Akademischer Oberrat

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mittwochs, 18:00 bis 19:00

Vita

Kai van Eikels ist ab Sommer-Semester 2018 als Akademischer Oberrat am Institut für Theaterwissenschaft der RUB. Nach dem Studium der Schauspiel-Regie promovierte er in Neuer deutscher Literatur mit der Arbeit Zeitlektüren – Ansätze zu einer Kybernetik der Erzählung (2002). Im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt in Japan war er von 2005 bis 2011 Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich „Kulturen des Performativen“ an der Freien Universität Berlin im Projekt Die Szene des Virtuosen und von 2015-2017 im DFG-Schwerpunktprogramm „Ästhetische Eigenzeiten“ im Projekt Synchronisierung körperlicher Eigenzeiten und choreographische Ästhetik. Er habilitierte sich in Theaterwissenschaft mit Die Kunst des Kollektiven. Performance zwischen Theater, Politik und Sozio-Ökonomie (2013). Er hatte Gastprofessuren an der JLU Gießen, der FU Berlin und der Universität Hildesheim inne. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit war er an künstlerischen Projekten und Kooperationen beteiligt u.a. mit der Geheimagentur, den Chicks on Speed, Xavier Le Roy und Koki Tanaka.

Forschungsschwerpunkte

In seiner Forschung verbindet Kai van Eikels Theater- und Tanzwissenschaft mit Philosophie, Soziologie, Organisationstheorie, Literatur- und Medienwissenschaft. Schwerpunkte sind

  • Kollektivität und Selbstorganisation („Schwärme“, „Smart Mobs“, Communities of Practice“…)
  • Performance zwischen Kunst, Politik und Ökonomie
  • Kunst und Arbeit, insbesondere in den postfordistischen Arbeitskulturen des späteren 20. und 21. Jahrhunderts
  • Anerkennung und Bewertung in sozialen und künstlerischen Prozessen
  • Zeitlichkeit, Rhythmizität, Synchronisierung
  • Endlichkeit und Ersetzbarkeit
  • Serien und Serialität in Theater und Performance

Ausgewählte Publikationen

Aktuelle Texte finden sich auf dem Theorie-Blog von Kai van Eikels unter https://kunstdeskollektiven.wordpress.com sowie auf seiner Academia-Seite https://rub.academia.edu/KaivanEikels

Bücher

Synchronisierung: vereinzelt reagierend politisch (in Vorbereitung).

Szenen des Virtuosen, Bielefeld: Transcript 2016, zus. mit Gabriele Brandstetter und Bettina Brandl-Risi.

Art works. Ästhetik des Postfordismus, Berlin: bbooks 2015, zus. mit dem Netzwerk „Kunst und Arbeit“.

Die Kunst des Kollektiven. Performance zwischen Theater, Politik und Sozio-Ökonomie, Paderborn: Fink 2013.

Das Denken der Hand. Japanische Techniken, Bern: Peter Lang 2004.

Zeitlektüren. Ansätze zu einer Kybernetik der Erzählung, Würzburg: Königshausen & Neumann 2002.

Herausgaben

De-/Synchronisieren. Leben im Plural (Hg., zus. mit Gabriele Brandstetter und Anne Schuh), Hannover: Wehrhahn 2017.

Prekäre Exzellenz. Künste, Ökonomien und Politiken des Virtuosen (Hg. zus. mit Gabriele Brandstetter und Bettina Brandl-Risi), Freiburg i.Br.: Rombach 2012.

Performance Research Journal 16:3 „On Participation and Synchronization“, September 2011 (Hg., zus. mit Bettina Brandl-Risi), London u.a.: Routledge 2011.

Prognosen über Bewegungen / Prognoses on Movements (Hg. zus. mit Gabriele Brandstetter und Sibylle Peters), Berlin: b_books 2009.

Schwarm(E)motion. Bewegung zwischen Affekt und Masse (Hg., zus. mit Gabriele Brandstetter und Bettina Brandl-Risi), Freiburg i.Br.: Rombach 2007.

Aufsätze, Artikel, Interviews

Was trägt? Widerstand und politische Bewegung, in: Friedrich Weltzien / Jans-Jörg Kapp (Hg.), Widerspenstiges Design, Berlin: Reimer 2017, S. 190-205.

Alltag als Partner. Das relativ unverbindliche Theater von Takuya Murakwa, in: Paragrana Bd. 26, Heft 2: „Kunst und Alltag“, hg. von Julius Heinicke, Joy Kristin Kalu und Matthias Warstat, Berlin: De Gruyter 2017, S. 179-198.

Synchronisierung und Macht, in: Gabriele Brandstetter / Kai van Eikels / Anne Schuh (Hg.), De-/Synchronisieren? Leben im Plural, Hannover: Wehrhahn 2017, S. 23-44.

What Your Spontaneity Is Worth to Us: Improvisation between Art and Economics, in: Sabeth Buchmann / Ilse Lafer / Constanze Rum (Hg.), Putting Rehearsals to the Test. Practices of Rehearsal in Fine Arts, Film, Theater, Theory, and Politics, Berlin/Wien: Sternberg Press 2016, S. 22-30.

Performing Collectively, in: Rebekah J. Kowal / Gerald Siegmund / Randy Martin (Hg.), The Oxford Handbook of Dance and Politics, Oxford: OUP 2016, S. 117-128.

Weitermachen, in: Sandro Zanetti (Hg.), Transaktualität. Ästhetische Dauerhaftigkeit und Flüchtigkeit, Paderborn: Fink 2016, S. 33-49.

The Togetherness of Those Who Would Not Wait for One Another, in: Geheimagentur / Martin Jörg Schäfer / Vassilis S. Tsianos (Hg.), The Art of Being Many. Towards a New Theory and Practice of Gathering, Bielefeld: Transcript 2016, S. 61-68.

Probiert mal, was passiert, wenn ihr Gleichheit genießt: Theater, Banausie, Politisierung, in: Schauspiel Dortmund und Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.), Theater trifft Aktion, Dortmund/Berlin 2016, S. 8-9; außerdem online auf nachtkritik.de am 26.1.2016 und Wiederabdruck in: Gift – Zeitschrift für freies Theater, 02/2016 „Was tun“, S. 12-17.

Publikum von unten. Skizze für ein Denkmal, in: Helmut Draxler (Hg.), Michael Dreyer – Theorie und Plastik, Berlin: Verbrecher Verlag 2016, S. 66-81.

The Incapacitated Spectator, in: Sandra Umathum/Benjamin Wihstutz (Hg.), Disabled Theater, Zürich: Diaphanes 2015, S. 105-125.

Übungen in Schicksallosigkeit: Life and Times und die Umwertung des Lebens durch die Serie, in: Berliner Festspiele, Programmheft Nature Theater of Oklahoma: Life and Times, Berlin 2013, S. 8-13.

Sich entbehrlich machen. Subjektivität und Arbeitsteilung, in: Andreas Gelhard / Thomas Alkemeyer / Norbert Ricken (Hg.), Techniken der Subjektivierung, Paderborn: Fink 2013, S. 229-246.

From ‚archein’ to ‚prattein’: Suggestions for an un-creative collectivity, in: Elena Basteri / Emanuele Guidi / Elisa Ricci (Hg.), Rehearsing Collectivity. Choreography Beyond Dance, Berlin: argos books 2012, S. 5-22.

Wenn wir uns zusammen hineinsteigern, Interview, in: Skug. Journal für Musik #88, Okt-Dez 2011, S. 52-56.

What Parts of Us Can Do with Parts of Each Other (and When), in: Performance Research Journal 16:3 „On Participation and Synchronization“, September 2011, London u.a.: Routledge, S. 4-11.

Confusion Is Next And Next To That Is The Truth. Notes on Participation, in: Marten Spangberg (Hg.), The Swedish Dance History 2011, Stockholm u.a. 2011, S. 722-732.

Politik der starken Abhängigkeiten. Kleists Stumpfheitslehre, in: Kleist-Jahrbuch 2011, Stuttgart: Metzler, S. 110-133.

Meine Trägheit ist ebenso furchtlos wie mein Zorn. Ein Lob der Selbstdisziplinlosigkeit, in: Ekkehard König / Gunter Gebauer (Hg.), Selbst-Reflexionen, Paderborn: Fink 2011, S. 155-178.

Nichtarbeitskämpfe, in: Jörn Etzold / Martin J. Schäfer (Hg.), Nicht-Arbeit, Weimar: Verlag der Bauhaus- Universität 2011, S. 16-39.

Der Abend, an dem wir unser Publikum kannten. Improvisieren zwischen Ereignisproduktion und Zusammenleben, in: Melanie Hinz / Jens Roselt (Hg.), Chaos und Konzept. Probe und Probieren im Theater, Berlin: Alexander Verlag 2011, S. 109-131.

Collective Virtuosity, Co-Competition, Attention Economy. Postfordismus und der Wert des Improvisierens, in: Hans-Friedrich Bormann / Gabriele Brandstetter / Annemarie Matzke (Hg.), Improvisieren. Paradoxien des Unvorhersehbaren: Kunst – Medien – Praxis, Bielefeld: Transcript 2010, S. 125-160.

This Side of the Gathering. The Movement of Acting Collectively: Ligna’s Radioballett, in: Performance Research Journal 13:1, „On Choreography“, London u.a.: Routledge, März 2008, S. 85-98.

Urbanes Gehen: Berlin/Tokyo – Erste Schritte zu einer Bewegungsanalyse des Einkaufen-Gehens, in: Theodora Vischer / Katrin Grögel (Hg.), Gehen, Schaulager-Hefte, Basel/Göttingen: Steidl 2008, S. 31-46.

Die Panik zu urteilen und der erregende Spaß der Karambolage: Broken Social Scene, in: Kultur & Gespenster Nr. 6 „Ich will nicht Mr. Pink sein“, Hamburg: textem Verlag 2008, S. 57-78.

Schwärme, Smart Mobs, verteilte Öffentlichkeiten – Bewegungsmuster als soziale und politische Organisation?, in: Gabriele Brandstetter / Christoph Wulf (Hg.), Tanz als Anthropologie, Paderborn: Fink 2007.

Diesseits der Versammlung. Kollektives Handeln in Bewegung: Ligna, Radioballett, in: Gabriele Brandstetter / Bettina Brandl-Risi / Kai van Eikels (Hg.), Schwarm(E)motion. Bewegung zwischen Affekt und Masse, Freiburg i.Br.: Rombach 2007, S. 101-124.

Rache. Zur Figuration politischer Zeit, in: Atsuko Onuki / Thomas Pekar (Hg.), Figuration / Defiguration. Kultur und Kulturwissenschaft als Prozess, München: Iudicium 2006, S. 175-194.