Der Masterstudiengang Szenische Forschung zeichnet sich durch seine besondere Verknüpfung von Theorie und Praxis aus. Er verbindet künstlerische, kunstbegleitende und kulturvermittelnde Veranstaltungsformate mit theater- und kulturwissenschaftlichen Lehreinheiten.

 

Modulstruktur

Das Studium der Szenischen Forschung gliedert sich in drei theoriegelenkte und vier praxisnahe Module sowie ein Examensmodul. Das Modul „Kuratorisches Wissen und Produktionsleitung“ vermittelt Kompetenzen in den Bereichen Herstellung und Produktion szenischer Arbeiten, Festivalorganisation, Planung, Kulturmanagement, Öffentlichkeitsarbeit sowie Gestaltung im städtischen Raum. Ausgewiesene Persönlichkeiten aus den entsprechenden Berufsfeldern machen die Studierenden im Rahmen eines Lehrauftrags mit relevanten Methoden und Arbeitsweisen vertraut. Im engen Zusammenhang mit dem Lehrangebot des Instituts für Theaterwissenschaft vermitteln die Module „Dramaturgie und Geschichte Szenischer Künste“ sowie „Theorie und Ästhetik Szenischer Künste“ historische, theoretische und ästhetische Inhalte. Die entsprechenden Lehrveranstaltungen vertiefen die Kenntnisse der Studierenden in zentralen Gegenstandbereichen der Theaterwissenschaft. Zusätzlich belegen die Studierenden im Modul „Interdisziplinäre Einheiten“ Seminare aus angrenzenden Fächern, bevorzugt aus der Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Pädagogik und Philosophie. Im „Szenischen Projekt I“ erforschen sie anhand einer gemeinsamen Inszenierung szenische Praktiken, ästhetische Strategien und Präsentationstechniken. Angeleitet wird die Lehrveranstaltung von einer*einem Künstler*in im Rahmen der jährlich neu zu vergebenen Christoph-Schlingensief-Gastprofessur. Ergebnisse des Szenischen Projekts werden öffentlich präsentiert – sei es im Proberaum des Instituts oder auf der Bühne eines der mit dem Institut kooperierenden Theaterhäuser. Das Modul „Technische Kompetenzen“ sieht die Einführung in bühnenspezifische Techniken vor. Die Studierenden erhalten Basiswissen im Umgang mit Licht, Bühnenraum, Requisite, Kostümgestaltung sowie audiovisueller Technik. Das „Szenische Projekt II“ (10 CP) dient der individuellen Vertiefung und fordert von den Studierenden die Konzipierung bzw. Realisierung eines eigenen Projektes. Es erlaubt ihnen, die im Studium erworbenen Kenntnisse auf berufsrelevante Tätigkeitsfelder zu übertragen und selbständig getroffene Entscheidungen in konkreten Arbeitsabläufen zu erfahren. Die Lehrveranstaltungen des “Examensmoduls” fördern schließlich die eigenständige Entwicklung von theoretisch-analytischen resp. praktischen Ansätzen und geben Raum, die entsprechenden Ideen darzulegen und zur Diskussion zu stellen. Vorbereitet wird diese Art des Reflektierens von eigenen und fremden Arbeiten sowie der Austausch darüber während des gesamten Studienverlaufs im wöchentlich stattfindenden Praxiskolloquium. Das Studium wird wahlweise mit einer schriftlichen Arbeit oder mit einem praktischen Projekt – wie z.B. einer Bühnenarbeit, einer Videoinstallation oder einem Festival – abgeschlossen.

 

Prüfungsordnung

Die Prüfungsordnung regelt die grundlegende Struktur des Studiengangs (z.B. die angebotenen Module oder die Zulassung zu Studium und Prüfung). Sie wird bisweilen geändert; in der Szenischen Forschung gelten derzeit zwei Prüfungsordnungen. Man studiert automatisch nach der Prüfungsordnung, welche zum Zeitpunkt des Studienbeginns aktiv war. Studierende, die in die neueste Version der Prüfungsordnung wechseln wollen, müssen sich hierzu an das Studierendensekretariat in der Universitäts-Verwaltung wenden.

Link: Prüfungsordnung

 

Modulhandbuch

Das Modulhandbuch regelt, wie Module zusammengesetzt und abgeschlossen werden müssen und wie viele Kreditpunkte (CP) für ein erfolgreich abgeschlossenes Modul vergeben werden. Es erklärt, welche und wie viele Veranstaltungen zu einem Modul zusammengefasst werden können und welche Anforderungen daran geknüpft sind. Die im Modulhandbuch aufgezeigte Struktur ist verpflichtend, wohingegen der in den Studienverlaufsplänen aufgezeigte Ablauf nur einen Empfehlungscharakter hat.

Link: Modulhandbuch