Studienprofil

Profil und Inhalte des Studiums

Theaterwissenschaft widmet sich den szenischen Künsten in ihrer ganzen Bandbreite: Theater, Tanz, Musiktheater, Performance, Puppenspiel, Hörspiel, Szenographie, Konzeptkunst, Installationen, ortsspezifisches Arbeiten, Interaktionskunst im öffentlichen Raum sowie die vielfältigen Überschneidungen und Entgrenzungen der Künste untereinander. Theaterwissenschaft begleitet diese Erscheinungsformen im Sinn der Zeitgenossenschaft kritisch reflektierend sowie analysierend und sucht den wissenschaftlich-künstlerischen Dialog.

Die Bochumer Theaterwissenschaft erweitert die etablierten Felder des Fachs, Geschichte, Theorie, Ästhetik und Analyse szenischer Künste, um Fragen nach deren Orten und Funktionen in gesellschaftlichen, politischen, sozialen, historischen und kulturellen Zusammenhängen. Im Sinn der Gegenwartsdiagnostik von Kunst- und Gesellschaftsentwicklungen können dabei ästhetische Formen im weitesten Sinn ebenso Aufmerksamkeit erhalten wie Fragen nach politischen und ökonomischen Steuerungsprozessen in kulturpolitischen Kontexten. Im Wissen um die seit der Antike immer schon gegebene Interdisziplinarität szenischer Künste geht es der Theaterwissenschaft um Theorien- und Methodenbildungen, welche die szenischen Künste gesellschaftstheoretisch, ritual- und religionsgeschichtlich, psychoanalytisch, medientheoretisch, politisch und philosophisch kontextualisieren.

Die Bochumer Theaterwissenschaft positioniert sich im engen Austausch mit den in der Region und in NRW arbeitenden Theaterschaffenden, die künstlerisch-forschend arbeiten, Fragen gesellschaftlicher Transformationsprozesse aufwerfen und ihre Art des künstlerischen Arbeitens und Wissens selbst nicht diskursfern verstehen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Entwicklung freier Theaterarbeit und den „young professionals“ szenischer Künste. Im Austausch mit ihnen und den Studierenden der Theaterwissenschaft entsteht ein breites Übergangsfeld von Theorie und Praxis, das seinen Niederschlag in der Integration von „Szenischer Forschung“ in das Lehrangebot findet.

Bachelorstudiengang

Studium

Das Studium der Theaterwissenschaft versteht sich in der B.A.-Phase als eine allgemeine wissenschaftliche Grundausbildung. Das Studium soll den Studierenden, unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt, fachliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermitteln, dass sie zu kritischer Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu kommunikativem Handeln in Beruf und Gesellschaft befähigt werden. Das Studium der Theaterwissenschaft ist vorwiegend analytisch, theoretisch und historisch-kritisch ausgerichtet. Es qualifiziert für unterschiedliche Tätigkeitsbereiche in Theater, Medien sowie Wissenschaft und anderen kulturellen Einrichtungen.

Das Bachelor-Studium umfasst insgesamt sechs Semester (inklusive B.A.-Arbeit und Prüfungen). Es werden zwei gleichwertige Fächer studiert (2-Fach-B.A.), hinzu kommt ein verpflichtender Optionalbereich. Für den B.A.-Abschluss sind insgesamt 180 Creditpoints erforderlich, die nach Maßgabe der fachspezifischen Bestimmungen zu erbringen sind.

Fächerkombinationen

An der Ruhr-Universität haben Sie eine sehr weitgehende Freiheit bei der Kombination der Studienfächer. Das Fach Theaterwissenschaft ist grundsätzlich mit jedem anderen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fach kombinierbar. Generell sinnvoll und empfehlenswert sind Kombinationen mit den Fächern Medienwissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte, Komparatistik, Germanistik, Anglistik, Romanistik oder Klassische Philologie.

Modul-System

Das Studienangebot der gestuften Studiengänge besteht aus sogenannten Modulen. Ein Modul umfasst thematisch aufeinander bezogene Einzelveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Übungen etc.) im Gesamtumfang von vier bis zwölf Semesterwochenstunden und erstreckt sich über ein oder zwei Semester. Im Rahmen der Module ist es eher möglich, ein Themengebiet umfassend und im Zusammenhang zu bearbeiten, als dies in einzelnen Lehrveranstaltungen der Fall ist.

Für ein Modul erhalten Sie zum einen eine Gesamtnote, zum anderen Creditpoints. Um ein Modul erfolgreich abzuschließen, müssen Sie in den verschiedenen Veranstaltungen eines Moduls unterschiedliche Leistungen erbringen (Protokoll, Referat, mündliche Prüfung, Hausarbeit etc.). Für alle Modulanforderungen gilt, dass sie bis zum Ende des jeweiligen Semesters erbracht werden sollten. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit sind Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Abschluss.

Creditpoints erhalten Sie bei Bestehen des Moduls unabhängig von der Note. Sie dienen dazu, den Umfang (nicht die Qualität) Ihrer Studienleistungen zu bescheinigen und sollen eine Vergleichbarkeit mit anderen (europäischen) Universitäten ermöglichen. Jedes Modul wird mit einer bestimmten Anzahl Creditpoints bewertet. Sie bilden auch den Arbeitsaufwand ab, der für die Studierenden mit den jeweiligen Lehrangeboten verbunden ist. Veranstaltungen mit unterschiedlich hohem Arbeitsaufwand werden mit unterschiedlich vielen Creditpoints ausgewiesen. Wenn Sie ein Modul erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten Sie die dafür vorgesehenen Creditpoints gutgeschrieben. Zusätzlich werden in den meisten Modulen Noten vergeben.

Zum B.A.-Studium der Theaterwissenschaft sind Kenntnisse, die mindestens dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens entsprechen, in mindestens zwei lebenden Fremdspra­chen erforderlich. Eine dieser Fremdsprachen kann durch den Nachweis des Latinums, entsprechender Lateinkenntnisse oder des Graecums ersetzt werden. Die Sprachnachweise werden in der Regel bei der Aufnahme des Studiums im Geschäftszimmer vorgelegt. Sie müssen spätestens bei der Anmeldung zur B.A.-Prüfung erbracht sein. Falls eine Zertifizierung des B2-Niveaus nicht vorliegt, erfolgt der Nachweis durch Angabe der Unterrichtsjahre im Abiturzeugnis.

 

Bitte beachten: Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Gemeinsame Prüfungsordnung 2016.

Modultypen

Innerhalb der sechs vorgesehenen Semester bis zum B.A.-Abschluss müssen Sie bestimmte Modultypen besuchen. In der B.A.-Phase der Theaterwissenschaft gibt es folgende Modultypen:

Propädeutische Module

Propädeutische Module besuchen Sie zu Beginn Ihres Studiums. Sie führen ein in die methodischen, historischen und theoretischen Grundlagen des Faches. Ein Propädeutisches Modul erstreckt sich über zwei Semester und besteht in der Regel aus zwei zweistündigen Grundkursen und weiteren vier Lehrveranstaltungen mit einführendem Charakter. Der erfolgreiche Abschluss von mindestens einem der zwei Propädeutischen Module gilt in der Regel als Voraussetzung für die Teilnahme an weiteren Modulen.

Systematische Module

Systematische Module vertiefen die in den Propädeutischen Modulen begonnene Beschäftigung mit zentralen Gegenstandsbereichen der Theaterwissenschaft. Systematische Module setzen sich mit thematischen Schwerpunkten aus Theatertheorie, Theatergeschichte, Aufführungsanalyse oder Theaterkritik exemplarisch auseinander. Es gibt zwei Systematische Module, das Systematische Modul I und das Systematische Modul II, wobei Letzteres durch das Systemtische Modul Szenische Forschung ersetzt werden kann. Dieses dient der Entwicklung eigener szenischer Projekte und deren Reflexion und erprobt praxisnahe Methoden theaterspezifischer Forschung.

Weiterführende Module

Weiterführende Module beschäftigen sich zum einen mit Formen des Theaters, die über den Schwerpunkt Sprechtheater hinausgehen (Tanztheater, Musiktheater, Figurentheater, Performance), zum anderen werfen sie theoretische, historische oder thematische Fragestellungen auf, die über die Grenzen der engeren Fachdiskussion hinausführen. Weiterführende Module integrieren Fragestellungen aus den fachlichen Perspektiven anderer Fächer und werden regelmäßig angeboten zu den Gegenstandsbereichen Dramaturgie, Medialität und Integrale Theaterwissenschaft.

Grundmodul Szenische Forschung

Lehrveranstaltungen des Grundmoduls Szenische Forschung führen exemplarisch in unterschiedliche Bereiche des szenisch-künstlerischen, kuratorischen und kulturvermittelnden Arbeitens ein. Es besteht die Möglichkeit, sich Hospitanzen, Assistenzen oder Theater-Praktika als Leistungen für das Grundmodul Szenische Forschung anerkennen zu lassen.

Abschlussmodul-B.A.

Das Abschlussmodul-B.A. enthält die mündliche B.A.-Prüfung und geht mit einer Gewichtung von 50% in die Fachnote ein.

B.A.-Prüfung

Die B.A.-Prüfung besteht aus je einer mündlichen Prüfung pro Fach im Umfang von 30 Minuten (Abschlussmodul-B.A.) und der Bachelor-Arbeit in einem der beiden Fächer. Bis zum Abschluss der B.A.-Phase müssen in den Modulen des Faches Theaterwissenschaft insgesamt 71 Creditpoints erbracht werden. Zur Prüfungsanmeldung müssen mindestens 44 Creditpoints im Fach Theaterwissenschaft und 20 Creditpoints im Optionalbereich erreicht und die Propädeutischen Module sowie eines der Systematischen Module abgeschlossen sein.

Die Bachelor-Arbeit wird in einem der beiden Studienfächer geschrieben und soll bis zum Ende des 6. Fachsemesters fertig sein. Die Bearbeitungszeit beträgt sechs Wochen, in Ausnahmefällen kann bei einer Bachelor-Arbeit mit empirischen Anteilen vom Prüfungsausschuss eine Vorbereitungszeit von bis zu zwei Wochen eingeräumt werden. Das Abschlussmodul-B.A., die Systematischen und die Weiterführenden Module gehen in unterschiedlicher Gewichtung in die Berechnung der Fachnote ein (s. u. Leistungen für die B.A.-Phase).

Die Themenstellerin oder der Themensteller der Bachelor-Arbeit soll nach Möglichkeit nicht Prüferin oder Prüfer in der mündlichen Prüfung desselben Faches sein.

Prüfungsberechtigt sind:

  • Prof. Dr. Jörn Etzold
  • Prof. Dr. Ulrike Haß
  • Prof. Dr. Guido Hiß
  • Prof. Dr. Sven Lindholm
  • Prof. Dr. Burkhard Niederhoff
  • Dr. habil. Monika Woitas
  • Dr. Judith Schäfer

Leistungen für die B.A.-Phase

Modul Leistungen CP Fachnote
Propädeutisches Modul I 1 LN + 2 TN 9
Propädeutisches Modul II 1 LN + 2 TN 9
Grundmodul Szenische Forschung 1 oder 2 TN 5
Systematisches Modul I 2 LN + 2 TN 1 LN + 4 TN 12 5%
                           oder
Systematisches Modul II 1 LN + 2 TN 9 20%
oder Systematisches Modul Szenische Forschung 1 LN + 2 TN
Weiterführendes Modul I 2 LN + 2 TN 1 LN + 4 TN 12 20%
                           oder
Weiterführendes Modul II 1 LN + 2 TN 9 5%
 Abschlussmodul-B.A. Mündliche Prüfung 6 50%
71
Abkürzungen:
  • CP = Creditpoints
  • LN = Leistungsnachweis
  • TN = Teilnahmenachweis
  • n.V. = nach Vereinbarung
Anmerkungen:
  • Die Systematischen Module gliedern sich in die Bereiche Theatertheorie, Theatergeschichte und Analyse des Gegenwartstheaters. Wahlweise kann das Systematische Modul II mit dem Schwerpunkt Szenische Forschung absolviert werden.
  • Die Weiterführenden Module gliedern sich in die Bereiche Integrale Theaterwissenschaft, Dramaturgie und Medialität.
  • Es müssen jeweils zwei der drei Bereiche abgedeckt sein.

Empfehlungen für den Studienverlauf in der B.A.-Phase

Semester Veranstaltung SWS Nachweise
1 Propädeutisches Modul I 6 1 LN
2 TN
2 Propädeutisches Modul II 6 1 LN
2 TN
Grundmodul Szenische Forschung 2 1 TN
3 Systematisches Modul I 4 1 LN
1 TN
Weiterführendes Modul I 4 1 LN
1 TN
Grundmodul Szenische Forschung 3 1 TN
4 Systematisches Modul I 4 1 LN
1 TN
Weiterführendes Modul I 4 1 LN
1 TN
5 Systematisches Modul II oder Systematisches Modul Szenische Forschung 4 1 LN
1 TN
Weiterführendes Modul II 4 1 LN
1 TN
6 Systematisches Modul II oder Systematisches Modul Szenische Forschung 2 1 TN
Weiterführendes Modul II 2 1 TN
Abschlussmodul-B.A.
Σ 45
Ggf. B.A.-Arbeit 6 Wo.
Abkürzungen:
  • LN = Leistungsnachweis
  • TN = Teilnahmenachweis
  • SWS = Semesterwochenstunden
Anmerkungen:
  • Obligatorisch für alle Studierenden ist in den ersten beiden Fachsemestern die erfolgreiche Teilnahme an zwei Propädeutischen Modulen (I und II). Jedes Propädeutische Modul erstreckt sich in der Regel über ein Semester und besteht aus einem zweistündigen Grundkurs sowie je zwei weiteren Lehrveranstaltungen mit einführendem Charakter. Es wird empfohlen, in beiden Semestern als je eine dieser Lehrveranstaltungen die Ringvorlesung der Lehrenden der Theaterwissenschaft zu wählen. Die Grundkurse der Propädeutischen Module I und II sind bei verschiedenen Lehrenden zu absolvieren.
  • Die in der Tabelle „Empfehlungen für den Studienverlauf in der B.A.-Phase“ zu erbringenden 6 Leistungsnachweise innerhalb der Systematischen und Weiterführenden Module sind nicht verpflichtend. Wahlweise können 2 Leistungsnachweise durch jeweils 2 Teilnahmenachweise in den 12 CP-Modulen ersetzt werden

Optionalbereich

Der Optionalbereich vermittelt Kompetenzen, die sowohl für eine wissenschaftliche Tätigkeit als auch für den außeruniversitären Arbeitsmarkt qualifizieren. Die weitgehende Wahlfreiheit dient der persönlichen Profilbildung, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung. Zum Modulangebot gehören u. a. Fremdsprachen, Präsentations- und Kommunikationsangebote, Informationstechnologien, interdisziplinäre Module und Einblicke in andere Fächer sowie schul- und unterrichtsbezogene Module für angehende Lehrerinnen und Lehrer.

14 Fakultäten aus den Geistes-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften tragen den Optionalbereich gemeinsam. Sie gestalten seine Lehrinhalte, überprüfen die Lehrqualität und haben sich auf eine gemeinsame Prüfungsordnung verständigt. Der Optionalbereich stellt somit den Wahlpflichtbereich dar und umfasst insgesamt 30 Creditpoints im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.

Masterstudiengang

Studium

Das Master-Studium der Theaterwissenschaft baut auf die im B.A.-Studium erworbene wissenschaftliche Grundausbildung auf. Es vertieft die fachlichen Fähigkeiten und Methoden und befähigt die Studierenden zur kritischen Einordnung und Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie zu kommunikativem Handeln in Forschung, Beruf und Gesellschaft. Das Master-Studium der Theaterwissenschaft hat eine theoretische und historisch-kritische Ausrichtung. Es zielt auf ein fundiertes Verständnis sowie eine problemorientierte Bewertung von Theater und theatralen Formen in Prozessen des kulturellen Wandels. Das Master-Studium der Theaterwissenschaft führt in den aktuellen Stand der theaterwissenschaftlichen Forschung ein und an die Positionen gegenwärtiger szenischer Künste in ihrer ganzen Bandbreite heran.

Orientiert am Grundsatz des Forschenden Lernens, wird zudem ein projektorientierter Ansatz gefördert, der die Befähigung der Studierenden zur eigenständigen Entwicklung von Forschungsansätzen auf der Grundlage des aktuellen Wissensstandes des Fachs, zur selbstständigen wissenschaftlichen Analytik, zur Eingrenzung von Gegenstandsbereichen, zur Operationalisierung von Methoden, zur Vermittlung eigenständiger Erkenntnisse und Positionen in mündlicher und schriftlicher Form fokussiert. Angestrebt werden die umfassende und differenzierte Kenntnis von Gegenständen, Fragestellungen und Theoriemodellen des Fachs, die Fähigkeit eigene Fragestellungen zu entwickeln und in eigenen (Forschungs-)Projekten zu realisieren, die Fähigkeit zur abstrakten Diskussion, die Bewertung unterschiedlicher methodischer Paradigmen sowie die vertiefte Kenntnis der Theatergeschichte.

Das Master-Studium umfasst insgesamt vier Semester einschließlich der Master-Arbeit und der anderen Fachprüfungen und hat einen Umfang von 120 Creditpoints. Das Studium wird wahlweise in einem Fach (1-Fach-Studium) oder in beiden zuvor studierten Fächern (2-Fach-Studium) fortgesetzt.

 

Bitte beachten: Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Gemeinsame Prüfungsordnung 2016.

1-Fach-Studium

Das 1-Fach-Studium besteht aus einem Aufbaumodul, drei Vertiefungsmodulen, dem Examensmodul und dem Abschlussmodul-M.A. im Umfang von insgesamt 70 Creditpoints. Hinzu kommen 30 Creditpoints im Ergänzungsbereich, die sich aus fachgebundenen, fachübergreifenden und interdisziplinären Studieneinheiten zusammensetzten.

2-Fach-Studium

Das 2-Fach-Studium umfasst in der Regel ein Studienvolumen von insgesamt 50 Creditpoints pro Studienfach. Im Fach Theaterwissenschaft besteht aus einem Aufbaumodul, zwei Vertiefungsmodulen, dem Examensmodul und dem Abschlussmodul-M.A.

Modultypen

Innerhalb der vier vorgesehenen Semester bis zum M.A.-Abschluss müssen Sie bestimmte Modultypen besuchen. In der M.A.-Phase der Theaterwissenschaft gibt es folgende Modultypen:

Aufbaumodul

Im Aufbaumodul werden an exemplarischen Gegenständen und Fragestellungen theaterhistorische Kenntnisse, Theorien und Methoden der Theaterwissenschaft über Grundlagenkompetenzen hinaus vorgestellt sowie neue Entwicklungen des Gegenwartstheaters wahrgenommen und analytisch nachvollzogen. Theorien und Methoden werden dabei in ihrer vollen Komplexität entfaltet und vergleichend diskutiert, wobei die Themenbereiche umfassend und kontextualisierend behandelt werden. Analytische Kenntnisse werden so anhand eines historisch und systematisch eingegrenzten Gegenstandsbereiches vertieft. Das Aufbaumodul dient der Weiterentwicklung der Fähigkeit zur eigenständigen Entwicklung von Fragestellungen, zur selbstständigen wissenschaftlichen Analytik, zur Eingrenzung von Gegenstandsbereichen sowie der Operationalisierung von Methoden.

Vertiefungsmodule

Vertiefungsmodule sind eher projektorientiert und interdisziplinär angelegt und arbeiten hauptsächlich forschend. Die Vertiefungsmodule widmen sich verstärkt der Analyse von Grenzformen zwischen Theater und anderen Medien/Künsten und integrieren Ansätze der Gesellschaftstheorie, Religionsgeschichte, Psychoanalyse, Medienphilosophie und politischen Philosophie in die eigene Theorie- und Methodenbildung. Oft in enger Zusammenarbeit mit künstlerisch-forschend arbeitenden Theaterschaffenden lernen die Studierenden eigene Fragstellungen zu entwickeln und Forschungsansätze in Projekten selbstständig zu realisieren.

Examensmodul

Das Examensmodul dient spezifischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung des abschließenden Examens, sei es im 1-Fach-Studium oder im 2-Fach-Studium.

Ergänzungsbereich

Innerhalb des Ergänzungsbereichs des 1-Fach-Studiums werden Veranstaltungen aus affinen Fächern oder Kurse aus dem Bachelor-Studiengang der Theaterwissenschaft besucht.

Abschlussmodul-M.A.

Das Abschlussmodul-M.A. enthält die M.A.-Prüfung(en) und geht mit einer Gewichtung von 50% in die Fachnote ein.

1-Fach-Modell

Die M.A.-Prüfung im 1-Fach-Modell besteht aus der Master-Arbeit sowie einer mündlichen Prüfung im Umfang von 30-45 Minuten und einer vierstündigen Klausur oder zwei mündlichen Prüfungen im Umfang von 30-45 Minuten. Bis zum Abschluss der M.A.-Phase müssen im 1-Fach-Studium in den Modulen des Faches Theaterwissenschaft insgesamt 100 Creditpoints erbracht werden. Zur Prüfungsanmeldung müssen mindestens 70 Creditpoints erreicht und das Vertiefungsmodul I erfolgreich abgeschlossen sein.

2-Fach-Modell

Die M.A.-Prüfung im 2-Fach-Modell besteht aus einer mündlichen Prüfung im Umfang von 30-45 Minuten und der Master-Arbeit, die in einem der beiden Fächer geschrieben wird. Bis zum Abschluss der M.A.-Phase müssen im 2-Fach-Studium in den Modulen des Faches Theaterwissenschaft insgesamt 50 Creditpoints erbracht werden. Zur Prüfungsanmeldung müssen mindestens 35 Creditpoints erreicht und das Vertiefungsmodul I erfolgreich abgeschlossen sein.

M.A.-Arbeit

Für die M.A.-Arbeit steht eine Bearbeitungszeit von vier Monaten zur Verfügung. Im 2-Fach-Modell wird die M.A.-Arbeit nach Wahl in einem der beiden Fächer geschrieben. Falls sie im Fach Theaterwissenschaft geschrieben wird, wird den Studierenden empfohlen, aus den Schwerpunkten und Gegenstandsbereichen der M.A.-Phase im 9. Fachsemester in Absprache mit den prüfungsberechtigten Lehrenden ein Thema für die M.A.-Arbeit zu entwickeln, die bis zum Ende des 10. Fachsemesters fertig gestellt sein soll. In Ausnahmefällen kann bei einer M.A.-Arbeit mit empirischen Anteilen vom Prüfungsausschuss eine Vorbereitungszeit von bis zu drei Wochen eingeräumt werden.

Prüfungsberechtigt sind:

  • Prof. Dr. Jörn Etzold
  • Prof. Dr. Ulrike Haß
  • Prof. Dr. Guido Hiß
  • Prof. Dr. Sven Lindholm
  • Prof. Dr. Burkhard Niederhoff
  • Prof. Dr. Monika Woitas

Leistungen für die M.A.-Phase (1-Fach-Studium)

Modul Leistungen CP Fachnote
Aufbaumodul 1 LN, 2 TN 12 5%
Vertiefungsmodul I 1 LN, 3 TN 16 25%
Vertiefungsmodul II 1 LN, 2 TN 12 5%
Vertiefungsmodul III 1 LN, 2 TN 12 5%
Examensmodul 2 TN (5+3 CP) 8
Ergänzungsbereich I 1 LN, 2 TN 12 5%
Ergänzungsbereich II 1 LN, 2 TN 12 5%
Ergänzungsbereich III 2 TN 6
Abschlussmodul-M.A. Mündliche Prüfung/Klausur 10 50%
100
Abkürzungen:
  • CP = Creditpoints
  • LN = Leistungsnachweis
  • TN = Teilnahmenachweis

Empfehlungen für den Studienverlauf in der M.A.-Phase (1-Fach-Studium)

Semester Veranstaltung SWS Nachweise
7 Aufbaumodul 4 1 LN
1 TN
Vertiefungsmodul I 4 1 LN
1 TN
Ergänzungsbereich 8 1 LN
3 TN
8 Aufbaumodul 2 1 TN
Vertiefungsmodul I 4 2 TN
Ergänzungsbereich 8 1 LN
3 TN
9 Vertiefungsmodul II 4 2 TN
Vertiefungsmodul III 6 1 LN
2 TN
Examensmodul 2 1 TN
10 Vertiefungsmodul II 2 1 LN
Examensmodul 2 1 TN
Abschlussmodul-M.A.
 ∑ 46
M.A.-Arbeit 4 Monate
Abkürzungen:
  • LN = Leistungsnachweis
  • TN = Teilnahmenachweis
  • SWS = Semesterwochenstunden
Anmerkung:

Zur Anmeldung zur M.A.-Prüfung müssen mindestens 70 Creditpoints erbracht sein.

Leistungen für die M.A.-Phase (2-Fach-Studium)

Modul Leistungen CP Fachnote
Aufbaumodul 1 LN, 2 TN 12 5%
Vertiefungsmodul I 1 LN, 3 TN 16 40%
Vertiefungsmodul II 1 LN, 2 TN 12 5%
Examensmodul 1 TN 5
Abschlussmodul-M.A. 5 50%
50
Abkürzungen:

CP = Creditpoints; LN = Leistungsnachweis; TN = Teilnahmenachweis

 

Empfehlungen für den Studienverlauf in der M.A.-Phase (2-Fach-Studium)

Semester Veranstaltung SWS Nachweise
7 Aufbaumodul 4 1 LN
1 TN
Vertiefungsmodul I 4 1 LN
1TN
8 Aufbaumodul 2 1 TN
Vertiefungsmodul I 4 2 TN
9 Vertiefungsmodul II 4 1 LN
1 TN
10 Vertiefungsmodul II 2 1 TN
Examensmodul 2 1 TN
Abschlussmodul-M.A.
22
Ggf. M.A.-Arbeit 4 Monate
Abkürzungen:
  • LN = Leistungsnachweis
  • TN = Teilnahmenachweis
  • SWS = Semesterwochenstunden
Anmerkung:
  • Zur Anmeldung zur M.A.-Prüfung müssen mindestens 35 Creditpoints erbracht sein.

Bewerben / Einschreiben

Zentrale Studienberatung

Allgemeine Informationen bezüglich Bewerbung und Einschreibung bietet die Zentrale Studienberatung der Ruhr-Universität Bochum.

Bachelorstudiengang

Zulassung, Bewerbung und Einschreibung

Der Bachelorstudiengang ist zur Zeit über einen Numerus clausus (NC) örtlich zulassungsbeschränkt. Die Bewerbung ist mit einem Nachweis der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) jeweils zum Wintersemester möglich. Die Bewerbungsfrist endet für gewöhnlich am 15. Juli für das folgende Wintersemester. Über aktuelle Fristen und Termine informieren Sie sich bitte auf den Seiten des Studierendensekretariats.
Nach erfolgreicher Bewerbung erfolgt die Einschreibung in zwei Schritten. Neben der Online-Inmatrikulation ist eine persönliche Einschreibung im Hörsaalzentrum Ost (HZO) notwendig. Die Einschreibungsfristen erhalten Sie mit ihrem Zulassungsbescheid.

Masterstudiengang

Zulassung

Der Masterstudiengang ist derzeit zulassungsfrei. Sofern Sie die Voraussetzungen für den M.A.-Studiengang erfüllen, erhalten Sie einen Studienplatz. Es findet kein Auswahlverfahren von Seiten der Ruhr-Universität bzw. des Instituts statt. Das Masterstudium kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester aufgenommen werden.

Vor Aufnahme des Master-Studiums ist ein obligatorisches Beratungsgespräch notwendig. Interne und externe Bewerberinnen und Bewerber können hierzu einen Termin mit dem Studienfachberater Moritz Hannemann M.A. vereinbaren. Nach dem Beratungsgespräch kann die Immatrikulation im Studierendensekretariat erfolgen, sofern die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Master-Studiums der Theaterwissenschaft in Form eines B.A.-Abschlusses im Fach Theaterwissenschaft oder eines äquivalenten Abschlusses vorliegen.

Bewerbung und Einschreibung

Bewerberinnen und Bewerber, die ihren B.A. in Theaterwissenschaft an der RUB oder einem regulären theaterwissenschaftlichen Institut an einer deutschen Universität erworben haben, können sich beim Studierendensekretariat für den Masterstudiengang direkt einschreiben.

Gegebenenfalls können auch vergleichbare Abschlüsse von einer Fachhochschule, aus verwandten Disziplinen oder aus dem Ausland anerkannt werden. Dabei müssen die Studienleistungen zu mindestens 70% mit denen des Bachelors am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität vergleichbar sein. Es gilt folgende Regelung:

Bewerberinnen und Bewerber mit einem fachverwandten oder vergleichbaren Abschluss von einer deutschen Hochschule müssen beim Institut für Theaterwissenschaft eine Ankerkennung ihres vorherigen Studienabschlusses im Rahmen einer Äquivalenzprüfung beantragen. Diese Ankerkennung ist für die Einschreibung beim Studierendensekretariat notwendig.

Bewerberinnen und Bewerber mit einem theaterwissenschaftlichen oder fachverwandten B.A. oder einem vergleichbaren Hochschulabschluss von einer ausländischen Hochschule bewerben sich beim Akademischen Auslandsamt/International Office um eine Zulassung.

Zur Durchführung der Äquivalenzprüfung und bei Fragen zur Äquivalenz fachverwandter bzw. im Ausland erworbener Hochschulabschlüsse, wenden Sie sich bitte an den Studienfachberater Moritz Hannemann, M.A..