Norbert Otto Eke, Ulrike Haß, Irina Kaldrack: Bühne: Raumbildende Prozesse im Theater

raumbild

 

Ist im Februar 2014 im Wilhelm Fink Verlag erschienen.

Der vorliegende Band fragt nach dem Begriff der »Bühne« als Übergangszone par excellence, ihrer experimentellen Entgrenzung, Umformulierung bzw. ihres möglichen Verschwindens in der Gegenwart medialer Figurationen.

Historisch betrachtet wird die Bühne des Theaters im 18. Jahrhundert zunächst als Bild/Tableau definiert und erst in den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts als Raum entdeckt und begriffen. Zwar bilden Bild und Raum dabei ein Gegensatzpaar, die Vorstellung des Raums als Container allerdings bleibt davon unberührt. Die Bühne bleibt der Alternative von Nacheinander und Nebeneinander unterstellt und wird bis heute fast ausschließlich unter dem Aspekt der Zwei- oder Dreidimensionalität diskutiert. Demgegenüber beleuchtet der Band, welche Kategorien von Bühne zeitgenössische Theater- und Tanzperformances nahelegen.

Vorlesungsverzeichnis SoSe 2014

Studienführer

Der Studienführer des kommenden Semesters samt Vorlesungsverzeichnis sowie wichtigen Informationen zu den Studiengängen Theaterwissenschaft und Szenische Forschung steht ab sofort digital als PDF zur Verfügung.

 

 

 

Wochenplan

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schedule_sose14

Ergänzungen des Vorlesungsverzeichnisses

Szenische Forschung: Szenisches Projekt I (Bosse)

und plötzlich in diesem mühsamen nirgends, plötzlich
die unsägliche stelle, wo sich das reine zuwenig
unbegreiflich verwandelt, umspringt
in jenes leere zuviel…

rilke, die fünfte elegie aus duineser elegien

imagine! catastrophe bearbeitet einschneidende historische ereignisse von 2011 bis zur gegenwart unter der perspektive der katastrophe und konfrontiert diese mit aktuellen biografischen, politischen und gesellschaftlichen ereignissen und erschütterungen. im projekt sammeln wir ereignisse, wählen aus, verräumlichen diese und versuchen zugleich katastrophe zu begreifen als tool und methode gesellschaftlicher und künstlerischer produktion.
ist die katastrophe eine möglichkeit zum gesellschaftlichen neuanfang? oder ist die katastrophe die ständig regulierende angstfigur unserer existenz? oder aber verbirgt sich das katastrophale im monströsen unserer alltäglichen handlungen und zusammenhänge?
imagine! catastrophe attackiert das verstehen gegenwärtiger ethik, politik und geschichte, und entwickelt verschiedene zugriffe auf die chronologie von ereignissen, die bereits geschehen sind oder noch geschehen werden.
wir erarbeiten narrative gesellschaftlicher, globaler und persönlicher ereignisse, die als katastrophale ereignisse eingeordnet werden und entwickeln methoden der übertragung in theatrale und installative situationen. wir analysieren strategien medialer inszenierungen, kompositionen von bildern, fotografien, dokumenten und aussagen, sowie die konstruktion von fakten und fiktionen und entwickeln rauminszenierungen, choreografische handlungen und sprechakte.

Theaterwissenschaft: Partizipative Theaterformen (Freymeyer)

In Karin Freymeyers theoretisch und praktisch ausgerichtetem Kurs Partizipative Theaterformen sind noch 4 Plätze für Studierende der Theaterwissenschaft zu vergeben. Interssierte melden sich bitte unter mz-buero (at) rub de.

051 636
Partizipative Theaterformen Teil I und II
Freymeyer
B.A.-Modul: Grundmodul Szenische Forschung B.A.-Modul: Systematisches Modul Szenische Forschung
4 st. | Di 10-14 | MZ

Gegen herkömmliches konventionelles Literaturtheater etablierten sich seit den 60ern andere Theaterformen durch die freie Theaterszene. Aus New York kam die Theatergruppe Living Theatre nach Europa und bewegte mittels ihrer provokanten Performances die Zuschauer zu heftiger Anteilnahme. Es wurde mit der Trennung zwischen Bühnen- und Zuschauerraum gearbeitet. In den 70ern kam aus Brasilien Augusto Boal nach Deutschland und machte mit seinem Theater der Unterdrückten „den Zuschauer zum Protagonisten der dramatischen Handlung“. Das Experiment, Aktivierung bis Mitwirkung des Zuschauers während eines Theaterprozesse, fasziniert bis heute freie Theatergruppen. Welche Interaktionsmöglichkeiten zwischen Performer und Zuschauer gibt es? Welche Raumkonstellationen sind möglich? Ob und wie will man sich der Partizipation von Zuschauern stellen? Im theoretischen Teil werden Texte zu partizipativer Kunst sowie einzelne Theatergruppen und -projekte vorgestellt. Im Praxisteil werden manche der theoretisch erläuterten Methoden szenisch ausprobiert. Am Ende soll in der Gruppe oder in einem Kleinensemble eine Performance entwickelt werden, die sich am Verhältnis Performer und Zuschauer arbeitet.

Weitere Infos

  • Die Printversion des Studienführers ist nur noch im Zentralen Druckzentrum erhältlich. Weitere Infos hier.
  • Eine VSPL-Anmeldung für die Lehrveranstaltungen ist ab Mitte März möglich.

 

Guido Hiß: Theater, Mythen, Medien

Guido Hiß: Theater, Mythen, Medien

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Erschienen im November 2013 im epodium – Verlag.

Mythen erschöpfen sich nicht in Liedern vom Anfang der Welt und von den Taten der Götter und Helden. Selbst medial veranlagt, sind sie zugleich ihre eigene Botschaft, in der Lage, unser Bild von der Welt unterschwellig zu formen. Mythen bauen Welten und verbinden diejenigen, die in ihnen wohnen. An die Stelle von Freiheit setzen sie Schutz und Heimat und vor das Ich tritt das alles bestimmende Wir.Dem Szenischen vorgängig aber nicht fremd, ermöglichen sie Aufschluss über die Verstrickung des theatral Neuen ins rituell Alte. Dies gilt mit Blick auf den tragischen Anfang der griechischen Bühne, doch am Mythischen leiden noch szenische Spiele unserer Tage. Die mythische Dimension ist für das moderne Theater relevant wie die mediengeschichtliche wie für das antike.

Das Buch ist ab sofort zum Sonderpreis von 22 Euro für Studierende im Geschäftszimmer erhältlich.

AUDIOPERATIONS

Tiere die sich Maschinen hingeben, kleingehackte Verse oder Gespräche mit Schlafenden werden zum Gegenstand einer ungewöhnlichen Sammlung von Klang und Raum.

Unter dem Titel Theater – Performance – Raum – Klang führte der Musiker und Komponist Bojan Viletic die Szenischen Forscher an die vielfältige Arbeit mit Sound heran. Daraus entstand eine Ausstellung die am 12. Januar 2014 im Khaus in Herne zu sehen war.

Mit: Helene Ewert, Julian Gerhard, Martina Gimplinger, Kama Frankl, Josefine Rose Habermehl, Asli Karali, Julia Nitschke, Mina Novakova, Mira Pahlke, Ruth Schultz, Carolin Vogel, Ulrike Weidlich

Die Presse zu audioperations

Hier ein Einblick:

Dr. Marita Tatari

« Übersicht

Veröffentlichungen

Bücher

Heidegger et Rilke – Interprétation et partage de la poésie
L’Harmattan, Ouverture Philosophique, Série esthétique, Paris 2013

Theater nach der Geschichtsteleologie – Gespräche mit Laurent Chétouane, Ulrike Haß, Erich Hörl, Nikolaus Müller-Schöll, Jean-Luc Nancy, Joseph Vogl
Diaphanes, Berlin/Zürich, erscheint im April 2014

Aufsätze

Hier Außensein. Tanz bei Laurent Chétouane
Hrsg. v. Nikolaus Müller-Schöll, (in Vorbereitung)

Rhythmus und Handlung in Ödipus auf Kolonos
In: Rhythmus der Vorstellungen, Hrsg. v. Jörn Etzold, Fink Verlag, München (in Vorbereitung)

Doppeltes Echo auf Laurent Chetouanes Erdbeben in Chili
(Gemeinsam mit Ulrike Haß.) In: Die Praxis der/des Echo. Vom Widerhall in den Künsten, dem Theater und der Geschichte, hrsg. von Veronika Darian, Micha Braun und Jeanne Bindernagel. Open access-Publikation zum wissenschaftlich-künstlerischen Symposium (Februar 2013), http://konferenz.uni-leipzig.de/echo2013/projekt/publikationen/beitraege/hass-tatari/.

Bühne des Dramas. Primäre Exposition und Raum ästhetischer Erfahrung
In: Bühne: Raumbildende Prozesse im Theater, Hrsg. v. N. O. Eke, U. Haß, I. Kaldrack, Fink Verlag, München (erscheint 2013)

Gespräch mit Claudia Bosse
In: Bühne: Raumbildende Prozesse im Theater, ebd.

Wirken der Wahrheit des Seins: Die Interpretation der Dichtung in Heideggers Rilke-Lektüre
In: Heidegger und die Dichtung, Heidegger Jahrbuch Band 8, Hrsg. v. Holger Zaborowski u. Alfred Denker, München, Alber-Verlag, (erscheint 2013)

Le drame révolu et le drame de la présence
In: Théâtrepublic, Paris, 2012, 26-30

Von der ontologischen Differenz zum Theater
In: Performing politics. Politische Kunst machen nach dem 20. Jahrhundert, Hrsg. v. N. Müller-Schöll, A. Schallenberg, M. Zimmermann. Theater der Zeit, Berlin 2012, 172-175

Ist Rancières ästhetische „Neuaufteilung des Sinnlichen“ politisch? Autonomieästhetik im Realitätstheater Rimini Protokolls
In: Formationen des Öffentlichen in ästhetischen und künstlerischen Praktiken, Hrsg. v. D. Kammerer. Bielefeld, Transcript Verlag, 2012, 181-195

Das Drama wieder. Eine begriffliche Untersuchung
In: Das Drama nach dem Drama, Hrsg. v. A. Pelka u. S. Tigges. Bielefeld, Transcript Verlag, 2011, 385-396

Herméneia de l’être et dialogue – Esquisse d’une herméneutique heideggérienne
In: Revue Philosophique de Louvain, vol. 108, n.1/2010, 113-138

L’extime du drame
In: Revue Europe, Paris, Mai 2010, 105-113

Die Doppelbindung ästhetischer Erfahrung als dran
In: Internationales Jahrbuch für Hermeneutik, Tübingen, 2009, 267-288

Draaman ekstiimi
In: Susanna Lindberg, Ari Hirvonen (eds): Mikä mimesis? Philippe Lacoue-Labarthen filosofinen teatteri. Tutkijaliitto, Helsinki, 2009, 120-131

Sebastian Kirsch: Das Reale der Perspektive. Der Barock, die Lacan’sche Psychoanalyse und das ‚Untote‘ in der Kultur

Sebastian Kirsch: Das Reale der Perspektive. Der Barock, die Lacan’sche Psychoanalyse und das ‘Untote’ in der Kultur

kirschrealeperspektive


Erschienen im Juli 2013 im Theater der Zeit – Verlag und für 25 Euro im Buchhandel erhältlich.

Dieses Buch zeichnet ein beeindruckendes kulturtheoretisches Panorama, das sich zwischen Lohenstein und Lacan, Dürer und Deleuze, Shakespeare und Benjamin, Galilei und Cronenberg erstreckt.

Seit ihrer (Wieder-)Entdeckung in der Frühen Neuzeit gibt es ein wiederkehrendes Urteil über die Zentralperspektive: Sie ist ein Herrschaftsinstrument zur Unterwerfung der Umwelt von einem einzigen Punkt aus; sie ist ein Wahrnehmungsmodell, das sich rein auf das berechenbare Außenbild der Dinge beschränkt; und sie hängt systematisch mit dem cartesianischen Subjektentwurf zusammen, der die narzisstische Selbstermächtigung des europäischen Menschen mit all ihren verheerenden Folgen einleitete. Letztlich wird seit Leonardo da Vinci, der Ende des 15. Jahrhunderts die „Einäugigkeit” perspektivischer Gerätschaften beklagte, an der Überwindung des zentralperspektivischen Paradigmas gearbeitet – auch und gerade auf dem Theater, dessen Guckkastengeschichte ohne die Mittel der Perspektive nicht denkbar gewesen wäre. Im „polyperspektivischen” 21. Jahrhundert erscheint die Zentralperspektive vollends als eine Angelegenheit der Vergangenheit.
 
In einem großangelegten, psychoanalytisch inspirierten Versuch fragt Sebastian Kirsch hingegen nach dem, was an dieser Verabschiedung nicht stimmt: Warum werden Versuche, ein Jenseits von Perspektive und Subjekt zu behaupten, regelmäßig von dem eingeholt, was sie hinter sich lassen wollen? Was arbeitet in der Matrix der Perspektive als ein traumatischer Kern oder als ein „Reales” (Lacan), sodass sie offenbar immer wieder aufs Neue verabschiedet werden muss? Inwiefern tragen sich gegenwärtige politische und ästhetische Entwicklungen nach wie vor in sie ein? „Das Reale der Perspektive” zeichnet ein beeindruckendes kulturtheoretisches Panorama, das sich zwischen Lohenstein und Lacan, Dürer und Deleuze, Shakespeare und Benjamin, Galilei und Cronenberg erstreckt und die barocke Schwellenzeit um 1600 mit dem Übergang vom 20. zum 21. Jahrhunderts überblendet.

 

Ulrike Haß: Mark Lammert Bühnen Räume Spaces

Ulrike Haß: Mark Lammert – Bühnen Räume Spaces

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Erscheint im November 2013 im Theater der Zeit – Verlag.

Mark Lammert ist bildender Künstler. Seine erste Arbeit für das Theater ist der Raum für Heiner Müllers Inszenierung Duell Traktor Fatzer 1993 am Berliner Ensemble. Aus dieser Zeit datieren die Grundzüge eines szenischen Denkens, das Mark Lammert in reduzierten, abstrakten und gleichzeitig konkreten Bühnenräumen und Kostümen jenseits jeglicher Dekoration realisiert. Seine Räume bilden niemals nur ein ästhetisches Additiv zur Inszenierung. Sie gestalten keine ‘Umgebung’ und streben keine Komplementarität an. Sie wollen sich nicht ‘passend’ machen, beharren aber auch nicht auf einer bedeutungsvoll aufgeladenen Autonomie. Sie treten nicht dezent in den Hintergrund, sondern sie exponieren sich. Sie spielen mit: Bewegliche Objekte, Licht und Farben, die sich in ständiger, fast unmerklicher Bewegung befinden und permanent wechselnde Relationen herstellen, ändern, zulassen. Lammerts Arbeiten für Heiner Müller, Jean Jourdheuil, Dimiter Gottscheff, Volker Schlöndorff u. a. werden in einer Dramaturgie von Bildern und Texten dokumentiert, die diesen Bühnenräumen gerecht zu werden sucht. Durchgehend farbig illustriert.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung und der Kunststiftung NRW

Neuerscheinungen am Institut

Auf folgende, kürzlich von am Institut Lehrenden und Forschenden publizierte Neuerscheinungen ist hinzuweisen:

raumbild Norbert Otto Eke, Ulrike Haß, Irina Kaldrack: Bühne: Raumbildende Prozesse im Theater
Erschienen im Februar 2014 im Wilhelm Fink Verlag. Das Buch ist ab sofort zum Sonderpreis von 20 Euro für Studierende im Geschäftszimmer erhältlich. Weitere Infos hier und beim Verlag.
haßspaces Ulrike Haß: Mark Lammert: Bühnen Räume Spaces
Erscheint im November 2013 im Theater der Zeit – Verlag. Das Buch ist in Kürze im Geschäftszimmer erhältlich. Weitere Infos hier und beim Verlag.
hißtmm Guido Hiß: Theater, Mythen, Medien
Erschienen im November 2013 im epodium – Verlag. Das Buch ist ab sofort zum Sonderpreis von 22 Euro für Studierende im Geschäftszimmer erhältlich. Weitere Infos hier und beim Verlag.
kirschrealeperspektive Sebastian Kirsch: Das Reale der Perspektive. Der Barock, die Lacan’sche Psychoanalyse und das ‚Untote‘ in der Kultur
Erschienen im Juli 2013 im Theater der Zeit – Verlag. Das Buch ist für 25 Euro im Buchhandel und beim Verlag erhältlich. Weitere Infos hier und beim Verlag.

4.48v0.1

Szenisches Projekt II ::: Anna-Lena Klapdor

4.48v0.1
nach Sarah Kanes 4.48 Psychosis (1999)

Holy water / Cannot help you now / A thousand armies / Couldn’t keep me out / I don’t want your money / I don’t want your crown / See I’ve come to burn / Your kingdom down / Holy water / Cannot help you now / See I’ve come to burn / Your kingdom down / And no rivers and no lakes / Can put the fire out / I’m gonna raise the stakes / I’m gonna smoke you out // Seven devils all around me / Seven devils in my house / See they were there when I woke up this morning / And I’ll be dead before the day is done / Seven devils all around you / Seven devils in your house…
Seven Devils, Florence and the Machine, Ceremonials (2011)

mit: Sebastian Boes, Dana Divis, Livia Kleinwächter, Svenja Marzinowski, Sebastian Radermacher, Sina-Marie Schneller, Laura Strack, Manuel Zauner
Kostüm: Emese Bodolay

Konzept und Regie: Anna-Lena Klapdor mit Anna Kpok

Mentor: Alexander Kerlin

Dank an: Henning Gebhard, Lisa Kerlin, Anja Plonka, sektundbrezel.de, Mary Shnayien

Audiotopias - Performing Music

 

Audiotopias – Performing Music brachte am FFT Düsseldorf Künstler aus Deutschland, den Niederlanden, Kanada und der Schweiz unter musikalischen Vorzeichen am FFT zusammen: Gemeinsam wurden die eigenen Hörgewohnheiten und Formen des Musikkonsums refelektirt. Gefragt wurde nach den Möglichkeiten einer musikalischen Praxis, die sich zumindest zeitweise der Kommerzialisierung entzieht – jenseits von Urheberrechtsdebatten, Umsatz- und Downloadzahlen: Eine Praxis, die den utopischen Charakter von Musik erfahrbar machen kann.

Am 22. November 2012 startete diese internationale Koproduktionsreihe mit der Premiere von „Killing the Monsters – Ein armes Musical über das echte Leben“. Zum Auftakt stellten die Studierende des Masterstudiengangs Szenische Forschung der Ruhr-Universität Bochum ein Rahmenprogramm zusammen: Junge Künstler aus der Region zeigten – teils zum ersten Mal – ihre Arbeiten zur gemeinschaftlichen Klang- und Musikproduktion. Das Publikum selbst steht dabei mitunter als Klangproduzent im Fokus.

Von: Josefine Rose Habermehl, Christiane Holtschulte, Andrea Kurz-Richards, Almut Pape, Jascha Sommer, Ulrike Weidlich

Nichts

Szenisches Projekt II ::: Kama Frankl

nichtskamaseite1 ::: Bericht der WAZ vom 1.5.2013 :::
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Robin Junicke

Kontakt

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

GB 3/53

Tel: 0234-32-25106
Fax: 0234-32-14714
robin.junicke (at) rub de

Sprechstunde

nach Vereinbarung per E-Mail.

Links

Veröffentlichungen

Webauftritt

www.theater-dokumentation.de

(M.A.) Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Robin Junicke, geboren 1980 in Bochum. Zivildienst, dann Studium der Theater-, Musik-und Medienwissenschaft in Bochum. Studienabschluss im Jahr 2009 mit dem Master of Arts in Theater- und Medienwissenschaft. Robin Junicke promoviert in der Theaterwissenschaft zu Aspekten von Performativität und Mythos im Rollenspiel.

Neben seiner akademischen Tätigkeit arbeitet Robin Junicke als Fotograf und Kameramann für diverse Theater, insbesondere des Ruhrgebiets.

Er betreut die Bildredaktion von Schauplatz Ruhr seit der Gründung des Magazins 2007.

Elisabeth Pölzl

(M.A.) Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/134
Telefon: 0234/32-22102
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: e.poelzl (at) gmx de

Sprechstunde
in den Semesterferien:
18.03.2015 11:00 – 13:00
sowie nach Vereinbarung per E-Mail

Dr. des. Judith Schäfer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/34
Telefon: 0234/32-21778
Fax: 0234/32-14714E-Mail:

judith.schaefer (at) rub de

Sprechstunde

in den Semesterferien:
Mi, 25.2 13:30 – 17:00 (bitte in aushängender Liste eintragen)
Mi, 04.03, nach Vereinbarung per E-Mail
Di, 10.03, nach Vereinbarung per E-Mail
Di, 17.03, nach Vereinbarung per E-Mail
Mo, 23.03, nach Vereinbarung per E-Mail
Keine Sprechstunde zwischen dem 30.03 und 10.04
Ab dem 13.04 findet die Sprechstunde wieder regelmäßig montags von 11:30 bis 12:30 und nach Vereinbarung per Mail statt.

Videokunst & Szenische Forschung

Technische Kompetenzen

Während im Kino – und oft auch im heimischen Wohnzimmer – das Bewegtebild im Mittelpunkt steht, ist es bei Theaterstücken oder Installationen eher der Fall, dass das Video auf die Inszenierung, den Raum und den Ort Bezug nehmen muss. Doch welche Autonomien kann – und welche Verbindungen muss Video in einem solchen Rahmen haben?

Im Wintersemester 2012/2013 wurden die Szenischen Forscher dank Nils Vogues von Sputnick an das Medium Video herangeführt. Anhand eigener Videoproduktionen – vom Konzept bis zur Installation – wurden Fragen untersucht werden wie: Was kann Video? Was für Möglichkeiten ergibt der jeweilige Kontext? Was für Interaktionen können entstehen? Wie verändert der Raum die Wahrnehmung des Films? Was für technische Möglichkeiten gibt es?

Aus dieser Beschäftigung mit dem Medium Film sind fünf Kurzfilme Entstanden:

x mal ich von Jascha Sommer;
Redebedarf von Ulrike Weidlich;
Popping instructions von Anna-Lena Klapdor,
Pourtraire von Kama Frankel und Martina Gimplinger,
Lüge von Emese Bodolay, Josephine Rose Habermehl und Almut Pape.

Dozent: Nils Voges

stattmenschen

Szenisches Projekt II ::: Almut Pape

stattmenschen versucht einen Austausch zwischen den unbewegten Bewohnern des urbanen Raumes und ihrer menschlichen Mitbewohner. Dem Verdacht nachgehend, dass die menschliche Selbstreferenzialität nicht mehr als Maß aller Dinge gelten kann, nähert sich dieser auditive Spaziergang der urbanen Umgebung auf animistische Weise. Er gibt den Dingen und Orten ein hörbares Potential, um daraus etwas zu konstruieren, das “Subjektivität” oder “Persönlichkeit” genannt werden könnte. Das Smartphone, selbst Ding und Ware, wird zum Übersetzer oder Schamane und verschafft dem Zuhörer Zugang zu anderen Schichten von Wirklichem, die das Menschliche umhüllen und beinhalten: eine auditive Entdeckung der Schichtung von Selbst-Konstruktionen.

stattmenschen bedient sich der Möglichkeiten von radio aporee und ist zu finden auf:
http://aporee.org/mfm/

Von: Almut Pape, Raphaela Willwerth (M.A. Medienwissenschaft RUB), Julia Zöllner (M.A. Medienwissenschaft RUB)

Mentor: Erich Hörl

Dank an Udo Noll. Begründer der radio aporee

:::Bericht der Ruhr-Nachrichten:::

:::Bericht Lokalkompass:::

Schauplatz Ruhr 2013 - Geschichte im Spiel

Die neuste Ausgabe von Schauplatz Ruhr, dem Jahrbuch des Bochumer Instituts für Theaterwissenschaft, ist beim Verlag Theater der Zeit erschienen und im Buch- und Zeitschriftenhandel, dem Institut sowie beim Verlag erhältlich.

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Jahrbuch zum Theater im Ruhrgebiet

Nirgends in Europa gibt es eine ähnlich dichte Theaterlandschaft wie im Ruhrgebiet. Das Jahrbuch Schauplatz Ruhr begleitet in Analysen, Essays, Porträts und Gesprächen die Theater der Region, stellt die Macher vor und zeigt Entwicklungen und Leitlinien.

Der thematische Schwerpunkt von Schauplatz Ruhr 2013 widmet sich der Inszenierung von Geschichte. Als Medium des kulturellen Gedächtnisses ist Theater dabei besonders angesprochen, nicht nur auf der Ebene von Klassikerinszenierungen. Im Zusammenhang eines erweiterten Begriffs von Geschichte werden auch kulturelle Aktivitäten, die das Gedächtnis der Region in anderen Medien vermitteln, vorgestellt. Dabei ist die kulturpolitische Frage leitend, welches Bild das Ruhrgebiet von sich vermitteln möchte, insbesondere in seinen kulturellen Großprojekten und historischen Museen.

Maßgeblicher Teil der regionalen Inszenierung von Geschichte ist die Ruhrtriennale, die 2012 ihr zehnjähriges Jubiläum feierte. In einem zweiten Schwerpunkt wird Schauplatz Ruhr über das erste Jahr der Intendanz von Heiner Goebbels berichten und sich in Gesprächen, Kritiken und Analysen mit dem Programm und Konzept seiner Intendanz auseinandersetzen.

Ein dritter Teil, das Tableau, versammelt Berichte über den Schauplatz Ruhr, vom Stadttheater bis zum Festival, von der Performance bis zum kulturellen ‘Event’, von der Oper bis zum Figurentheater.

Schauplatz Ruhr 2013
Jahrbuch zum Theater im RuhrgebietHerausgegeben von Meike Hinnenberg, Guido Hiß, Robin JunickeVerlag Theater der Zeit
Broschur mit 112 Seiten
Format: 210 x 280 mm
ISBN 978-3-943881-27-1€ 10,00 ::: jetzt vorbestellen!
2013 | Geschichte im Spiel

  • Jörn Rüsen: Geschichtsbewusstsein und Erinnerung
  • Interviews mit Annette Dabs, Hans-Peter Litscher und Wolfram Lotz
  • Ruhrtriennale IV
  • Herausragende Inszenierungen der Region

Vorlesungsverzeichnis WiSe 2013/14

Studienführer

Der aktualisierte Studienführer samt Vorlesungsverzeichnis sowie wichtigen Informationen zu den Studiengängen Theaterwissenschaft und Szenische Forschung steht ab sofort digital als PDF zur Verfügung.

 

 

Wochenübersicht

(Zum Vergrößern Abbildung anwählen)
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Weitere Infos

  • Ab diesem Semester ist die Printversion des Studienführers nur noch im Zentralen Druckzentrum erhältlich. Weitere Infos hier.
  • Eine VSPL-Anmeldung für die Lehrveranstaltungen ist seit Anfang September und noch bis Ende diesen Jahres möglich.


 

We did not fully understand the complexity of the situation we where dealing with

Szenisches Projekt I des 1. Jahrgangs der Szenischen Forschung

 

Bilder: Robin Junicke

5. Juli, FFT Juta Düsseldorf

Hans-Werner Krösinger hat sich in den letzten Jahren in mehreren Theaterarbeiten mit ethnischen Konflikten und Völkermorden sowie der Frage ihrer Darstellung auseinandergesetzt: Mit dem Völkermord an den Armeniern, den Bürgerkrieg im Libanon und den Völkermord in Ruanda. Im Sommersemester 2012 haben sich nun neun Studierende unter der Leitung Krösingers mit dem Genozid in Ruanda 1994 beschäftigt und durch einen Papierberg gegraben. Unter Benutzung von Biographien, Wissenschaftliche Abhandlungen, Interviews, Romanen, Reiseführern und UN-Berichten gestalteten sie eine szenische Kollage in den Räumlichkeiten des FFT Düsseldorf. Der titelgebenden Aussage Kofi Annans We did not fully understand the complexity of the situation we where dealing with folgend, wurde einerseits die Unmöglichkeit des genauen Nachvollzugs der Ereignisse thematisiert, andererseits der Versuch unternommen, Ursachenforschung zu betreiben ohne die vielen Widersprüche zu ignorieren. Als Schauplatz diente das FFT Juta: Die Eingangshalle, das Treppenhaus, das Foyer und die Bühnen. Das hinzugezogene Material wurde an jedem Ort anders zum Sprechen gebracht – Vermittels Reden, Chören, Fragebögen, Bild- und Filmmaterial. Die Zuschauer wurden vermessen, aufgeteilt, durch Bohnen geleitet, zusammengepfercht und schließlich aufgefordert sich selbst einen Weg durch das Material zu suchen.

Mit: Emese Bodolay, Kama Frankl, Martina Gimplinger, Josefine Rose Habermehl, Anna-Lena Klapdor, Almut Pape, Andrea Richarz, Jascha Sommer, Ulrike Weidlich

Gastprofessor: Hans-Werner Krösinger

Fremde Wesen

Szenisches Projekt I des 2. Jahrgangs der Szenischen Forschung

Weiterlesen Fremde Wesen

Fleetstreet Residency Program

fleetstreet
Das Fleetstreet Theater Hamburg legt gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Rudolf Augstein Stiftung seit dem 01.01.2011 ein Residenzprogramm für Künstlergruppen auf, die möglichst spartenübergreifend mit Mitteln der performativen Künste, der Bildenden Kunst, des Films und/oder der Musik arbeiten.

Durch das Fleetstreet Residency Program sollten junge Gruppen gefördert werden, die mit überschaubaren Mitteln Produktionen erarbeiten, die sich für kleinere Theaterräume eignen.

Den Künstlergruppen werden für die Dauer von einem  Monat bis sechs Monaten das Fleetstreet Theater in Hamburg zur Verfügung gestellt. Soweit die Künstlergruppe nicht in Hamburg ansässig ist wird außerdemein Wohnatelier (3 Zimmer, Küche, Bad) bereitgestellt und eine Aufwandsentschädigung von insgesamt 1.000 €pro Monat gezahlt. Für alle  Gruppen besteht zusätzlichdie Möglichkeit, bei der HamburgischenKulturstiftung und der Rudolf Augstein Stiftung Zuschüssebis zu jeweils 3.000 € für die Kosten der Durchführung und Präsentation der Projekte zu beantragen. Dies sollte bereits in der Bewerbung um die Residenz erfolgen und entsprechend im Finanzierungsplan kenntlich gemacht werden.

Einzelheiten über die zur Verfügung gestellten Räume und deren Ausstattung sind im Internet dargestellt unter www.fleetstreet-hamburg.de.

Ziel des Fleetstreet Residency Program ist es, Künstlergruppen in den Räumen des Fleetstreet Theaters Gelegenheit zu geben, eigenständig ein bzw. mehrere Projekt/e zu erarbeiten und das/die Projekt/e bzw den Arbeitsprozess im Fleetstreet Theater der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Über die Vergabe der Residenzenentscheidet eine Jury, die derzeit aus folgenden Personen besteht:

  1. 1. Anna Augstein, Vorstandsvorsitzende der Rudolf Augstein Stiftung
  2. 2. Elise von Bernstorff, Theaterwissenschaftlerin, freie Dramaturgin
  3. 3. Johanna Hülbusch, stellvertr. Geschäftsführungder Hamburgischen Kulturstif-tung
  4. 4. Marie-Luise Tolle, Senatsdirektorin Kulturbehörde Hamburg
  5. 5. Andràs Siebold, Chefdramaturg Kampnagel
  6. 6. Hans Jochen Waitz, Vorstand Fleetstreet e.V.

Interessierte Künstlergruppen und Einzelkünstler_innen können Bewerbungen einreichen, die Folgendes beinhalten sollen:

  • Fact sheet (Name/Namen der Beteiligten; Kontaktdaten des/der Ansprechpartner_in:  Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Website; Projekttitel; gewünschter Residenz-Zeitraum, d.h. Länge und Zeitpunkt; Gesamtkosten des Vorhabens und Finanzierungslücke zum Zeitpunkt der Bewerbung)
  • Einseitige Zusammenfassung des oder der Projekt-Vorhaben
  • Beschreibung der Projektvorschläge mit möglichst aussagefähiger Visualisierung in Form von Skizzen, Fotos, Plänen einschließlich Vorstellungen zur Vermittlung etc.
  • Finanzplan für die Projekte (auf der Homepage gibt es eine Vorlage zum Download)
  • Selbstdarstellung der Mitglieder der Künstlergruppe
  • Dokumentationen realisierter Projekte (z.B. DVD)
  • Bewerbungsunterlagen in deutscher oder englischer Sprache

Das Gesamtbudget des Projektes sollte in der Regel 15.000 € nicht überschreiten.

Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden. Die Jury tagt in der Regel 3x jährlich.

Bewerbungen und Rückfragen sind zu richten an:

Fleetstreet Theater
Admiralitätstraße 76
20459 Hamburg
info (at) fleetstreet-hamburg de

Sebastian Bös

B.A. Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/53
Telefon: 0234/32-25046
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: sebastian.boes (at) rub de

Betreuung der Videothek & IT – Verantwortlicher.

Anna-Lena Klapdor

(B.A.) Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/132
Telefon: 0234/32-26701
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: anna-lena.klapdor (at) rub de

Hilfskraft von Prof.Dr. Ulrike Haß

Jasmin Maghames

B.A. Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 5/158

Telefon: 0234/32-25183
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: jasmin.maghames (at) rub de

Hilfskraft von Prof. Dr.  Guido Hiß, HK Bibliothek (Theaterwissenschaft).

Philipp Hohmann

Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/139
Telefon: 0234/32-27822
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: sekretariat-theaterwissenschaft (at) rub de

Hilfskraft im Geschäftszimmer (Allg. Studienberatung, VSPL-Verarbeitung, Verarbeitung von Scheinen und Modulnachweisen).

Julia Nitschke

(B.A.) Wissenschaftliche Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/33
Telefon: 0234/32-23025
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: julia.nitschke (at) gmx net

Betreuung des Masterstudiengangs Szenische Forschung.

Sprechstunde nach Vereinbarung per EMail.

Sina-Marie Schneller

Studentische Hilfskraft

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/139
Telefon: 0234/32-27822
Fax: 0234/32-14714

E-Mail: sekretariat-theaterwissenschaft (at) rub de

Hilfskraft im Geschäftszimmer (Studienberatung, VSPL-Verarbeitung, Verarbeitung von Scheinen und Modulnachweisen)

Mattias Engling

Studentische Hilfskraft 

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

Raum: GB 3/140
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Vorlesungsverzeichnis SoSe 2013

Studienführer

Der Studienführer samt Vorlesungsverzeichnis sowie wichtigen Informationen zu den Studiengängen Theaterwissenschaft und Szenische Forschung ist im Geschäftszimmer erhältlich und steht hier digital als PDF zur Verfügung.

Wochenübersicht

wochenplan

Blockseminare

BlockseminareSoSe13

Dr. habil. Monika Woitas

Kontakt

Institut für Theaterwissenschaft
Universitätsstraße 150
44801 Bochum

GB 3/134

Tel: 0234-32-25106
Fax: 0234-32-14714
Monika.Woitas (at) t-online de

Sprechstunde

Nach Vereinbarung per E-Mail.

Erasmus-Beauftragte des Instituts

Links

Veröffentlichungen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Monika Woitas, Jahrgang 1961, betreut seit 2005 den Studienschwerpunkt Musik- und Tanztheater am Institut für Theaterwissenschaft. Ihr Studium der Musikwissenschaft, Kommunikationswissenschaften/Publizistik und Philosophie schloss sie in Salzburg 1988 mit einer Promotion über Leonide Massine ab (Leonide Massine – Choreograph zwischen Tradition und Avantgarde, Niemeyer: Tübingen 1996/Reprint de Gruyter: Berlin 2012). In der Folge war sie an den musik- und theaterwissenschaftlichen Instituten der Universitäten Salzburg, München und Bochum sowie als Gastdozentin in Leipzig und Köln tätig; ihre Habilitation erfolgte an der LMU München 1995 (Im Zeichen des Tanzes. Zum ästhetischen Diskurs der darstellenden Künste zwischen 1760 und 1830, Centaurus: Herbolzheim 2004).

Von 2005 bis 2008 arbeitete sie an einem vom Rektorat der RUB geförderten Forschungsprojekt „Innere und äußere Motorik – Zu Igor Strawinskys Bühnenwerken“, in dem neurowissenschaftliche Ansätze und Theorien des Urbanen für die musikalisch-choreographische Analyse fruchtbar gemacht wurden (Strawinskys „Motor Drive“, hrsg. mit Annette Hartmann, epodium: München 2010). 2011 bis 2014 folgten Konzeption und Herausgabe (erneut mit A. Hartmann) eines Tanzlexikons, an dem 87 internationale Autorinnen und Autoren unterschiedlichster Fachdisziplinen mitgewirkt haben, darunter auch fortgeschrittene Studierende der RUB, die durch ein begleitendes Seminar in dieses Großprojekt eingebunden wurden (Das große Tanzlexikon, Laaber: Laaber 2015). Bereits in den Jahren zuvor wurden zahlreiche kleinere Projektseminare in Kooperation mit externen Partnern durchgeführt, darunter tanzplan essen 2010, Bochumer Symphoniker, Ruhrtriennale, Gesellschaft für Tanzforschung GTF.
Monika Woitas war zudem Mitarbeiterin der Gluck-Gesamtausgabe und Fachbeirätin der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG). Für das Ensemble Musica et Saltatoria Salzburg rekonstruierte sie zahlreiche Tänze des 16. bis 18. Jahrhunderts und wirkte als Sängerin und Tänzerin über zehn Jahre im Ensemble mit.

Zusatzqualifikationen in Bewegungsanalytischer Tanzpädagogik am Ausbildungszentrum für Tanztherapie München, Stimmbildung und Gesang (Salzburg und München) sowie Querflöte (Köln, Salzburg); langjährige Konzerttätigkeit als Flötistin und Sängerin.

Forschungsschwerpunkte

  • Darstellungskonzepte des Musik- und Tanztheater
  • Musik und Tanz
  • Ballets Russesk
  • Igor Strawinsky

Podest No. 8 am 23. Juli

8. Ausgabe des TW-Rundgangs im FKT & Theater der Gezeiten

::: Dienstag, 23. Juli 2013 ab 13.00 Uhr :::


PODEST
erkundet neue Spielorte: Die Plattform für praktische Arbeiten der  Studierenden des Instituts für Theaterwissenschaft erprobt ihr Konzept von Präsentation und Diskussion in neuen Kontexten.

Wir laden Euch ein, die aktuellen szenischen, performativen, choreographischen, filmischen, installativen und akustischen Arbeiten sowie Ideen und Arbeitsstände zu erkunden, zu besprechen und Impulse zu geben. Die Projekte bewegen sich auf der Schwelle zwischen Theorie und Praxis, Verfertigung und Ausprobieren, Installation und Szene.

Podest #8 wird um 13 Uhr mit einem Sektempfang im Theater der Gezeiten beginnen. Dort werden zunächst die szenischen Arbeiten und Arbeitsstände vorgestellt und diskutiert. Anschließend laden die Räume des FKT dazu ein, die Installationen zu entdecken, sich auszutauschen und den Abend mit einem Glas Wein gemeinsam ausklingen zu lassen.

Buffetbeiträge erwünscht!

An gute alte Traditionen anknüpfend möchten wir alle Gäste herzlich dazu einladen, ein Beitrag zum Buffet zu leisten: Bringt ein Baguette, ein Dip, ein Nudelsalat, ein Weich- (oder Hart)käse, (grünkernige) Bulletten oder was Euch sonst noch in den Sinn kommt!

Helfer gesucht!

Menschen, die Lust haben, am 22.07. und/oder 23.07. bei Technik, Auf- und Umbau oder Sektausschank etc. zu helfen, werden freudig dazu aufgerufen, eine Mail an podest.tw (at) googlemail com zu richten. Besonders dringend werden motorisierte Menschen für Transportfahrten gesucht.

Theater der Gezeiten
Antoniusstraße 8
44793 Bochum

Lokalisieren bei GoogleMaps

FKT
Bessemer Straße 30
44793 Bochum
(Zugang über Baarestr. 33)

 

www.facebook.com/podest.bochum

Trauermeldung

Die MitarbeiterInnen und Studierenden
des Instituts für Theaterwissenschaft

trauern um

Mechthild Heede-Hollender

Am 12.1.2013 verstarb nach schwerer Krankheit unsere langjährige Mitarbeiterin Mechthild Heede-Hollender.

Mechthild Heede-Hollender hat das Institut für Theaterwissenschaft mit aufgebaut und über sechzehn Jahre als Geschäftsführende Sekretärin geprägt.

Sie hat mit ihrer Intelligenz, ihrer Empathie, ihrer Eleganz und ihrem Charisma das Institut für alle KollegInnen und auch für die Studierenden zu einer Heimat werden lassen. Sie hat die Angelegenheiten des Instituts zu ihren eigenen gemacht, weit über ihre dienstlichen Verpflichtungen hinaus.

Mit Mechthild Heede-Hollender verlieren wir einen außergewöhnlichen Menschen und eine gute Freundin, die wir nicht vergessen werden.

Sie wird uns fehlen.

Den Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl.

Die Trauerfeier findet am 1. Februar um 13 Uhr in der Trauerhalle des Kommunalfriedhofs Bochum Weitmar-Mark,
Heinrich-Königstraße 125, statt.

Disziplinierte/ Undisziplinierte Körper

Kuratorisches Projekt

Bilder: Emese Bodolay
Weiterlesen Disziplinierte/ Un- disziplinierte Körper

Szenische Forschung ::: Profil

Bis zum 15. Januar bewerben!

Jeweils zum Sommersemester nehmen seit 2012 10 Masterstudierende das Studium der Szenischen Forschung am Bochumer Institut für Theaterwissenschaft auf. Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

Profil des Studiengangs

Die Szenischen Künste wandeln sich in ihrer Ästhetik, ihren Produktionsweisen, ihrem Verhältnis zum Sozialen, Politischen und Urbanen. Gegenwärtig verändern sie sich schneller denn je. Damit entstehen nicht nur neue wissenschaftliche Fragestellungen und neue Berufsbilder im Umfeld des Theaters, sondern auch das Bedürfnis, sich mit diesen Wandlungen in einer anderen, selbst szenisch forschenden Weise auseinanderzusetzen.

Das Bochumer Institut für Theaterwissenschaft begegnet diesen neuen Entwicklungen mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung. Anders als bei den meisten kulturwissenschaftlichen Studiengängen steht hier nicht nur die Theorie im Vordergrund. Die Praxis des Theatermachens – des Inszenierens, des Produzierens, des Kuratierens und des Organisierens – wird zum Gegenstand und Medium szenischer Erforschung. Angeleitet durch Künstlerinnen und Künstler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus den Bereichen Dramaturgie, Produktion, Technik und Kunstvermittlung werden aktuelle Inszenierungsverfahren, ästhetische Strategien und Organisationsformen experimentell erprobt und in Seminaren reflektiert.

Das Studium der Szenischen Forschung nimmt an der Wandlung der Szenischen Künste beobachtend, begleitend, produzierend teil und bereitet auf Berufsfelder eines Theaters von morgen vor.

Szenische Forschung ist ein konsekutiver Ein-Fach-Studiengang mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern. Er baut primär auf den Inhalten des B.A.-Studiengangs Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität auf, ist aber prinzipiell auch für Absolventinnen und Absolventen anderer Studiengänge offen. Neben dem Hochschulabschluss (B.A. oder vergleichbarem Abschluss) und einschlägigen Theatererfahrungen setzt das Studium der Szenischen Forschung eine künstlerisch-praktische Eignung voraus. Diese wird in einer entsprechenden Auswahlprüfung festgestellt. Um den Austausch mit den Lehrenden und die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Inhalten zu intensivieren, aber auch um Anbindungen an berufsrelevante Institutionen zu ermöglichen, werden im Jahr zehn Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen. Das Studium wird wahlweise mit einer schriftlichen Arbeit oder mit einem praktischen Projekt abgeschlossen.

Kooperationen

Der Studiengang wird von freien Produktionshäusern und städtischen Theatern in der ganzen Region unterstützt. Kooperationspartner des Instituts sind unter anderem:

  • Schauspielhaus Bochum
  • Forum Freies Theater, Düsseldorf
  • PACT Zollverein, Essen
  • Ringlokschuppen, Mülheim an der Ruhr
  • Schauspiel Dortmund
  • Pumpenhaus Münster

Weitergehende Informationen

Bei Interesse am Studiengang empfehlen wir eine Beschäftigung mit der Modulübericht sowie der Studienordnung. Letztere enthält detaillierte Informationen zu Bewerbung, Zulassung, Modulstruktur, Studienleistungen, Prüfungen und zum Studienverlauf des Studiengangs.

Kontakt

Für weitere Fragen zum Studiengang sowie zum Bewerbungsverfahren wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. Sven Lindholm
sven.lindholm (at) rub de
Gebäude GB 3/33
Tel. (0)234 32-23025

Julia Nitschke B.A.
Wissenschaftliche Hilfskraft
julia.nitschke@gmx. net

Maxim Gorkij und Schriftsteller seines Kreises

Seminar: 051 628 Tsurkan
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie, Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Mi 14–16 GB 03/49

Nach dem Tod von Tolstoj galt Gorkij als bekanntester und überall in der Welt anerkanntester russischer Schriftsteller. In seinem OEuvre sind die Dramen von besonderer Bedeutung. Originell und neu gestaltet, thematisieren seine Stücke typische Probleme der Gegenwart, wie z.B. Kritik am Philistertum, Kampf gegen Terrorismus, die Bewältigung einer Kluft zwischen Intellektuellen und dem Volk. Neben den Dramen von A. Tschechow war es vor allem Gorkij, der moderne russische Stücke schuf, in denen das Unausgesprochene wichtiger und reicher ist als der direkte Text. Mit dieser neuen Art des Dramas sprach er vor allem auch einen neuen Typ von Zuschauer an, der mitdenkt und mitleidet. Gorkij modernisiert auch den Konflikt des Dramas: Die Stücke sind auf keinen dauerhaften Konflikt aufgebaut, sondern beinhalten eine ganze Reihe von lokalen Begegnungskonflikten“. Mit dieser Methode gelang es ihm, Entfernung und Entfremdung in der Gesellschaft zu thematisieren.

Dem Schriftsteller war es auch sehr wichtig, um sich einen Kreis von Gesinnungsgenossen zu vereinigen. Ungeachtet der weltanschaulichen Gegensätze standen die großen Vertreter der realistischen Stilrichtung wie L. Andrejew, I. Bunin, W. Kolorenko, W. Weressajew dem Modernismus und Symbolismus positiv gegenüber. Sie waren sich einig, dass die russische Literatur das humanistische Anliegen und den Realismus Tolstojs weiterentwickeln musste.

Den Schwerpunkt des Seminars bilden sowohl die Analyse der Dramen von Gorkij als auch das Werk der Schriftsteller aus dem Kreis Gorkijs.

Beginn: 17. Oktober 2012

Die europäische Décadence

Seminar: 050 314 Backe
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Di 16 – 18 GABF 04/411

Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ist reich an literarischen Strömungen, deren Gemeinsamkeit in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem dominanten Diskurs des Naturalismus besteht. Während sich Impressionismus und Symbolismus entschieden gegen naturalistische Ideale wenden, ist die Position der häufig unter dem Begriff Décadence zusammengefassten ästhetizistischen Erzählliteratur des Fin de Siècle sehr viel ambivalenter. Frühe Vertreter wie Huysmans sind zunächst selbst noch naturalistisch geprägt, und spätere Autoren wie Mann entwickeln aus dem Gedanken der l‘Art pour l‘Art die Ästhetik der literarischen Hochmoderne. Als kurze, sich in ganz Europa etwa zeitgleich vollziehende Epoche bietet sich die Décadence dazu an, Mechanismen sowohl der Entwicklung ästhetischer Konzepte als auch der Zuschreibung von Epochenmerkmalen zu reflektieren.

Zu Semesterbeginn sollten Sie folgende Texte bereits gelesen haben:
Huysmans, Joris Karl: A rebours (dt.: Gegen den Strich); Wilde, Oscar: The Picture of Dorian Gray (dt.: Das Bildnis des Dorian Gray)

Weitere kürzere Texte werden im Blackboard zur Verfügung gestellt.

Beginn: 16. Oktober 2012

Urbane Transformationsprozesse und künstlerische Interventionen im Stadtraum

Seminar: 051 610 Bergmann
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
B.A.-Modul: Theaterpraktisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul Szenische Forschung
B.A.-Modul: Grundmodul Szenische Forschung
M.A.-Modul: Szenische Forschung (Kuratorisches Wissen / Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Blockveranstaltung Ringlokschuppen

Die Anschauung, was als Kunst zu verstehen ist, war und ist einem stetigen Wandel unterzogen. In den letzten Jahren sind nunmehr die urbanen Künste stärker in den Fokus des Diskurses gerückt. Diese Entwicklung ist sicherlich mit einem inhaltlichen Perspektivwechsel bei den agierenden Künstlern verbunden, darüber hinaus aber auch dem demografischen Wandel unserer städtischen Gesellschaft und den damit verbundenen politischen Herausforderungen geschuldet.

Der Ringlokschuppen initiiert schon seit geraumer Zeit Stadtraumprojekte, wie die Eichbaumoper mit raumlaborberlin in 2008, Super Night Shot mit Gob Squad in 2009 oder Wessen Stadt ist die Stadt? Ein Aufstand mit der Performancegruppe LIGNA im Jahr 2011. Im Herbst des vergangenen Jahres initiierte der Ringlokschuppen ein ebenfalls auf Teilhabe und Beteiligung ausgerichtetes Stadtspiel in Realversion: SchlimmCity. All diese Projekte verstehen sich als performative Stadtraumprojekte. Die jeweiligen Positionen, Ziele und Wirkungen sind vielschichtig und sollen im Seminar partikulär differenziert werden.

Das Langzeitprojekt Eichbaum und dessen Möglichkeiten zur urbanen Transformation wird mit dem Interventionsprojekt SchlimmCity abgeglichen. Hierbei wird den jeweiligen Veränderungspotenzialen nachgegangen. Holger Bergmann, künstlerischer Leiter des Mülheimer Ringlokschuppens wird aber nicht nur vergangene Arbeiten mit den Studierenden reflektieren, sondern auch aktuelle künstlerische Positionen vorstellen und Künstlergruppen ins Seminar einladen. Geplant sind Einführungen in gegenwärtige Stadtraumarbeiten von Invisible Playground und vom raumlaborberlin. Die Performancegruppe LIGNA wird Einblick in die aktuelle Arbeit an dem europaweiten Projekt Walking in the City geben, und copy & waste, deren stadtraumspezifische Untersuchungen im Oktober 2012 in Mülheim beginnen, diskutieren die Verbindung von Stadtraum und Bühne.

Vorbesprechung:
Mittwoch, 17. Oktober 2012, 14.00 Uhr, Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr

Seminartermine:

  • 10. Nov. (14.00 Uhr)
  • 24. Nov. (14.00 Uhr)
  • 01. Dez. (14.00 Uhr)
  • 08. Dez. (Symposium ab 09.30 Uhr)
    Neue Öffentlichkeit für die schrumpfende Stadt?
    Ein Symposium zum Thema Darstellende Künste im urbanen Raum
    Eine Neuorientierung der bislang auf Handel ausgerichteten Stadtzentren, insbesondere in kleineren und mittleren Städten, wird derzeit besonders im Ruhrgebiet thematisiert. Nicht wenige Stadtkerne zerfallen zu Geisterstädten. Neben der sinkenden Kaufkraft fehlen aber vor allem Überlegungen, welchen Sinn nach der Abblösung des Handels der öffentliche Raum spielen kann. Welche Funktion hat Stadt heute? Welche neuen Perspektiven können die Darstellenden Künste in den Stadtraum einbringen?
    Eine Kooperation zwischen Urbane Künste Ruhr und dem Ringlokschuppen
  • 15. Dez. (14.00 Uhr)
  • 26. Jan. 2013 (14.00 Uhr)

Geldgeschäfte

Seminar: 050 318 Dahms
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Do 16 – 18 GABF 04/411

Spätestens seit dem beginnenden 20. Jahrhundert ist der ökonomische Diskurs fester Bestandteil der Erzählliteratur: Inflation und Weltwirtschaftkrise, die Armut der Kriegsjahre und der blühende Handel während der Wirtschaftswunderjahre, Börsenspekulationen und Finanzkrisen sind nicht nur historische Kulisse in literarischen Texten, sondern nehmen auch Einfluss auf zwischenmenschliche Beziehungen. Zentral erscheint dabei die Figur des Tausches, mit der Gewinn- oder Verlustgeschäfte getätigt werden können, auch in Liebes- und Freundschaftsangelegenheiten. Investieren, Betrügen, Pokern um Geld und/ oder Liebe, ist also die Frage, der das Seminar exemplarisch an der Literatur vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts nachgeht. ‘Lohnenswert’ erscheinen Texte z.B. von Elias Canetti, Emile Zola, Honoré Balzac, Theodor Fontane, Gottfried Keller, Fjodor Dostojewskij, Uwe Timm und Urs Widmer.

Beginn: 18. Oktober 2012

Das Politische und die Politik: Neue Politiken des Ästhetischen

Seminar: 051 611 Esch-van-Kan
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik
Szenischer Künste)
Ergänzungsbereich
2 st. Blockveranstaltung GABF 05/608

Politisches Theater ist tot. Theater ist politisch und gesellschaftlich wirkungslos. Die großen Utopien der Linken sind gescheitert. Die Komplexität unserer Zeit lässt sich nicht auf dramatische Strukturen reduzieren. Der Aufführungscharakter von Politik kompromittiert dessen Verdopplung auf der Bühne. Wie kann Theater von dieser Situation ausgehend dennoch politisch sein? Im Seminar sollen neuere Ansätze zum Politischen im Theater (Auslander, Eiermann, Lehmann, Müller-Schöll, Primavesi) vorgestellt und diskutiert werden. Die Konfrontation dieser Positionen mit der radikal-demokratischen Unterscheidung von Politik und dem Politischen soll einerseits den theaterwissenschaftlichen Ansätzen Tiefe verleihen und andererseits den Blick für die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Reflexionen schärfen. Besonders die Philosophie Jacques Rancières wird eine zentrale Rolle spielen. Parallel zur theoretischen Reflexion des Themas fließen Skripte und Videoaufzeichnungen zeitgenössischer Formen politischen Theaters in den USA und Deutschland ein. Diese werden in Bezug auf die Fragestellungen des Seminars analysiert: sie dienen als Konkretisierungen, aber auch als Korrektiv für die theoretischen Reflexionen. Das Verhältnis von Theorie und Praxis ist ein entscheidender Aspekt in Konzeptionen des Politischen im Theater. Im Seminar wird in diesem Sinne bewusst eine produktive Reibung von Theorie und Praxis angestrebt. Studierende sind auch herzlich dazu eingeladen, eigene künstlerische Projekte und Entwürfe zur Diskussion zu stellen, um in der Verbindung von Theorie und Praxis die Möglichkeiten von Widerständigkeit und Kritik zu
erforschen und weiterzudenken.

In der Vorbesprechung zum Blockseminar wird ein Termin für einen gemeinsamen Theaterbesuch bestimmt, und es wird TeilnehmerInnen die Möglichkeit gegeben, die Wahl der zu diskutierenden Stücke und Aufführungen mitzubestimmen.

Termine

  • Sonntag, 18. November 2012, 10.00 –16.00 Uhr
  • Samstag, 5. Januar 2013, 10.00 – 16.00 Uhr
  • Sonntag, 6. Januar 2013, 10.00 –16.00 Uhr
  • Sonntag, 20. Januar 2013, 10.00 –16.00 Uhr

Sprechstunden werde ich je im Anschluss an die einzelnen Sitzungen anbieten. Zudem werde ich nach Vereinbarung an weiteren Terminen nach Bochum reisen oder telefonische Beratung anbieten.

Email: Anneka.v.Kan (at) gcsc.uni-giessen de

Göttliche Untreue. Das Theater Friedrich Hölderlins

Seminar: 051 612 Etzold
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik
Szenischer Künste)
Ergänzungsbereich
2 st. Blockveranstaltung

Friedrich Hölderlin schrieb von 1799–1800 drei Fassungen seines Trauerspiels Der Tod des Empedokles. Dann brach er die Arbeit ab und übertrug Sophokles‘ Tragödien Oedipus des Tyrann und Antigonä auf eine bis dato im Wortsinne unerhörte Weise ins Deutsche. Hölderlin fand eine gestische Sprache, pointiert und knapp, synkopisch rhythmisiert; eine Sprache, deren Sprachbilder sich nicht im Verstehen auflösen lassen, sondern widerständig bleiben: “Was ist‘s, du scheinst ein rotes Wort zu färben?”

Die Übersetzungen und die dazugehörigen Anmerkungen zum Oedipus und Anmerkungen zur Antigonä waren 1804 seine letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten. Von den Zeitgenossen wurden sie als Zeichen des nun irreversiblen Wahnsinns Hölderlins abgetan. Erst seit dem 20. Jahrhundert wurden sie nicht mehr im Sinne einer Fehlerphilologie gelesen, sondern als eigenständige Arbeiten am Text und am Theater ernst genommen.

Das Seminar möchte die Aktualität von Hölderlins Auseinandersetzung mit der Tragödie freilegen: Welches Verhältnis von Sprache und Körpern stellt Hölderlin für die griechische und welches für die moderne Tragödie fest? Welche Rolle spielt der Chor? Wie bestimmt Hölderlin die Zeitlichkeit der Tragödie, wie bestimmt er den Austritt des Theaters aus dem Kultus und aus der Religion? Und wie das Verhältnis von Recht und Singularität? Es wird sich zeigen, dass Hölderlins Theorie der Tragödie in ihrem Kern eine Theorie der Moderne ist, die in ihrer Radikalität neu zu entdecken ist. Im Rahmen dieser Diskussion sollen szenische Auseinandersetzungen mit Hölderlin, vor allem von Jean-Marie Straub und Danielle Huillet, Klaus-Michael Grüber und Dimiter Gotscheff, analysiert werden.

Das Seminar wird in zwei Blöcken zwischen Ende Februar und Mitte März 2013 stattfinden. Weil das Seminar bereits im Sommersemester stattfinden sollte, jedoch mangels Beteiligung ausfiel, werden die Interessierten diesmal um eine persönliche Anmeldung unter: Joern.Etzold (at) rub de gebeten.

22. und 23. 2.; 8. und 9.3.
Zwei Wochenenden: jeweils Fr., 12- 20 h, Sa., 10 – ca. 18 h (mit Pausen…!)

Virtueller Handapparat

  • Für die Texte des Seminars wurde ein Moodle-Kurs eingerichtet, folgen Sie einfach diesem Link um Einsicht in den virtuellen Handapparat zu erhalten.

[!] Die Texte sind einzeln Passwortgeschützt; Passwort zu erfragen beim Dozenten, dem Geschäftszimmer oder dem Webadministrator.

Samuel Beckett

Seminar: 050 322 Goßens
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie, Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
2 st. Mo 16-18 GB 03/49

Das Werk Samuel Becketts (1906-1989) ist aus der modernen Weltliteratur nicht mehr wegzudenken. Bekannt wurde Beckett durch seine Theaterstücke, doch er selbst sah seine Romane als wichtigsten Werkteil. Seit den 1960er Jahren versuchte er sich zudem immer wieder als Hörspielautor und Filmregisseur. Das Seminar möchte einen Einblick in Becketts Arbeiten geben. Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen die zunehmende Radikalisierung seiner ästhetischen Ausdruckformen, zum anderen thematische Strukturen, die auf u.a. Becketts Beschäftigung mit Dante und Proust zurückgehen und in vielen seiner Werke wiederzufinden sind. Außerdem werden einige wichtige Interpretationsansätze, u.a. von Theodor W. Adorno und Gilles Deleuze, besprochen.

Materialien werden im Blackboard bereit gestellt. Außerdem werden die beiden (kurzen) Romane L‘Innommable (Der Namenlose, z.B. Suhrkamp Taschenbuch 2408, 6,50 €) und Comment c‘est (Wie es ist, Suhrkamp Taschenbuch 2409, 6,50 €) gelesen. Als biographischer Überblick empfiehlt sich: Friedhelm Rathjen: Samuel Beckett. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2006 (rowohlt monographie 50678, 8,50 €); als Einführung in das Werk ist hilfreich: Peter Brockmeier: Samuel Beckett. Stuttgart u.a.: Metzler, 2001 (Sammlung Metzler 332, 12,50 €).

Beginn: 15. Oktober 2012

Absurdes Theater im anglo-amerikanischen Kontext (Pinter, Albee, Kopit): Absurd?

Seminar: 051 613 Groß
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
2 st. Do 14 – 16 GB 03/49

Reduktionsdramaturgie – das lässt nicht nur das Postdramatische Theater der Gegenwart assoziativ aufscheinen, sondern auch ein (Nachkriegs-)Theater, das, folgt man der klassischen Studie Martin Esslins, der ein damals fremdes, irritatives Theater als Absurdes Theater im Horizont einer existenzialistischen Deutung (Sinnlosigkeit des Menschen als ontische Bestimmung) terminologisch fixierte, ebenso tradierte Bauelemente des mainstream-Theaters destruierte.

Von dem einschlägigen Referenztext, Becketts Warten auf Godot, ausgehend, wird zu fragen sein, wie dieses zumindest aus marxistischer Sicht nihilistische Theater Wurzeln schlagen konnte im anglo-amerikanischen Theater.
Gibt es, über die Aneignung absurder Techniken hinausgehend, affine Denkmuster zwischen Beckett und Pinter/Albee?

TN: mündliches oder schriftliches Referat: B.A.: 2 bzw. 3 CP
LN: Hausarbeit oder mündliche Prüfung: B.A.: 4 CP
Beginn: 18. Oktober 2012

Die Aufführungsanalyse in Theorie und Praxis

Seminar: 051 615 Groß
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Analyse)
2 st. Mi 10–12 GB 03/49

Ausgehend von einem sehr umfangreichen theoretischen Teil – im Fokus steht das hoch komplexe ‘Genre’ der Aufführungsanalyse mit seinen erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen sowie methodologischen Problemen –, sollen im Seminar exemplarische Bochumer Inszenierungen analytisch erarbeitet werden (mündliche Referate).

Ein Reader mit wichtigen Texten wird Anfang Oktober zur Verfügung stehen.

TN: mündliches (ggf. schriftliches) Referat: B.A.: 2 bzw. 3 CP
LN: schriftliche Hausarbeit: Aufführungsanalyse: B.A.: 4 CP
Beginn: 17. Oktober 2012

Zwischen Semiose und Phänomenologie: Einführung in die Schauspielertheorie

Seminar: 051 614 Groß
B.A.-Modul:Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
Optionalbereich
2 st. Di 14–16 GB 03/49

Semiotizität und Performativität, Leib und Körper, Emotio und Ratio – diese dürren Formeln sollen – in ihrer je spezifischen historischen Ausprägung vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart – durch die Lektüre schon kanonisierter Texte substantiiert werden. Zu zeigen sein wird auch, dass frühe Theorieentwürfe durchaus mit neueren korreliert werden können, ohne historische Signaturen einebnen zu wollen (etwa: Diderot, Brecht).

Der Reader kann zu Semesterbeginn erworben werden.

TN: mündliches oder schriftliches Referat: B.A.: 2 bzw. 3 CP
Beginn: 18. Oktober 2012

Theater in der Kritik

Seminar: 051 616 Heppekausen
B.A.-Modul: Propädeutisches Modul
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Geschichte, Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
2 st. Mi 12–14 GABF 05/608

Wortakrobatik oder Premierenfeedback? Unterhaltung oder Information? Literarisches Werk oder Beschreibung und Bewertung? Oder am besten alles zusammen? – Was ist eine Theaterkritik? Was kann und was muss sie leisten?

Wir beschäftigen uns mit der historischen Entwicklung der Theaterkritik von Lessing bis heute und setzen uns mit aktuellen Stimmen der Feuilletonlandschaft auseinander. Außerdem werfen wir einen Blick auf die gegenwärtige Theater- und Performanceszene im Ruhrgebiet, die es kritisch zu beurteilen gilt. Schwerpunkt des Seminars ist die praktische Übung. Teilnahmebedingung ist deshalb die Bereitschaft zum Schreiben und Diskutieren eigener (Tanz- und) Theaterkritiken.

Beginn: 17. Oktober 2012

Virtueller Handapparat

Download vorübergehend über externen Server (Rapid Share):

Passwortgeschützt.
Zu erfragen bei Dozent_in, Geschäftszimmer oder dem Webadministrator.

Ödipus auf Kolonos

Seminar: 051 617 Hinnenberg
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
M.A.-Modul: Szenische Forschung (Geschichte und Dramaturgie Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik Szenischer Künste)
2 st. Blockveranstaltung

Am Anfang/auf der Schwelle des dramatischen Textes begegnen wir Ödipus nach langer Wanderschaft und Flucht als blindem Greis, geführt von seiner Tochter/Schwester Antigone, an der Grenze des zu Athen gehörigen Demos Kolonos. Im Gegensatz zur Stadt, die in der Ferne klar an ihren Umrissen zu erkennen ist, scheint die Gegend, in der sich Antigone und Ödipus aufhalten, kaum zu verorten. Es ist ein Zwischenraum zwischen den politischen Räumen Theben und Kolonos, eine Grenze zwischen profanem und heiligem Raum und ein Übergangsort: Ödipus ist nach Kolonos gekommen, um dort zu sterben und seinen Tod vorab der Stadt, die ihn gastfreundlich aufnimmt, zum Geschenk zu machen und sie künftig vor allem Unheil zu bewahren. Damit die Gabe ihre volle Kraft entfalten kann, muss die Begräbnisstätte Ödipus‘ – eines Fremden, der in fremder Erde begraben liegt – ein Geheimnis bleiben. Ohne bestimmbaren topos, so schreibt Derrida. „wird eine Trauer verweigert. Oder, was auf dasselbe herauskommt, sie ist versprochen, ohne stattzuhaben / eine Stadt zu haben ohne einen bestimmbaren Ort, von nun an als unendliche Trauer versprochen, eine endlose Trauer als Herausforderung an jegliche Arbeit, jenseits aller möglichen Trauerarbeit. Die einzig mögliche Trauer ist die unmögliche Trauer.“

Im Seminar werden wir unter anderem der radikalen Fremdheit und Atopie Ödipus‘, dem Motiv der Gabe, dem Verhältnis von polis und chora und dem Entzug eines Ortes der Trauer nachgehen. Neben einer intensiven Lektüre und Auseinandersetzung mit dem dramatischen Text werden wir theoretische Positionen von Hegel, Nietzsche, Heidegger, Derrida und Samuel Weber hinzuziehen…

Vorbesprechung:
Donnerstag, 8. November 2012, 16.00 Uhr, GABF 05/608

Blocktermine:
12. / 13. Januar 2013, 10.00 – 16.00 Uhr
26. / 27. Januar 2013, 10.00 – 16.00 Uhr

TN: Expertengruppe
LN: Hausarbeit, mündliche Prüfung, szenischer Entwurf

Elektras Weg

Seminar: 051 618 Hiß
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie, Geschichte)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
Ergänzungsbereich
2 st. Do 16–18 GB 02/60

Dieses Seminar widmet sich jener besonderen „Arbeit am Mythos“ (Hans Blumenberg), die das Theater seit seinen griechischen Anfängen leistet. Im Mittelpunkt steht der „Elektra-Komplex“ (und die rahmende Atriden-Thematik), an deren Beispiel sich das Wechselspiel von epischer Überlieferung und dramatischer Fortspinnung exemplarisch untersuchen lässt. Elektra tritt als Rächerin des Vaters bereits in drei überlieferten Damen auf: in der „Orestie“ des Aischylos, in der „Elektra“ des Sophokles und in der „Elektra“ des Euripides. Im zwanzigsten Jahrhundert haben etwa Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss sowie Gerhard Hauptmann bedeutende dramatische oder musikdramatische Figurationen des Stoffes geliefert.

Am Beispiel Elektra lassen sich nicht nur Landmarken eines kulturellen Geschlechterdiskurses bestimmen, sondern auch, mit Blick auf mythomediale Fragestellungen, das Wechselspiel von mythischer Überlieferung und dramatischer Fortspinnung. Was unterscheidet dramatische von epischer oder auch ritueller Mythenadaptation? Gibt es einen auf die Ursprungsthematik bezogenen unzerstörbaren narrativen Kern im Sinn eines kulturellen Archetyps oder sind mythische Motive offen für jegliche Neu- und Umdeutung? Worin liegt die Faszination der griechischen Überlieferung für die Gegenwart? Wie kompensieren moderne Dichter und Theaterschaffende den Verlust eines gemeinsamen mythischen Erzählhorizontes? Welche Möglichkeiten gibt es, antike Stoffe ins Spiel zu bringen, diesseits ihrer Verfehlung durch vorschnelle „Aktualisierung“ und Einbiegung ins Gegenwärtige? Selbstverständlich werden wir diese Fragen nicht nur dramaturgisch, sondern auch aufführungsbezogen untersuchen, überwiegend mit Blick auf die Gegenwart von „Orestie“-Aufführungen (seit Peter Stein) und mit Blick auf die Aufführungsgeschichte von Richard Strauss‘ „Elektra“- Oper.

Beginn: 18. Oktober 2012

Neuere Mythentheorien

Seminar: 051 619 Hiß
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul: Vertiefungsmodul
M.A.-Modul: Examensmodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste / Theorie und Ästhetik
Szenischer Künste)
2 st. Fr 12–16 (14-tägl.) GABF 05/608

Im Zusammenhang eines Forschungsschwerpunkts zu „Theater, Mythen, Medien“ vermittelt das Seminar Mythen- und Ritualtheorien für Fortgeschrittene. Auf dem Programm stehen Studien von Jan Assmann, Ernst Cassirer, Manfred Frank, Hans Thies Lehmann, Manfred Fuhrmann, Walter F. Otto, Manfred Schneider, Hans Blumenberg u.a. Wir werden uns beschäftigen mit dem von Karlheinz Fuhrmann betreuten Sammelband: „Terror und Spiel“ (1971) und Karl Heinz Bohrers „Mythos und Moderne“ (1989). Schwerpunkte liefern das Nachdenken über künstliche Mythen (von Platon bis Roland Barthes) und neuer Ansätze einer „Ritualwissenschaft“ (Bernhard Dücker).

Beginn: 26. Oktober 2012

Ruhrtriennale-Begleitseminar

Seminar: 050 549 Hiß/Woitas
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Analyse)
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Dramaturgie)
M.A.-Modul: Aufbaumodul
M.A.-Modul Szenische Forschung (Kuratorisches Wissen / Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste)
2 st. Blockveranstaltung

Im Seminar werden ausgewählte Produktionen der Ruhrtriennale 2012 vorgestellt und diskutiert. Da das Festival in der vorlesungsfreien Zeit stattfindet, wurde das Seminar bereits im Sommersemester 2012 organisiert (Referate sind also bereits vergeben). Es wird als Block am 3., 4. und 10. November stattfinden. Die folgenden Inszenierungen werden in Referaten behandelt.

  • Europeras 1 & 2 (Cage/Goebbels)
  • Prometheus (Orff/Ponifasio)
  • When the mountain changed its clothing (Goebbels)
  • En Atendant/Cesena (Keersmaeker)
  • Sacré Sacre du Printemps (Chétouane)
  • FOLK (Castellucci)
  • Life and Times (Nature Theatre of Oklahoma)
  • Playing Cards 1: SPADES (Lepage)

Block:

  • 3. November 2012, 10-17 Uhr, GBCF 05/709
  • 4. November 2012, 10-17 Uhr, GBCF 05/709
  • 10. November 2012, 10-17 Uhr, GBCF 05/709

Die Rolle ins Spiel bringen. Das Rollenspiel als Kunstform

Seminar: 051 622 Junicke
B.A.-Modul: Systematisches Modul (Theorie)
B.A.-Modul: Systematisches Modul Szenische Forschung
B.A.-Modul: Weiterführendes Modul (Integrale Theaterwissenschaft)
M.A.-Modul Szenische Forschung (Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste)
2 st. Fr 10 – 14 (14-tägl.) GB 02/160

Rollenspiele sind freie Formen des ästhetischen Ausdrucks. In Gestalt des Spiels eröffnen sich Möglichkeiten und Freiheiten für die Spielenden. Die Nähe zum Performativen macht es nicht nur zu einem spannenden Gegenstand für theater- wissenschaftliche Betrachtungen, sondern legt auch eine Überschreitung in der umgekehrten Richtung nahe: Wie kann das Rollenspiel in eine Performance übertragen werden?

Wir werden uns im Seminar nach einer theoretischen Einleitung mit über die Unterhaltung hinausreichenden Möglichkeiten des Rollenspiels auseinandersetzen. Auf dieser Grundlage sollen im weiteren Verlauf Realisierbarkeit einer Spielform diskutiert und praktisch umgesetzt werden.

Das Seminar findet alle 14 Tage 4-stündig statt.

TN: Moderation als Expertengruppe. Teilnahme am Projekt
LN: Zusätzlich Entwicklung eines eigenes Spielprojekt mit schriftlicher Reflexion. Oder eine Hausarbeit von 10-15 Seiten.
1. Sitzung: Freitag, 19. Oktober 2012, 12.00 – 14.00 Uhr