Studienprofil und Inhalte

Die Szenischen Künste wandeln sich in ihrer Ästhetik, ihren Produktionsweisen, ihrem Verhältnis zum Sozialen, Politischen und Urbanen. Gegenwärtig verändern sie sich schneller denn je. Damit entstehen nicht nur neue wissenschaftliche Fragestellungen und neue Berufsbilder im Umfeld des Theaters, sondern auch das Bedürfnis, sich mit diesen Wandlungen in einer anderen, selbst szenisch forschenden Weise auseinanderzusetzen.

Das Bochumer Institut für Theaterwissenschaft begegnet diesen neuen Entwicklungen mit dem Masterstudiengang Szenische Forschung. Anders als bei den meisten kulturwissenschaftlichen Studiengängen steht hier nicht nur die Theorie im Vordergrund. Die Praxis des Theatermachens – des Inszenierens, des Produzierens, des Kuratierens und des Organisierens – wird zum Gegenstand und Medium szenischer Erforschung. Angeleitet durch Künstlerinnen und Künstler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus den Bereichen Dramaturgie, Produktion, Technik und Kunstvermittlung werden aktuelle Inszenierungsverfahren, ästhetische Strategien und Organisationsformen experimentell erprobt und in Seminaren reflektiert. Das Studium der Szenischen Forschung nimmt an der Wandlung der Szenischen Künste beobachtend, begleitend, produzierend teil und bereitet auf Berufsfelder eines Theaters von morgen vor.

Szenische Forschung ist ein konsekutiver Ein-Fach-Studiengang mit einer Regelstudienzeit von vier Semestern. Er baut primär auf den Inhalten des B.A.-Studiengangs Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität auf, ist aber prinzipiell auch für Absolventinnen und Absolventen anderer Studiengänge offen. Neben dem Hochschulabschluss (B.A. oder vergleichbarem Abschluss) und einschlägigen Theatererfahrungen setzt das Studium der Szenischen Forschung eine künstlerisch-praktische Eignung voraus. Diese wird in einer entsprechenden Auswahlprüfung festgestellt. Um den Austausch mit den Lehrenden und die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Inhalten zu intensivieren, aber auch um Anbindungen an berufsrelevante Institutionen zu ermöglichen, werden im Jahr zehn Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen. Das Studium wird wahlweise mit einer schriftlichen Arbeit oder mit einem praktischen Projekt abgeschlossen.

Kooperationen

Der Studiengang wird von freien Produktionshäusern und städtischen Theatern in der ganzen Region unterstützt. Kooperationspartner des Instituts sind unter anderem: