt. Schwerpunkt des Seminars ist die praktische Übung. Teilnahmebedingung ist deshalb die Bereitschaft zum Schreiben und Diskutieren eigener (Tanz- und) Theaterkritiken.

Beginn: 17. Oktober 2012

Virtueller Handapparat

Download vorübergehend über externen Server (Rapid Share):

Passwortgeschützt.
Zu erfragen bei Dozent_in, Geschäftszimmer oder dem Webadministrator.

Ödipus auf Kolonos

Seminar: 051 617 Hinnenberg
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
M.A.-Modul: Szenische Forschung (Geschichte und Dramaturgie Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Blockveranstaltung

Am Anfang/auf der Schwelle des dramatischen Textes begegnen wir Ödipus nach langer Wanderschaft und Flucht als blindem Greis, geführt von seiner Tochter/Schwester Antigone, an der Grenze des zu Athen gehörigen Demos Kolonos. Im Gegensatz zur Stadt, die in der Ferne klar an ihren Umrissen zu erkennen ist, scheint die Gegend, in der sich Antigone und Ödipus aufhalten, kaum zu verorten. Es ist ein Zwischenraum zwischen den politischen Räumen Theben und Kolonos, eine Grenze zwischen profanem und heiligem Raum und ein Übergangsort: Ödipus ist nach Kolonos gekommen, um dort zu sterben und seinen Tod vorab der Stadt, die ihn gastfreundlich aufnimmt, zum Geschenk zu machen und sie künftig vor allem Unheil zu bewahren. Damit die Gabe ihre volle Kraft entfalten kann, muss die Begräbnisstätte Ödipus‘ – eines Fremden, der in fremder Erde begraben liegt – ein Geheimnis bleiben. Ohne bestimmbaren topos, so schreibt Derrida. „wird eine Trauer verweigert. Oder, was auf dasselbe herauskommt, sie ist versprochen, ohne stattzuhaben / eine Stadt zu haben ohne einen bestimmbaren Ort, von nun an als unendliche Trauer versprochen, eine endlose Trauer als Herausforderung an jegliche Arbeit, jenseits aller möglichen Trauerarbeit. Die einzig mögliche Trauer ist die unmögliche Trauer.“

Im Seminar werden wir unter anderem der radikalen Fremdheit und Atopie Ödipus‘, dem Motiv der Gabe, dem Verhältnis von polis und chora und dem Entzug eines Ortes der Trauer nachgehen. Neben einer intensiven Lektüre und Auseinandersetzung mit dem dramatischen Text werden wir theoretische Positionen von Hegel, Nietzsche, Heidegger, Derrida und Samuel Weber hinzuziehen…

Vorbesprechung:
Donnerstag, 8. November 2012, 16.00 Uhr, GABF 05/608

Blocktermine:
12. / 13. Januar 2013, 10.00 – 16.00 Uhr
26. / 27. Januar 2013, 10.00 – 16.00 Uhr

TN: Expertengruppe
LN: Hausarbeit, mündliche Prüfung, szenischer Entwurf

Elektras Weg

Seminar: 051 618 Hiß
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
Ergänzungsbereich
2 st. Do 16–18 GB 02/60

Dieses Seminar widmet sich jener besonderen „Arbeit am Mythos“ (Hans Blumenberg), die das Theater seit seinen griechischen Anfängen leistet. Im Mittelpunkt steht der „Elektra-Komplex“ (und die rahmende Atriden-Thematik), an deren Beispiel sich das Wechselspiel von epischer Überlieferung und dramatischer Fortspinnung exemplarisch untersuchen lässt. Elektra tritt als Rächerin des Vaters bereits in drei überlieferten Damen auf: in der „Orestie“ des Aischylos, in der „Elektra“ des Sophokles und in der „Elektra“ des Euripides. Im zwanzigsten Jahrhundert haben etwa Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss sowie Gerhard Hauptmann bedeutende dramatische oder musikdramatische Figurationen des Stoffes geliefert.

Am Beispiel Elektra lassen sich nicht nur Landmarken eines kulturellen Geschlechterdiskurses bestimmen, sondern auch, mit Blick auf mythomediale Fragestellungen, das Wechselspiel von mythischer Überlieferung und dramatischer Fortspinnung. Was unterscheidet dramatische von epischer oder auch ritueller Mythenadaptation? Gibt es einen auf die Ursprungsthematik bezogenen unzerstörbaren narrativen Kern im Sinn eines kulturellen Archetyps oder sind mythische Motive offen für jegliche Neu- und Umdeutung? Worin liegt die Faszination der griechischen Überlieferung für die Gegenwart? Wie kompensieren moderne Dichter und Theaterschaffende den Verlust eines gemeinsamen mythischen Erzählhorizontes? Welche Möglichkeiten gibt es, antike Stoffe ins Spiel zu bringen, diesseits ihrer Verfehlung durch vorschnelle „Aktualisierung“ und Einbiegung ins Gegenwärtige? Selbstverständlich werden wir diese Fragen nicht nur dramaturgisch, sondern auch aufführungsbezogen untersuchen, überwiegend mit Blick auf die Gegenwart von „Orestie“-Aufführungen (seit Peter Stein) und mit Blick auf die Aufführungsgeschichte von Richard Strauss‘ „Elektra“- Oper.

Beginn: 18. Oktober 2012

Neuere Mythentheorien

Seminar: 051 619 Hiß
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
M.A.-Modul: Examensmodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik
Szenischer Künste)
2 st. Fr 12–16 (14-tägl.) GABF 05/608

Im Zusammenhang eines Forschungsschwerpunkts zu „Theater, Mythen, Medien“ vermittelt das Seminar Mythen- und Ritualtheorien für Fortgeschrittene. Auf dem Programm stehen Studien von Jan Assmann, Ernst Cassirer, Manfred Frank, Hans Thies Lehmann, Manfred Fuhrmann, Walter F. Otto, Manfred Schneider, Hans Blumenberg u.a. Wir werden uns beschäftigen mit dem von Karlheinz Fuhrmann betreuten Sammelband: „Terror und Spiel“ (1971) und Karl Heinz Bohrers „Mythos und Moderne“ (1989). Schwerpunkte liefern das Nachdenken über künstliche Mythen (von Platon bis Roland Barthes) und neuer Ansätze einer „Ritualwissenschaft“ (Bernhard Dücker).

Beginn: 26. Oktober 2012

Ruhrtriennale-Begleitseminar

Seminar: 050 549 Hiß/Woitas
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Kuratorisches Wissen / Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste)
2 st. Blockveranstaltung

Im Seminar werden ausgewählte Produktionen der Ruhrtriennale 2012 vorgestellt und diskutiert. Da das Festival in der vorlesungsfreien Zeit stattfindet, wurde das Seminar bereits im Sommersemester 2012 organisiert (Referate sind also bereits vergeben). Es wird als Block am 3., 4. und 10. November stattfinden. Die folgenden Inszenierungen werden in Referaten behandelt.

  • Europeras 1 & 2 (Cage/Goebbels)
  • Prometheus (Orff/Ponifasio)
  • When the mountain changed its clothing (Goebbels)
  • En Atendant/Cesena (Keersmaeker)
  • Sacré Sacre du Printemps (Chétouane)
  • FOLK (Castellucci)
  • Life and Times (Nature Theatre of Oklahoma)
  • Playing Cards 1: SPADES (Lepage)

Block:

  • 3. November 2012, 10-17 Uhr, GBCF 05/709
  • 4. November 2012, 10-17 Uhr, GBCF 05/709
  • 10. November 2012, 10-17 Uhr, GBCF 05/709

Die Rolle ins Spiel bringen. Das Rollenspiel als Kunstform

Seminar: 051 622 Junicke
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie)
B.A.-Modul: Systematisches Modul Szenische Forschung
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste)
2 st. Fr 10 – 14 (14-tägl.) GB 02/160

Rollenspiele sind freie Formen des ästhetischen Ausdrucks. In Gestalt des Spiels eröffnen sich Möglichkeiten und Freiheiten für die Spielenden. Die Nähe zum Performativen macht es nicht nur zu einem spannenden Gegenstand für theater- wissenschaftliche Betrachtungen, sondern legt auch eine Überschreitung in der umgekehrten Richtung nahe: Wie kann das Rollenspiel in eine Performance übertragen werden?

Wir werden uns im Seminar nach einer theoretischen Einleitung mit über die Unterhaltung hinausreichenden Möglichkeiten des Rollenspiels auseinandersetzen. Auf dieser Grundlage sollen im weiteren Verlauf Realisierbarkeit einer Spielform diskutiert und praktisch umgesetzt werden.

Das Seminar findet alle 14 Tage 4-stündig statt.

TN: Moderation als Expertengruppe. Teilnahme am Projekt
LN: Zusätzlich Entwicklung eines eigenes Spielprojekt mit schriftlicher Reflexion. Oder eine Hausarbeit von 10-15 Seiten.
1. Sitzung: Freitag, 19. Oktober 2012, 12.00 – 14.00 Uhr

Scene and screen – Shakespeare und der Film

Seminar: 051 621 Junicke
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Medialität, Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Fr 10 – 14 (14-tägl.) GB 02/160

Shakespeare gilt als der meistverfilmte Autor der Filmgeschichte. Seit 1899 entstanden über tausend Shakespeare-Verfilmungen: etwa 400 Stummfilme, über 300 Tonverfilmungen für Kino und Fernsehen und 300 direkt inspirierte Offshoots wie „west side story“. Hinzu kommen noch unzählige nur grob an Shakespeares Stücke angelehnte Filme. In verschiedensten Kulturen wurden immer wieder Wege gefunden, ihren ganz eigenen Umgang mit Shakespeare filmisch festzuhalten.

Das Seminar folgt dieser Spur auf zwei Gleisen: zum einen soll die umfangreiche Forschungsliteratur herangezogen werden, um einen Überblick über das Phänomen zu erlangen und Überlegungen zum Verhältnis von Bühne und Leinwand anzustellen. Auf der anderen Seite sollen exemplarische Shakespeare-Verfilmungen gesichtet und besprochen werden.

Das Seminar findet alle 14 Tage 4-stündig statt.

TN: Moderation als Expertengruppe
LN: zusätzlich eine Hausarbeit von 10-15 Seiten

1. Sitzung: Freitag, 19. Oktober 2012, 10.00 – 12.00 Uhr

(Un-)Disciplined Body

Theoretisch und praktisch ausgerichtetes Seminar in Kooperation mit dem Studiengang Public Art and New Artistic Strategies der Bauhaus-Universität Weimar

Seminar: 051 623 Lindholm
M.A.-Modul Szenische Forschung: Szenisches Projekt II
M.A.-Modul Szenische Forschung (Kuratorisches Wissen und Programmgestaltung)
2 st. Mo 12–16 (14-tägl.) Studioraum AudiMax

Bei der Lehrveranstaltung (Un)Disciplined Body handelt es sich um ein theoretisch wie praktisch ausgerichtetes Seminar, das sich mit Fragen der Inszenierung von Körpern im öffentlichen und halb-öffentlichen Raum auseinandersetzt. Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit Vorstellungen und Darstellungen von Körpern, mit Konzepten ihrer Disziplinierung und Emanzipierung. Neben der gemeinsamen Lektüre relevanter theoretischer Texte (M. Mauss, M. Foucault, S. Kracauer, J. Butler, M. Merleau-Ponty o.a.) stehen die Diskussion ausgewählter künstlerischen Positionen und die praktische Erforschung körperlicher Repräsentation und Identitätskonstruktion im Vordergrund. Geplant ist ein abschließendes Ausstellungsprojekt, das zusammen mit der Bauhaus-Universität Weimar (Studiengang Public Art and New Artistic Strategies, Leitung: Danica Dakic) im Januar realisiert wird.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Studierende der Szenischen Forschung. Interessierte aus dem M.A.-Studiengang Theaterwissenschaft können sich direkt an Sven Lindholm wenden, um die Möglichkeit einer Teilnahme zu erörtern.

TN: Regelmäßige und aktive Teilnahme
LN: Kurzreferat / Diskussionsvorbereitung mit Thesenpapier + schriftliche Hausarbeit von ca. 15 Seiten oder ausgearbeitete und kontextualisierte Projektbeschreibung resp. Projektdokumentation

Beginn: 15. Oktober 2012

Übung in Zurückhaltung

Workshop von Hofmann&Lindholm im Rahmen des Festivalcampus der Ruhrtriennale 2012

Seminar: 051 624 Hofmann&Lindholm
B.A.-Modul: Systematisches Modul Szenische Forschung
B.A.-Modul: Theaterpraktisches Modul
B.A.-Modul: Grundmodul Szenische Forschung
M.A.-Modul Szenische Forschung (Kuratorisches Wissen und Programmgestaltung / Dramaturgie und
Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Blockveranstaltung

Übung in Zurückhaltung ist zugleich Titel und Programm einer Theorie und Praxis verknüpfenden Lehrveranstaltung des Regie- und Autorenduos Hofmann&Lindholm. Im Mittelpunkt stehen (künstlerische) Strategien der Reduktion, des Entzugs oder des Ausbleibens. Wie dezent lässt sich arbeiten? Wann ist was mehr als genug? Der Workshop gehört zum Angebot des Internationalen Festivalcampus der Ruhrtriennale und verbindet theoretische Seminareinheiten mit konkreten Erprobungen, Diskussionen und (kostenlosen) Besuchen ausgewählter Triennale-Vorstellungen. Übung in Zurückhaltung stellt eine Einladung an Studierende dar, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 beschränkt. Der Veranstaltungsort in Bochum wird noch bekanntgegeben.

TN: Regelmäßige und aktive Teilnahme
LN: Regelmäßige und aktive Teilnahme + ausgearbeitete und kontextualisierte Projektbeschreibung resp. Projektdokumentation

Termin: 19. – 24. August 2012

Für schwer erziehbare Konsument*innen: Zeitgenössische Subjektivität und Bilderindustrie im Zusammenhang mit Tiqquns Theorie des Junge-Mädchens

Seminar: 051 626 Stommel
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Medialität, Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Do 14 – 18 (14-tägl.) GABF 04/255

Der Gegenstand des Seminars ist der Text Grundbausteine einer Theorie des Junge-Mädchens, der vor einigen Jahren in einer Zeitschrift namens Tiqqun als kollektive Arbeit französischer Aktivist*innen erschien, und seit 2009 im Merve-Verlag auf Deutsch vorliegt. Die Figur der Jungen-Mädchen wird als konsumistisch beschrieben, sie kokettiert mit ihren Warenfetischen sowie mit ihrem ökonomischen Kalkül. Ihre Wunschökonomien sind industrialisiert: am liebsten würden sie sich selbst zu Markte tragen. Tiqqun leistet im Zusammenhang mit dieser Skizze einer zeitgenössischen Figur einen Beitrag zur Analyse zur Beschreibung und Kritik des zeitgenössischen, „Kybernetischen Kapitalismus“. Dieser drängt auf eine möglichst umfassende Kontrolle aller Selbst-Techniken, wünscht sich eine restlose Industrialisierung der Subjektivitäten und drückt sich im Ekel vor dem Alter und dem lebendigen Zufall aus. Kritik an einer solchen kapitalistischen Figur zu üben, bedeutet, die Bedingungen dieser selbst zu ändern und sich von einem aufklärerischen Gestus zu verabschieden.

Der Text entwirft die Figur des Junge-Mädchens auf einem hohen Niveau der Reflexion seiner eigenen theoretischen, politischen, ästhetischen Beschreibungsweise. Es handelt sich um eine Kompilation kleiner Versatzstücke, Aphorismen, Thesen, Zitationen aus Literatur, Hochglanzmagazinen, Boulevard und Philosophie. Ergänzt sind diese durch einige Bilder, Beispiele für Jungen-Mädchen aus Werbung, Film, Fernsehen und Digitalen Medien. Sie thematisieren die Bildwelten dieser Zeitgenöss*innen, ohne die Figur selbst wieder zu einem geschlossenen Bild werden zu lassen. Als „Trash-Theorie“ zeichnet der Text die diversen Äußerungskomponenten, Schichten und Subjektivierungen nach, die diese Figur durchqueren.

Das Seminar soll sich mit den Auftritts- und Erscheinungsformen der Jungen-Mädchen in Romanen, Film und Fernsehen, im öffentlichen Raum oder im Theater beschäftigen, diese analysieren und befragen. Am Ende des Semesters könnte es eine Präsentation von Projekten (z.B. im Rahmen von „Podest“) geben, die von den Teilnehmer*innen im Zusammenhang des Themas erarbeitet wurden.

Termine:
18. Oktober 2012
15. November 2012
29. November 2012
13. Dezember 2012
10. Januar 2013
24. Januar 2013

LN: Hausarbeit oder Projektpräsentation (4 CP)

Beginn: 18. Oktober 2012

Stadt-Klang-Erinnerung: Aktuelle Audiokunst und Stadtrauminszenierungen

Seminar/TPÜ/GSF: 051 625 Schallenberg
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie, Medialität, Integrale Theaterwissenschaft)
B.A.-Modul: Systematisches Modul Szenische Forschung
B.A.-Modul: Grundmodul Szenische Forschung
B.A.-Modul: Theaterpraktisches Modul
M.A.-Modul: Szenische Forschung (Kuratorisches Wissen / Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Do 14 – 18 (14-tägl.) GABF 04/255

In diesem Seminar sollen zwei Entwicklungen der aktuellen Performancekunst behandelt werden, die zumeist etwas abseits der großen Debatten stehen oder einseitig unter politischaktionistischen Gesichtspunkten behandelt werden: die Stadtraumaktion und die Audiokunst. So gilt das Hören, der auditive Sinn, gegenüber visuellen Ereignissen in ästhetischen Debatten oft als nachgeordnete Wahrnehmungsweise. Klänge, Atmosphären und Geräusche treten in der bewussten Wahrnehmung oft weit zurück hinter den scheinbar „klareren“ bildhaften Elementen, allenfalls nimmt man noch Musik und das gesprochene Wort zur Kenntnis. Ebenso bilden in der Auseinandersetzung mit dem (Stadt-)Raum größtenteils optische und planerische, soziogeografische Gesichtspunkte die Zentren der Debatte.

Demgegenüber sind in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Beispiele bewusster künstlerischer Nutzung von raumbezogenen Klangereignissen entstanden, neue Formen an der Schnittstelle zwischen Performance- und Aktionskunst, Theater, Installation, Literatur und Musik. Diese Werke stellen dabei gleichzeitig ganz neu die Frage nach einer ästhetischen Wahrnehmung, nach dem Zuschauer und allgemeinen Zusammenhängen von Inszenierung und „Realität“.

Das Seminar soll sich diesen neuen Formen widmen, speziell dem seit Anfang der 90er Jahre entstandenen Genre des Audiowalks als einer Form, die beide Ansätze vereint. Im Seminar sollen Vertreter dieser Kunstform und ihre Werke konkret untersucht und diskutiert werden: die kanadische Medienkünstlerin Janet Cardiff, die ihre Zuhörer, ausgestattet mit mp3-Playern auf einen Weg durch die Stadt schickt, die Gruppe Rimini Protokoll, die in mehreren Stücken politisch-ökonomische Zusammenhänge anhand von Hörrundgängen debattiert, die Gruppe LIGNA, die in ihren speziellen Radiokunstwerken den Zuhörer als zentrale Figur befragt, sowie weitere Künstler(gruppen) wie Ultra-Red, Peter Cusack und Hofmann&Lindholm.

Begleitend soll die künstlerische Arbeit anhand exemplarischer theoretischer Texte reflektiert werden.

Das Seminar richtet sich an interessierte Einsteiger aus der Theater-, Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft. Vorkenntnisse technischer oder theoretischer Art sind NICHT erforderlich. Die Texte und Hörstücke werden größtenteils als Kopien bzw. Scan-Dateien und als Audiofiles zur Verfügung gestellt.

Literatur u.a.:

  • Janet Cardiff: The walk book, König 2005
  • Shuhei Hosokawa: The Walkman Effekt, in: Popular Music Vol. 4, Cambridge 1984
  • Michel Chion: Audio-Vision. Sound on Screen (1990/1994)
  • Jean-Luc Nancy: Zum Gehör, Zürich 2010
  • R. Murray Schafer: The Tuning of the World (The soundscape), New York 1977
  • Ivan Chtcheglov, Formel für einen neuen Urbanismus (1953), in: Pierre Gallisairres, Der Beginn einer Epoche. Texte der Situationisten, Hamburg 1995

Hörstücke u.a.:

  • Orson Welles, The war of the world, CBS Radio 1938
  • Hygiene Heute (Kaegi/Ernst) – System Kirchner (2000)
  • Janet Cardiff, George Bures Miller: The Missing Voice (1999)
  • Rimini Protokoll: Call Cutta (2005), Cargo Sofia (2007)
  • Ligna, Radioballett (2002)
  • Peter Cusack: Sounds From Dangerous Places
  • Hofmann&Lindholm: Archiv der zukünftigen Ereignisse (2011)

Termine:

  • 25. Oktober 2012
  • 8. November 2012
  • 22. November 2012
  • 6. Dezember 2012
  • 20. Dezember 2012
  • 17. Januar 2013
  • 31. Januar 2013

Beginn: 25. Oktober 2012

Kurzbiografie:
André Schallenberg, geb. 1979, Künstlerischer Produktionsleiter der Ruhrtriennale. 2008 Diplom Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, 2009 bis 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Theaterforschung der Universität Hamburg mit Dissertationsthema Audiokunst/Audiowalks, daneben freier Performance- und Medienkünstler.

Veröffentlichungen u.a. „Performing Politics“ (Hg., mit Nikolaus Müller-Schöll und Mayte Zimmermann, Theater der Zeit 2012) sowie Texte zu Barocktheater und Audiokunst.

Aufführungen u.a. „Sub Rosa“, PACT Zollverein Essen/Hope&Glory Zürich/Staatstheater Kassel u.a. 2002-2007; „O‘Clock“ und „Resonance“, Szenische Konzerte mit Ensemble Modern, Festival Frankfurter Positionen/Schauspiel Frankfurt 2006; „Well-Constructed Possibilities“, Audiowalk, Residenz/Atelier PACT Zollverein Essen 2007; „Die Welt im Kopf funktioniert einfach besser“, Musiktheater, LOFFT Leipzig/Mousonturm Frankfurt 2000

Handlung als Konfiguration: Ödipus auf Kolonos und Tschechows Platonow

Seminar: 051 623 Tatari
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Do 12–16 (14-tägl.) GABF 05/608

Die dramatische Handlung wird gewöhnlich in Anlehnung an die antike Tragödie als Kollision und Versöhnung sich betätigender Individuen aufgefasst. Das Seminar möchte einer Auffassung der dramatischen Handlung nachgehen, die nicht von sich betätigenden dramatischen Individuen ausgeht. Vielmehr soll die gesamte ästhetische Form des Dramas als Handlung untersucht werden, die gesamte dramatische Konfiguration. Was aber ist Konfiguration, wenn sie nicht als Zusammenstellung oder Komposition von Individuen, sondern als die Handlung selbst gedacht wird?

Wir werden diese Frage anhand von Sophokles’ Ödipus auf Kolonos einerseits und Tschechows Platonow andererseits untersuchen. Beide Werke markieren ein Ende: der antiken Tragödie das eine, des neuen Dramas das andere. Beide fordern eine andere Sicht auf die dramatische Handlung, die tiefer als die (Nicht-)Betätigung der Charaktere greift.

Zudem werden wir gemeinsam Alvis Hermanis’ Platonow-Inszenierung am Burgtheater in Wien besuchen und die gesamte Aufführung unter dem Gesichtspunkt dieser Problematik befragen.

Beginn: 25. Oktober 2012

Virtueller Handapparat

Passwortgeschützt.
Zu erfragen bei Dozent_in, Geschäftszimmer oder dem Webadministrator.

Videokunst & Szenische Forschung

Seminar: 051 633 Voges
M.A.-Modul Szenische Forschung (Technische Kompetenzen)
2 st. Blockveranstaltung

In medialen Anordnungen ist Video immer mehr oder weniger offensichtlich in einen Kontext eingebunden. Während im Kino – und oft auch im heimischen Wohnzimmer – das Bewegtbild im Mittelpunkt steht, ist es bei Theaterstücken oder Installationen eher der Fall, dass das Video auf die Inszenierung, den Raum und den Ort Bezug nehmen muss. Doch welche Autonomien kann – und welche Verbindungen muss Video in einem solchen Rahmen haben?

Anhand eigener Videoproduktionen – vom Konzept bis zur Installation – sollen Fragen untersucht werden wie: Was kann Video? Was für Möglichkeiten ergibt der jeweilige Kontext? Was für Interaktionen können entstehen? Wie verändert der Raum die Wahrnehmung des Films? Was für technische Möglichkeiten gibt es?

Semesteraufgabe:
Die Umsetzung eines Videos in Zweier- oder Dreiergruppen für einen speziellen Kontext, Raum oder Rahmen. Präsentation ist der letzte Termin des Kurses. Technische Anforderungen werden im Kurs besprochen.

Themen:
Konzepte, Storyboards, Bildgestaltung Film, „Filmlook“, Drehplanung, Filmmontage/Schnitt, VFX, Animation, Videoformate, Videocodecs, Audiobearbeitung und Ressourcen.

Es gibt Einblicke in Programme wie Adobe Premiere, After Effects und Resolume Avenue.
Für den Kurs können Trialversionen heruntergeladen werden: http://www.adobe.com/de/downloads/

Termine werden durch Aushang und über den Newsletter bekannt gegeben.

Dozent: Der Diplom-Designer Nils Voges ist Teil des Künstlerkollektivs sputnic. Als Videokünstler arbeitete er an diversen Theatern wie Schauspiel Bochum, Schauspiel Dortmund, Staatstheater Kassel und Städtische Bühnen Münster. Der Animationsfilm „Südstadt“ und die Realinszenierung „Stadt ohne Geld“, die sputnic zusammen mit kainkollektiv am Schauspiel Dortmund veranstaltete, wurden mit Awards ausgezeichnet. Als Dozent ist er zudem an der Hochschule Niederrhein und der Akademie für Mode und Design tätig. ::: www.sputnic.tv :::

Selected Works by Oscar Wilde

Seminar: 050 644 Weidle
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
2 st. Do 14–16 GABF 04/413

In the seminar we shall be looking at selected works by Oscar Wilde (1854-1900) within the social and historical contexts of the Victorian Age (1837-1901). Wilde’s major works, such as the plays The Importance of Being Earnest and Lady Windermere’s Fan, his novel The Picture of Dorian Gray, various short stories, poems and some of his political and poetological writings/ letters, will be considered in the light of 18th-century discourses and phenomena such as aestheticism, modernism and decadence.

I recommend the following edition (or any of the later reprints) of Wilde’s works:

  • Complete Works of Oscar Wilde. With an introduction by Vyvyan Holland. London: Harper Perennial, 1996.

Students are kindly asked to have read The Picture of Dorian Gray by the first session!

Attention: There will be no sessions on the 13th and 20th of December! The material and assignments for the missed sessions will be uploaded on blackboard.

Requirements for credits:

Übung: Regular attendance; active participation; thorough preparation of the primary and secondary material; presentation; creation of bibliography for a hypothetical paper on one subject comprising 30 titles (none from the seminar bibliography).

Seminar: Regular attendance; active participation; thorough preparation of the primary and secondary material; term paper (10-15 pages) to be handed in by 1 April 2013

First session: October 18, 2012

Instrumentales Theater und Szenische Komposition

Seminar: 051 629 Woitas
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
M.A.-Modul: Examensmodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
Ergänzungsbereich
3 st. Mo 14–17 GABF 05/608

Was passiert eigentlich, wenn Musiker nicht mehr nur Musik machen, sondern zu Darstellern werden? Welche Verbindungen von Körper, Bewegung, Raum und Klang sind jenseits vertrauter Aufführungskonventionen möglich? Haben Instrumente ein Eigenleben, einen Charakter und wie kann man den zeigen? Diese und viele andere Fragen haben sich Komponisten wie Mauricio Kagel, John Cage oder Heiner Goebbels, aber auch schon Igor Strawinsky gestellt – und ebenso unterschiedliche wie überraschende Antworten gefunden. Im Seminar werden wir einige dieser Ansätze kennenlernen und diskutieren – und vielleicht auch eigene Lösungen finden.

ACHTUNG BEGRENZTE TEILMEHMERZAHL (max. 25 Pers.)

Bitte schicken Sie bis zum 15. September 2012 eine persönliche Anmeldung mit kurzer Darlegung Ihrer Interessenschwerpunkte bzw. ersten Themenvorschlägen per Email an: monika.woitas (at) t-online de.

Leistungsnachweise: Referat, kl. Hausarbeit (TN); Mündliche Prüfung, Referat mit Hausarbeit, Szenische Arbeit (LN)

Literaturhinweise:
R.J. Sacher, Musik als Theater. Tendenzen zur Grenzüberschreitung in der Musik von 1958 bis 1968, Regensburg 1985 * W. Fetterman, John Cage‘s theatre pieces – notations and performances, o.O. 1992 * H.P. Bayerdörfer (Hg.), Stimmen – Klänge – Töne. Synergien im szenischen Spiel, Tübingen 2002 * Heiner Goebbels. Komposition als Inszenierung, Berlin 2002 * S. Mauser (Hg.), Musiktheater im 20. Jh., Laaber 2002, S. 329-242 * K. Deuffert, John Cages Theater der Präsenz, BoD 2002 * Hören und Sehen – Musik audiovisuell. Wahrnehmung im Wandel. Produktion – Rezeption – Analyse – Vermittlung, hg. vom Institut für Neue Musik Darmstadt, Mainz 2005 * H.-F. Bormann, Verschwiegene Stille. John Cages performative Ästhetik, München 2005 [online über BSB] * M. Woitas, Die Bühne als Partitur. Anmerkungen zum aktuellen Musik-Theater und zur Notwendigkeit einer Musiktheaterwissenschaft, in: Corinna Herr/Monika Woitas (Hg.), Musik mit Methode, Köln/Weimar 2006, S.239-249 * M. Rebstock, Komposition zwischen Musik und Theater. Das instrumentale Theater von Mauricio Kagel zwischen 1959 und 1965, Hofheim 2007 * J. Schläder (Hg.), Das Experiment der Grenze. Ästhetische Entwürfe im Neuesten Musiktheater, Leipzig 2009 * J.H. Schröder, Cage & Cunningham Collaboration. In- und Interdependenz von Musik und Tanz, Hofheim 2011.

Beginn: 15. Oktober 2012

Composition à deux – Zum Verhältnis von Tanz und Musik

Seminar: 051 630 Woitas
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie, Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
M.A.-Modul: Examensmodul
Ergänzungsbereich
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Di 12–14 GABF 05/604

Musik und Tanz gehören zusammen – zumindest bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Erst da lösen sich Tanzreformer wie Rudolf von Laban vom „Diktat“ der Musik. Bis dahin waren vor allem Ballette mehrheitlich eine „Composition à deux“, bei der Komponist und Choreograph eng zusammenarbeiten mussten, sofern sie nicht gleich beides in Personalunion vereinten wie etwa Jean-Baptiste Lully oder Salvatore Viganò. Diese musikalisch-choreographische Komposition stellt jedoch besondere Ansprüche, denen wir am Beispiel berühmter „Autorenteams“ wie Petipa/ Tschaikowsky, Balanchine/Strawinsky oder Forsythe/Willems sowie an paradigmatischen Szenen nachspüren wollen. Fundamentale Kenntnisse in Musik und Tanzgeschichte werden vorausgesetzt.

Leistungsnachweise: Referat, kl. Hausarbeit, Moderation (TN); Mündliche Prüfung, Referat mit Hausarbeit (LN)

Literaturhinweise: P. Hodgins, Relationships between Score and Choreography in Twentieth-Century Dance. Music, Movement & Metaphor, Lewiston 1992 * O. P. Graber, Composition à deux? Reflexionen zur Genese von Ballettpartituren, Bergisch-Gladbach 1997 * St. Jordan, Moving music – dialogues with music in twentieth-century ballet, London 2000 * J.Rothkamm, Ballettmusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Dramaturgie einer Gattung, Mainz 2011

Beginn: 16. Oktober 2012

Virtueller Handapparat

Passwortgeschützt.
Zu erfragen bei Dozent_in, Geschäftszimmer oder dem Webadministrator.

Diaghilews Ballets Russes – Podium der Avantgarde?

Seminar: 051 631 Woitas
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie, Integrale Theaterwissenschaft)
Ergänzungsbereich
2 st. Di 16–18 GABF 05/608

Die 1909 von Serge Diaghilew gegründeten und bis zu seinem Tod 1929 von ihm geleiteten Ballets Russes haben Tanz, Musik und Theater des 20.Jahrhunderts wie kaum ein anderes Ensemble geprägt. Die Namensliste der Mitarbeiter liest sich wie ein „Who is who“ avantgardistischer Kunst – von Debussy, Ravel und Strawinsky über Jean Cocteau und Apollinaire bis hin zu Picasso, Matisse oder Max Ernst. Doch was war eigentlich so „neu“ an Diaghilews Konzept, was machte dieses Ensemble zu einem Motor künstlerischer Innovationen? Das Seminar wird daher nicht nur die wichtigsten Persönlichkeiten und Produktionen betrachten, sondern vor allem nach Antworten auf diese Fragen suchen. Basiswissen zum Thema wird vorausgesetzt, da zahlreiche Publikationen vorliegen und Wissenslücken leicht aufgefüllt werden können!

Leistungsnachweise: Referat, kl. Hausarbeit, Moderation (TN); Mündliche Prüfung, Referat mit Hausarbeit (LN)

Literaturhinweise (nur eine kleine Auswahl!): L. Garafola, Diaghilev’s Ballets Russes. New York 1989 * R. Shead, Ballets Russes, London 1989 * C. Jeschke u.a. (Hrsg.), Spiegelungen. Die Ballets Russes und die Künste, Berlin 1997

Beginn: 16. Oktober 2012

Grundpositionen der Literaturtheorie

Seminar: 050 535 Zelle
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Do 10–12 GB 03/46

Auch wer glaubt, er brauche keine Literaturtheorie, weil es in der Neugermanistik darauf ankomme, literarische Werke zu interpretieren, praktiziert eine (implizite und subjektive) Literaturtheorie, insofern er mindestens drei starke literaturtheoretische Voraussetzungen macht, und zwar darüber, dass er weiß, was ‚Literatur‘ ist, dass er das so eröffnete literarische Feld nach ‚Werken‘ organisiert und dass ‚Interpretation‘ die zentrale literatur- wissenschaftliche Tätigkeit ist. Literaturtheorie macht das Voraussetzungssystem literaturwissenschaftlicher Praxis bewusst, hinterfragt und systematisiert die verwendeten Begriffe und versucht, sie zusammenhängend zur Darstellung zu bringen. Das Seminar wird sich mit drei grundlegenden Herangehensweisen beschäftigen, ohne deren Kenntnis man in der aktuellen Theoriedebatte aufgeschmissen ist. Gelesen werden Vertreter der Hermeneutik (Schleiermacher, Boeckh, Gadamer, Ricoeur), des Formalismus (Šklovskij, Ejchenbaum, Tynjanov, Bachtin) und des Strukturalismus (Saussure, Lévi-Strauss, Jakobson, Barthes). Die Texte sind in einem elektronischen Blackboardreader zugänglich gemacht (einen Papierreader wird es nicht geben).

Literatur zur Vorbereitung: (a) Lesen Sie in Blackboard die im Kommentartext mit Autornamen kurzgetitelten Texte. (b) Zur Vorbereitung empfehle ich Anschaffung und Studium von: Achim Geisenhanslüke: Einführung in die Literaturtheorie. Von der Hermeneutik zur Medienwissenschaft [2003]. 5. unv. Aufl. Darmstadt 2010.

Anmeldeverfahren: Eine Anmeldung über VSPL ist nicht möglich! Die Anmeldung vollziehen Sie vielmehr durch Eintragung in eine TeilnehmerInnenliste in meinem Sekretariat bzw. bei meinen Hilfskräften in GB 3/38 (bitte beachten Sie die auf meiner Homepage annoncierten Öffnungszeiten), wodurch Sie auch Kenntnis des Blackboard-Kennworts erhalten.

Teilnahmevoraussetzung: Bereitschaft, z. T. schwere literaturtheoretische Texte ggf. mehrmals zu studieren.

Schein-bzw. CP-Anforderungen: TN bzw. 4 CP durch vor- und nachbereitendes Lektürepensum, regelmäßige Teilnahme, Protokoll (schriftlich/mündlich) bzw. Thesenpapier (schriftlich/mündlich). Der LN setzt die Leistungen für den TN voraus! Da es sich bei diesem HS-BA um eine Kernveranstaltung im Schwerpunktmodul handelt, können Masterstudierende hier nur einen TN, aber keinen LN erwerben. “Independent Studies“ werden betreut.

Teilnehmerbegrenzung: 60 Studierende

Sprechstunde: Im Semester: GB 3/37, Do 16–17; Feriensprechstunde s. Aushang an der Bürotür bzw. Info auf meiner Homepage.

Beginn: 18. Oktober 2012

Rhetorik von Platon bis de Man

Seminar: 050 549 Zelle/Schwering
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
2 st. Mi 10–12 GBCF 05/707

Seit längerem sind in den Humanwissenschaften wissenschafts- und literaturtheoretische Positionen zu beobachten, die eine Rückkehr in die Rhetorik betreiben und ein Verständnis der Literatur als Rede forcieren. Solche Rückkehren in die Rhetorik zielen darauf, gegenüber einem älteren, realistischen, d.h. auf einem korrespondenztheoretischen Wahrheitsbegriff beruhenden Wissenschaftsverständnis, nominalistische Ansätze zur Geltung zu bringen, die – angestoßen durch Kants subjektive Wendung, Nietzsches Perspektivismus, ‚linguistic turn‘ oder neokantianistischen Konstruktivismus – ästhetische und rhetorische Kriterien in der Epistemologie der Kultur-, Sozial- und Naturwissenschaften stark machen. Das gilt namentlich für die ‘Neue Rhetorik’, die die Position vertritt, dass Wissen durch Kommunikation nicht nur vermittelt, sondern durch sie allererst erzeugt wird. Rhetorik wird hier also nicht als Instrument verstanden, Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen, sondern Wahrheit mittels Rhetorik hervorzurufen. Das Verständnis solcher neorhetorischer Positionen setzt freilich Kenntnis der Rhetorik, ihrer Geschichte und ihrer gegenwärtigen Positionen voraus. Solche Kenntnisse will das Seminar durch Lektüre kanonischer rhetorischer Grundlagenwerke (z.T. in Auszügen) vermitteln: Aristoteles (Rhetorik, Ausz.) und Cicero (De Oratore, Ausz.) für die gr.-röm. Antike; Kant (KU §§ 50 ff.) für den ‚Tod der Rhetorik‘ im 18. Jahrhundert; Nietzsche (Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne, entst. 1873); Perelmann (Die Neue Rhetorik, eng., 1958, Ausz.), Barthes (Die alte Rhetorik, frz. 1970) und de Man (Semiotik und Rhetorik, engl. 1973) für die ‚Neue Rhetorik‘ der Moderne. Die genannten Texte und weitere Quellen und Forschungsbeiträge sind in einem elektronischen Blackboardreader zugänglich (einen Papierreader wird es nicht geben).

Literatur zur Vorbereitung: (a) Lesen Sie in Blackboard die im Kommentartext genannten Texte. (b) Zur Vorbereitung empfehlen wir Anschaffung und Studium von: Karl-Heinz Göttert: Einführung in die Rhetorik. Grundbegriffe – Geschichte – Rezeption [1991]. 4., überarb. Aufl. München 2009 (= utb, 1599). (c) Einen ersten Überblick bieten der auf der Homepage von Prof. Zelle unter „Lehre/downloads“ eingestellte „Bochumer Rhetorische
Trichter“: http://staff.germanistik.rub.de/zelle/files/2011/01/Bochumer-rhetorischer-Trichter.pdf sowie der Aufsatz: Carsten Zelle: Fall und Aufstieg der Rhetorik in der Moderne. In: Die 7 Freien Künste in Antike und Gegenwart. Hg. Reinhold F. Glei. Trier 2006, 237–263 http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/carsten.zelle/dateien/Zelle_Aufsatz.pdf.

Anmeldeverfahren: Eine Anmeldung über vspl ist nicht möglich! Die Anmeldung vollziehen Sie vielmehr durch Eintragung in eine TeilnehmerInnenliste im Sekretariat (Frau Grautstück) bzw. bei der Hilfskraft (Herr Zein) von Prof. Zelle in GB 3/38 (bitte beachten Sie die auf der Homepage annoncierten Öffnungszeiten), wodurch Sie auch Kenntnis des Blackboard-Kennworts erhalten.

Teilnahmevoraussetzung: BA-Abschluss und (für Studierende, die ihr B.A.-Studium im WS 2008/09 oder später aufgenommen haben) die Erfüllung der ‚Frühneuzeitobligatorik‘, d.h. der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Pro- oder Hauptseminar oder einer Übung mit thematischem Schwerpunkt vor 1750 oder der Ringvorlesung ‚Literatur der Frühen Neuzeit – Texte und kulturelle Kontexte‘.

Schein-bzw. CP-Anforderungen: TN bzw. 4 CP durch vor- und nachbereitendes Lektürepensum, regelmäßige Teilnahme, Protokoll (schriftlich/mündlich) bzw. Thesenpapier (schriftlich/ mündlich). Der LN setzt die Leistungen für den TN voraus. „Independent Studies“ werden betreut.

Teilnehmerbegrenzung: 30 Studierende

Sprechstunde: (Zelle) Im Semester: GB 3/37, Do 16–17; Feriensprechstunde s. Aushang an der Bürotür bzw. Info auf der Homepage.

Beginn: 17. Oktober 2012

Fachtutorium: Musiktheater in und als musikalische/r Performance

Seminar: 051 632 Pölzl; Betreuer: Hiß
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Mo 12–14 GABF 05/608

Dass die Oper ein „unmögliches Kunstwerk“ ist, ist spätestens seit Oscar Bies Abhandlung Die Oper von 1913 allgemein bekannt. Doch ist sie auch eine im Aussterben begriffene Kunst? Eine, die sich mutwillig ihr eigenes Grab schaufelt? Denn immer wieder wird beklagt, dass sich, im Gegensatz zum Schauspieltheater, kaum zeitgenössische Werke auf den traditionsreichen Opernbühnen finden. So diagnostiziert Ralph Hammerthaler in der diesjährigen Märzausgabe von Theater der Zeit, dass „das jeweils zeitgenössische Werk, das die Entwicklung der Gattung entscheidend geprägt hat“, heute größtenteils fehlt. Man betritt „die Oper wie ein Museum“.

Die Oper mag vielleicht am Ende sein, aber das musikalische Theater hat sich im 20. Jahrhundert immer wieder neu erfunden, sei es auf der Opernbühne, sei es im Feld von musikintegrierendem Theater oder Performance. Wie in diesem Zusammenhang Gattungstraditionen aufgebrochen, dekonstruiert, neu oder anders zusammengesetzt wurden, soll im Rahmen des Seminars anhand ausgewählter (Anti-)Werke diskutiert werden.

Ausgehend von Alban Bergs Wozzeck (1925) im Spannungsfeld zwischen freier Atonalität und traditionellen Vorgaben der Oper, soll ein Bogen über musikalisches Experimentiertheater des vergangenen Jahrhunderts geschlagen werden.

Auf dem Programm stehen John Cage, Mauricio Kagel und Karlheinz Stockhausen. Wir beschäftigen uns mit Anti-Oper und Anti-Anti-Oper (Luciano Berio) und der Klang- und Erlebniswelt des Fluxus (John Cage, Nam June Paik). Das postmoderne Musiktheater wird am Beispiel von Christoph Marthaler und Christoph Schlingensief zum Thema.

Auch wenn die Oper als kulturbürgerliche Institution zum Museum degeneriert – in den multipeln Formen eines musikalischen Theaters und einer musikalischen Performance scheint weiterzuleben, was vor vierhundert Jahren im Zeichen der Wiederbelebung des antiken Theaters begann. Das Seminar probiert den Nachweis der Vitalität des Musikalischen im Szenischen.

Beginn: 15. Oktober 2012