Call for Applications/Projects

„inSTUDIES“ ermöglicht Studierenden, eigene Projektideen in die Tat umzusetzen. Ziel der Studierenden sollte es sein, Studium und Lehre zu verbessern. Dies kann sowohl durch besonders innovative und interessante Lehrveranstaltungen geschehen als auch durch Projekte, die zusätzliche Angebote für Studierende bieten, die bislang so nicht in den Modulen oder im Studienplan zu finden sind. Unterstützt werden die studentischen Initiativen durch Ideen- und Beratungs-Workshops in der Antragsphase und durch maßgeschneiderte Fortbildungen – zum Beispiel zu den Themen Projektmanagement oder Projektmarketing – in der Umsetzungsphase.
Bisher wurden, bzw. werden, bereits über 40 studentische Projekte aus den unterschiedlichsten Fakultäten gefördert.
Einmal jährlich werden interessierte Studierende dazu aufgerufen, sich für eine Förderung zu bewerben. Gesucht werden Studierende, die Ideen für ein besseres Studium haben und diese auch entwickeln und umsetzen möchten. Dazu stehen inSTUDIES jedes Jahr 50.000 € Fördermittel für spannende Projekte von Studierenden für Studierende zur Verfügung, mit denen mehrere Projekte gefördert werden können. Die Laufzeit für ein Projekt beträgt ein bis zwei Semester, mitmachen können Studierende aller Fachrichtungen. Selbstverständlich können auch Projekte eingereicht werden, die gemeinsam von Lehrenden und Studierenden entwickelt wurden. Antragsfrist ist der 2. Juni  2019.
Am Mittwoch, den 08. Mai 2019 findet ab 11 Uhr der Aktionstag im Mensafoyer statt. Am Montag den 20. Mai 2019 findet von 16 bis 19 Uhr ein Ideenworkshop im Maker Forum (UFO, 01/1) der RUB statt. Bei diesem Workshop werden die Teilnehmenden bei der Ideenfindung, -entwicklung und -umsetzung zu möglichen Projekte unterstützt.
Für individuelle Fragen wird außerdem jeden Montag von 14-16 Uhr eine Beratung im UFO, Raum 01/06, angeboten. Weitere Infos gibt es hier.

Call for Papers

Donnerstag, 23. + Freitag, 24. Januar 2020
Universität Bern & Hochschule der Künste Bern

Im Figurentheater treten Protagonisten diverser Formen auf – nackte Hände, Marionetten, Handpuppen, Alltagsgegenstände, Schattenfiguren oder Klappmaulpuppen, die von und mit Spieler*innen manipuliert oder animiert werden. Anders als im repräsentativen Schauspielertheater hat sich die Frage der psychologischen und körperlichen Einheit von Akteur und Rollenfigur im Figurentheater nie gestellt. Das Reservoir künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten und das damit verbundene Denkpotenzial aber, die sich aus dieser grundlegenden Gespaltenheit oder Duplizität speisen, wurden erst in den letzten vier Jahrzehnten in einer Vervielfältigung der Figurengestaltungen, Spielformen und dramaturgischen Techniken genutzt und somit zum Drehpunkt der Entwicklung neuer Figurentheater-Praktiken. Der menschliche Körper als corps-castelet fungiert im offen gespielten Figurentheater mitunter als gegenständliche Spielfläche für Puppen und Objekte, womit er seiner Position im Aufmerksamkeitszentrum einer Inszenierung enthoben wird. In diesem Fall ist er ein Darstellungsmittel unter vielen, in einem Netzwerk menschlicher und dinglicher Akteure, die ihre je spezifische Agency im Verhältnis zueinander entfalten. Wie bei einem Kaleidoskop zerlegen sich im Figurentheater Körper und setzen sich neu zusammen. Dinge, in variantenreichem Kontakt mit den Spieler*innen, fungieren als deren Erweiterungen: Das Knie wird zum Gesicht, über die Hand wird eine Puppe gestreift, ein Dialog zwischen Knie-Gesicht und Puppe beginnt.
Mit der Erweiterung, Verdopplung, Überlagerung oder Hybridisierung des menschlichen Körpers geht dessen Zersplitterung in voneinander unabhängige Figuren einher. Normativ holistische Körperbilder und die ihnen zugrundeliegendenDiskurse werden so aufgebrochen und die Idee der Identität als geschlossene Einheit hinterfragt. Figurentheater wird auf unterschiedlichste Weise zum Laboratorium für Identitätsentwürfe. Seine Spielmittel und Instrumente erlauben experimentelle Versuchsanordnungen, die der Frage nachgehen, wie menschliche und nicht-menschliche Identitäten wahrgenommen werden, wie sie durch Spieltechniken generiert und im Spielprozess transformiert werden.
Beiträgemit unterschiedlichen Ausrichtungen und Perspektiven sind willkommen.
Besonders erwünscht sind Arbeiten, die
• sich schauspiel-und theatertheoretisch mit der Fragestellung befassen,
• Gegenstände aus postkolonialer Perspektive bearbeiten,
• Identitätsentwürfe im Figurentheater unter dem Gender-Aspekt erforschen,
• aus Sicht der Disability Studies aktuelle Figurentheater-Produktionen analysieren,
• in Hinblick auf New Materialism und Enhanced Humanity die Verhältnisse von Menschlichem und Nicht-Menschlichem untersuchen.
Bitte reichen Sie Ihr Abstract (300 Wörter) nebst Kurz-CV und Publikationsliste per Email an figurentheater@itw.unibe.ch ein. Ende der Einreichfrist: 7. Juni 2019. Bis Ende Juli 2019 erhalten Sie von uns eine Antwort zu Ihrer Einreichung. Die Abstracts können in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst sein. Die Vorträge im Rahmen der Tagung werden ebenfalls in diesen Sprachen gehalten.
Hier geht es zum ausführlichen Call.