Veranstaltungen

Fr. 31. Januar – 20 Uhr
RüBühne, Girardetstraße 10, 45131 Essen

Swipen, Matchen, Daten: auf der Suche nach Liebe, Sex & Spaß sind Dating Apps zur Selbstverständlichkeit geworden. Dabei wird das Profil innerhalb der App zur Projektionsfläche für das eigene Ego, eine digitale Identität, die zunehmend den analogen Alltag mitbestimmt.
Das Performancekollektiv notsopretty eignet sich in “Der Computer Nummer 3” lustvoll unterschiedliche Strategien des Onlinedatings an und untersucht unter Einsatz von Körper, Text und Video, welche Auswirkungen die Mechanismen von Dating Apps auf unsere Beziehungen zu anderen und zu uns selbst haben.
Die Gruppe notsopretty ging aus dem Masterstudiengang “Szenische Forschung” an der Ruhr Universität Bochum hervor.

notsopretty – „DER COMPUTER NUMMER 3“

Sa. 8. Februar – 20 Uhr
Theater Aufbau Kreuzberg, Berlin

Im Rahmen der Residenz#3 „Außerhalb der Mitte – Sorge & Inklusion“ schlägt doarisdean ein temporäres Wohnzimmer in Berlin auf. Sie sprechen Worte aus der Vergangenheit, singen Lieder aus der Zukunft und teilen eine kleines Stück Gegenwart. Dabei geht es um die Arbeit von und mit unterschiedlichen Körpererfahrungen, verschiedenen Formen so genannter und gesellschaftlich markierter Behinderungen und dem Versuch, diese Markierungen zu unterlaufen und in ihrer Gemachtheit sichtbar werden zu lassen. Es geht um die Möglichkeit von Inklusionen jenseits von Integration (in eine bestehende Norm), um Autonomie und Akteur*innenschaft. Von der TV Gameshow über Themen wie Ehe und Sexualität bis hin zu künstlerischen Gattungen wie Tanz oder Oper verstehen dorisdean es, sich selbst der Unmöglichkeit von Idealbildern entgegenzustellen, das Unperfekte ins Spiel zu bringen, den scheinbaren Defekt zur Produktivkraft zu erklären und auszuloten, woher die Normen und Spielregeln des „Normalen“ ihre Logik beziehen – um diese gegen sich selbst zu wenden, bis das „Normale“ einbricht und das „Reale“ menschlicher Beziehungen sichtbar wird.

Auf ein Wort mit dorisdean. Südseebühne wieder offen.
dorisdean

Zeit: Mittwoch, 29. Januar 2020, 18.00 Uhr
Ort: Universitätsstr. 105, Raum: EG 015

Die Geisteswissenschaften bereiten, anders als Fachbereiche wie Informatik oder Medizin, nicht auf ein bestimmtes Berufsfeld vor. Was für viele wie ein Fluch wirkt, kann aber auch ein Segen sein, denn: Der Arbeitsmarkt steht Ihnen offen.
Aber wie finde ich als Geisteswissenschaftler*in den Weg in die Wirtschaft? Und wie kann man sein (geisteswissenschaftliches) Know-How sinnvoll einsetzen und ergänzen? Auf diese und weitere Fragen wird Gianna Reich in ihrem Vortrag eingehen und deutlich machen, wie wichtig Netzwerken, Selbstmarketing und die eigene Profilbildung sind, insbesondere als Geisteswissenschaftler*in. Zudem wird es darum gehen, was Studierende und Doktorand*innen ganz konkret tun können, um sich aktiv auf den Berufseinstieg vorzubereiten.

Vortrag: Gianna Reich „Geisteswissenschaftler*innen sind das Schweizer Taschenmesser des Arbeitsmarktes“

Sa. 1. Februar – 20 Uhr
Ringlokschuppen Ruhr

Als Boris Nikitins Vater seine ALS Diagnose erhielt, eröffnte er seiner Familie sehr früh den Gedanken an einen assistierten Suizid. Eine Aussage, die alles änderte. Nikitin verbindet die Geschichte dieses Outings mit der Geschichte seines eigenen Coming-Outs als schwuler Mann. Ein Abend über den Schritt in die Öffentlichkeit, über die Utopie einer Verletzlichkeit, die kein Mangel des Menschseins ist, sondern eine außerordentliche Fähigkeit.

Boris Nikitin – Versuch über das Sterben

Mi. 29. u. Fr. 31. Januar – jeweils 20 Uhr
Sa. 1. u. Do. 6 u. Sa. 8. Februar – jeweils 20 Uhr
FFT Kammerspiele, Düsseldorf

Nach Kafka in Wonderland präsentieren half past selber schuld nun ihr erstes englischsprachiges Bühnencomic. The Last Mortal– der letzte Sterbliche – befasst sich mit dem ewigen Kampf des Menschen gegen Krankheit und Tod. Der Megakonzern Wonderland Inc. ist weiter dabei, den Menschen mit technologischen Mitteln zu verbessern. Da wird Alexa zur Weltpräsidentin und Big Data erscheint als Superheld, der jedem seine Hilfe anbietet, ohne allerdings zu differenzieren, wer da eigentlich mit Information versorgt wird. Rassismus wird mit dem Filtern von Hautfarben bekämpft, während winzige Nano-Roboter gegen Krankheiten im Körper vorgehen und dabei über philosophische Grundsatzfragen stolpern.

half past selber schuld – „The Last Mortal“

Fr. 31. Januar u. Sa. 1. Februar – jeweils 20 Uhr
PACT Zollverein Essen

Fünf Tänzer*innen kreieren eine Landschaft voller Energie – ein lebendiger Strudel, in dem sich kontinuierlich neue Möglichkeiten erschließen, bricht sich Bahn. Das Publikum wird hineingesogen in einen Wirbel aus Bewegungsmustern und kinetischen Skulpturen. Die häufig als »vielleicht abstrakteste Arbeit« von Meg Stuart bezeichnete Choreographie enthüllt einen ungestümen und freien Imaginationsraum, eindringlich live begleitet von der Elektro- und Percussion-Musik des Musikers Brendan Dougherty. In der ihr eigenen Handschrift zelebriert Stuart die Kraft der Bewegung und der Sinne ebenso wie die fragile Bedingtheit des Menschseins.

Meg Stuart / Damaged Goods – ›VIOLET‹

Di. u. Mi. 10.12.2019 / 20:00 Uhr
Kulturbunker Köln-Mülheim, Berliner Str. 20, 51063 Köln
Kartenreservierungen: kontakt@emilywelther.com
Folgetermine:
Bochum, Kulturhaus Thealozzi 5.+6.03.2020, 20 Uhr
Köln, Barnes-Crossing, 12.+13.03.2020, 20 Uhr 

Wie erlebt der Körper die Zeit? Wie kann diese gedehnt, bewegt, verkörpert und gehört werden? Wie verändert die Digitalisierung unsere Wahrnehmung von Zeit und wie beeinflusst sie die Sinne des Menschen, der von dieser Geschwindigkeit und der Fülle an visuellen Informationen überschwemmt wird?
Diesen Fragen geht Emily Welther in der Performance-Installation OHNE time nach, in der sie gemeinsam mit zwei Musikern und einer Filmemacherin nach einer Zeit sucht, die weder durch das Klicken einer Uhr noch durch die ständig steigende Geschwindigkeit einer Gesellschaft bestimmt wird.
Nach der Produktion FLAW / MAKEL kooperiert die Choreographin und Tänzerin bereits zum zweiten Mal mit den Musikern des Tardigrad Duos Daniel Brandl und Giuseppe Mautone und ergänzt dieses Ensemble um die Videokünstlerin Barbara Schröer.

> Emily Welther „OHNE time“