Praktiken der Sorge, Techniken des Selbst – Über zeitgenössische Praktiken des Über-sich-selbst-Schreibens

Email:jasmin.degeling@hu-berlin.de

Vita

Jasmin Degeling ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Bereich Szenische Forschung am Institut für Theaterwissenschaft und Doktorandin bei Prof. Dr. Astrid Deuber-Mankowsky am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Unter dem Arbeitstitel: »Praktiken der Sorge, Techniken des Selbst – Über zeitgenössische Praktiken des Über-sich-selbst-Schreibens«  forscht sie zu gegenwärtigen Praktiken der Sorge und Techniken des Selbst in Anschluss an Foucault, sowie zum Diskurs und zur Geschichte der Autobiographie, insbesondere am Beispiel der späten Arbeiten Christoph Schlingensiefs sowie des jüngsten Romanprojektes von Elfriede Jelinek. Seit 2013 ist sie Mitglied im PhD-Net »Das Wissen der Literatur« an der Humboldt-Universität zu Berlin, das die Arbeit bis Ende 2014 mit einem Stipendium gefördert hat. Im Wintersemester 2014 ist sie Visiting Scholar am German Department der UC Berkeley gewesen. B.A.-Studium der Theaterwissenschaft und Komparatistik an der RUB und M.A.-Studium der Theaterwissenschaft und Gender Studies an der RUB und Paris X.

Veröffentlichungen

Über die Rhetorik des Spiels bei Foucault, in: Astrid Deuber-Mankowsky, Reinhold Görling (Hg.), Denkweisen des Spiels. Medienphilosophische Annäherungen, Wien/ Berlin (Turia & Kant) 2016 (Cultural Inquiry), S. 103 – 118.

Lebendige Körper – geformte Wünsche – zerstreute Aufmerksamkeiten. Einige Überlegungen zu designed desires vom theatercombinat und »struggling bodies in capitalist societes (democracies)«
Eine Rückschau auf ein experimentelles Symposium, Kritiken im Weblog des theatercombinat, unter: http://www.theatercombinat.com/projekte/designed%20desires/struggling_stommel.htm

Zeitgenössische Praktiken von Subjektivierung. Konsumismus, Kybernetischer Kapitalismus und Repräsentationskritik in Anschluss an Tiqquns Figur der Jungen-Mädchen
In: Online- Journal Kultur und Geschlecht, Ausgabe 01/2013, unter: http://www.ruhr-uni- bochum.de/genderstudies/kulturundgeschlecht/pdf/stommel.pdf

Die Ordnung der (Nicht)Orte. Kampnagel und Kreativwirtschaft,
In: Performing Politics. Politisch Kunst machen nach dem 20. Jahrhundert, hrsg. Von Müller-Schöll, Nikolaus; Schallenberg, André; Zimmermann, Maite. Theater der Zeit-Verlag: Berlin 2012.

Anstiftung zur Intervention. Office for subversive architecture – ein Portrait
In: Schauplatz Ruhr – Jahrbuch zum Theater im Ruhrgebiet, hrsg. von Haß, Ulrike; Hiß, Guido. Theater der Zeit-Verlag: Berlin 2011.

Feinde sind wir uns selbst. Wie zusammen leben?, Gespräch mit dem Regisseur Alexander Kerlin
In: Theater über Tage, hrsg. von Erb, Andreas. Rhema-Verlag: Münster 2010.

Letzte Vorträge

»The “African Opera Village”: Techniques of Autobiographical Writing and Schlingensief’s  Politics and Aesthetics of Care«, workshop: »Queer Temporalities and Media Aesthetics«, Program in Criticial Theory at Northwestern University, Evanston/ Illinois, Mai 2016

»Practices of Conversion – Schlingensief’s Church of Fear« bei der Tagung »Art of Wagnis – Schlingensief’s Crossing of Wagner and Africa«, Dezember 2015 am Iwalewahaus, Bayreuth

»›Nur aus der Perspektive des Menschen erscheint das Leben monströs‹ – Poetischer Vitalismus bei Elfriede Jelinek« im Rahmen der Tagung »theatrum animarum – Inszenierungen der Mensch-Tier-Relation«, Dezember 2015 an der Universität Wien.

»Poetik des Lebens bei Jelinek« im Rahmen der Tagung »Monster und Kapitalismus«, Mai 2015 im Kunstquartier Bethanien, Berlin, ausgerichtet vom PhD-Net „Das Wissen der Literatur“, HU Berlin

Konferenzorganisationen

02.-04.02.2017 (in Kooperation mit Lore Knapp, Bielefeld; Sarah Podoga, Bangor/ UK und Anna Teresa Scheer, New England/ AUS) interdisziplinärer Workshop »Schlingensief und die Avantgarden«, ZiF, Universität Bielefeld

»Denken mit der Psychoanalyse« (in Kooperation mit Jurga Imbrasaite und mit Partizipation von Monique David Ménard, Paris) eintätiges Symposium mit studentischen Beiträgen, April 2016 RUB

Szenische Praxis

Dramaturgische und konzeptionelle Mitarbeit an verschiedenen szenischen Arbeiten mit und um die Künstlerin Anna Kpok, zuletzt »Im Rahmen einer Erinnerung«, Premiere April 2016 im Pumpenhaus/ Münster; »Jascha Sommer, 29«, Premiere Dezember 2015 im Ringlokschuppen Mülheim und »Ich habe heute leider Foto für dich«, Premiere März 2014 ATW/ Gießen.